Die Kunst des Tanzens

Das „Ballett Centrum Nürnberger Land“ feiert Jubiläum

Der Leiter des Ballett Centrum Nürnberger Land, Jerzy Pietka, inmitten seiner Schülerinnen und Schüler: Das Centrum feiert sein 25-jähriges Jubiläum.
Der Leiter des Ballett Centrum Nürnberger Land, Jerzy Pietka, inmitten seiner Schülerinnen und Schüler: Das Centrum feiert sein 25-jähriges Jubiläum. | Foto: Ballett Centrum Nürnberger Land2026/06/q84-f470x178-1024x635-1.webp

RÖTHENBACH – Vor 25 Jahren begann die Geschichte des „Ballett Centrum Nürnberger Land“, jetzt feiert das Studio sein Jubiläum mit einer großen Ballett-Gala am Sonntag, 28. Juni, um 11 Uhr, in der Karl-Diehl-Halle. In einer Produktion des „Ballett Centrum“ tanzen Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Wioletta Sokolowska-Pietka und Jerzy Pietka.

Es war eine Vision, die weit über den Unterricht hinausging. Als ehemalige Ballettprofis mit Engagements unter anderem in München und Nürnberg gründeten Wioletta Sokolowska-Pietka und Jerzy Pietka im Mai 2001 ihre Ballett-Schule in Lauf mit dem Ziel, jungen Menschen die Kunst des Tanzes auf höchstem Niveau näherzubringen und zugleich etwas Dauerhaftes für die Region zu schaffen.

Künstlerischer Austausch

„Unsere große Vision war der Aufbau einer heimischen Ballettcompagnie – einer ,Ballett Compagnie Nürnberger Land‘, die als kulturelle Plattform für vielfältige tänzerische Darbietungen wirken und den künstlerischen Austausch über Grenzen hinweg fördern sollte“, erklärt Leiter Jerzy Pietka.

Ein sichtbares Zeichen dieser Vision war die Zusammenarbeit mit der Staatlichen Danziger Ballettschule im Rahmen der Regionen-Partnerschaft Franken–Pommern. Dadurch entstanden „wertvolle kulturelle Begegnungen und Freundschaften, die den Gedanken des Austauschs bis heute lebendig halten“.

Was mit Mut, Leidenschaft und großem persönlichem Einsatz begann, hat sich laut Pietka in den vergangenen 25 Jahren zu einer anerkannten Bildungs- und Kultureinrichtung im Nürnberger Land entwickelt. „Die Gründungsidee unserer Schule lebt bis heute fort: Tanz als Brücke zwischen Menschen, Generationen und Kulturen.“

In den vergangenen 25 Jahren haben Hunderte von Schülerinnen und Schülern ihre ersten Tanzschritte gemacht. „Viele standen zum ersten Mal auf einer Bühne, haben Lampenfieber überwunden und gelernt, an sich selbst zu glauben“, sagt der Studio-Leiter.

Zahlreiche Aufführungen und künstlerische Projekte mit befreundeten Profitänzern fanden statt sowie Vorstellungen mit renommierten Solisten oder Ballettmatineen beginnend mit der ersten Premiere von „Schneewittchen“ im Jahr 2003. „Nussknacker“ von Tschaikowski in Zusammenarbeit war „ein kulturelles Ereignis im Jahre 2006“, wie die Pegnitz-Zeitung damals berichtete. Es folgten 2011, 2013 und 2015 Galas mit jungen Tänzern der Staatlichen Ballettschule Gdansk sowie aus Lodz, Hof, Wiesbaden, Olomouc und Warschau.

Der Lockdown während der Corona-Pandemie traf auch das „Ballett Centrum“: Der Mietvertrag in Lauf wurde nach 20 Jahren nicht verlängert, „das war ein Schock“, sagt Pietka. Doch das Ehepaar machte weiter und zog mit dem Studio in die Rückersdorfer Straße 18 in Röthenbach. „Wir sind heute ein Treffpunkt des gesamten Landkreises Nürnberger Land für Tänzerinnen und Tänzer im Alter von drei bis 70 Jahren“, sagt Pietka, „unser Herz gehört dabei unseren Kindern, die mit Abstand den größten Teil unserer Arbeit bestimmen.“

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