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Demokratie-Picknick in Rückersdorf: 70 Menschen sind zusammengekommen

Im Sarner Park in Rückersdorf haben am Samstag Menschen für Solidarität und Zusammenhalt demonstriert.
Im Sarner Park in Rückersdorf haben am Samstag Menschen für Solidarität und Zusammenhalt demonstriert. | Foto: privat2026/07/q84-f806x422-1024x753-1.webp

RÜCKERSDORF – Beim Demokratie-Picknick in Rückersdorf am Samstag haben sich laut Angaben der Veranstalter in der Spitze bis zu 70 Menschen versammelt, um für Freiheit, Demokratie und Solidarität und gegen Rechtsextremismus ein Zeichen zu setzen.

Neben Reden gab es bei der Veranstaltung auch Musikeinlagen und weitere Unterhaltungsmöglichkeiten sowie ein gemeinsames Buffet. Die Fingerfood-Austauschtafel war schnell mit leckeren Speisen gefüllt, während Kinder im Erzählzelt gebannt zuhörten oder sich an Brunnen und Torwand austobten. Auch die Infostände von „Grantifa“ und „AfD-Verbot Jetzt!“ waren gut besucht. Es gab kaum einen Moment, in dem nicht miteinander diskutiert wurde. Auch mehrere neugierige Anwohnerinnen und Passanten fragten, was dort los war.

Die Veranstalter wollten mit der Demonstration der etwas anderen Art klar machen, dass Demokratie sich nicht von selbst erhält. Sechs Rednerinnen und Redner ergriffen das Wort. Außerdem waren drei Musikerinnen und Musiker vor Ort, darunter auch Erik Stenzel, der in seinen Liedern politische Botschaften transportierte.

Die Reden waren auch geprägt von Selbstkritik. Ein zentraler Punkt einer Rede: Es gab keinen Redner, der selbst direkt von Rassismus betroffen ist. Ein Zeichen dafür, dass auch die Organisatorinnen und Organisatoren mehr aus ihrer eigenen Blase rauskommen müssen. Gleichzeitig wurde betont, dass jetzt der Zeitpunkt zum Handeln ist. Als Beispiel wurde in der letzten Rede auf die aktuelle Situation in den USA verwiesen.

Faschismus könne man nicht „einfach wegregieren“, sagt Werner Sembach, der bereits die Dorf-Demo in Rückersdorf organisiert hatte und auch jetzt Teil des Veranstaltungsteams des Demokratie-Picknicks war. Stattdessen sei ein Antrag auf ein Verbot der AfD vor dem Bundesverfassungsgericht „längst überfällig“.

„Als Teil der Organisator:innen hoffe ich, dass einige Besucher:innen durch das Demokratie-Picknick motiviert wurden, selbst aktiv zu werden“, sagt Werner Sembach. Es werde nicht die letzte Aktion gewesen sein, die in Rückersdorf stattfinden werde. „Gerade zeigt sich, dass eine wehrhafte Demokratie nur funktioniert, wenn sie auch eingefordert wird.“ 

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