10. September

Deine Geschichte ist nicht zu Ende: Nürnberger Land setzt Zeichen für Suizidprävention

„Deine Geschichte ist nicht zu Ende“ lautet das Motto der diesjährigen Kampagne zum Welttag der Suizidprävention am Donnerstag, 10. September.
„Deine Geschichte ist nicht zu Ende“ lautet das Motto der diesjährigen Kampagne zum Welttag der Suizidprävention am Donnerstag, 10. September. | Foto: @stock.adobe.com/Von deliris2026/09/AdobeStock_384338173-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Es gibt Zeiten, in denen das Leben schwer wird. Eine Trennung, der Verlust eines geliebten Menschen, Einsamkeit, Krankheit, berufliche oder finanzielle Sorgen, Überforderung oder eine persönliche Krise können einen Menschen an einen Punkt bringen, an dem die eigene Zukunft nicht mehr vorstellbar scheint. Gedanken wie „Ich kann nicht mehr“ oder „Es hat alles keinen Sinn mehr“ können dann Ausdruck einer tiefen seelischen Not sein.

„Deine Geschichte ist nicht zu Ende“ lautet das Motto der diesjährigen Kampagne zum Welttag der Suizidprävention am Donnerstag, 10. September. Das Nationale Suizidpräventionsprogramm möchte damit Mut machen, über Suizidgedanken und seelische Krisen zu sprechen, Stigmatisierung entgegenzuwirken und den Blick auf das zu richten, was möglich ist: zuhören, ernst nehmen, Unterstützung anbieten und gemeinsam Hilfe finden.

Auch das Gesundheitsamt Nürnberger Land setzt an diesem Tag ein Zeichen. „Wir wollen mit dem Hinweis auf die bundesweite Kampagne nicht Angst machen, sondern Hoffnung geben“, sagt Simon Spindler, Mitarbeiter in der psychosozialen Beratung im Sachgebiet Gesundheitsförderung. „Eine seelische Krise kann jeden Menschen treffen. Suizidgedanken sind kein Zeichen von Schwäche und kein Grund, sich zu schämen. Es ist wichtig, dass Menschen wissen: Sie müssen damit nicht alleine bleiben und es gibt Hilfe.“

„Es geht dabei nicht darum, sofort eine Lösung zu finden. Die Sorgen ernst zu nehmen und gemeinsam nach Unterstützung zu suchen, kann bereits viel bewirken“, ergänzt Christa Gertshauser, Sachgebietsleitung Gesundheitsförderung. „Wir können zuhören, nachfragen und vermitteln. Es ist wichtig, dieses Thema aus der Tabuzone zu holen und anzusprechen.“

Im Landkreis gibt es deshalb verschiedene Anlaufstellen, die beraten, begleiten und bei Bedarf an weitere Hilfen vermitteln. Der Welttag der Suizidprävention ist eine Einladung, genauer hinzusehen – bei anderen und bei sich selbst. Beratungsstellen können dabei helfen, die Situation einzuschätzen und gemeinsam nächste Schritte zu überlegen.

Wichtige Anlaufstellen auf einen Blick:
Wegweiser Seelische Gesundheit 
Bei akuten Krisen: Krisendienst Mittelfranken, erreichbar rund um die Uhr unter 0800 655 3000
Bei unmittelbarer Gefahr: Notruf 112

Text: LRA

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