HERSBRUCK/HAPPURG – Es geht um geschmuggelte Zigaretten und illegal hergestellten Tabak für Wasserpfeifen: Bei „Mitgliedern einer syrischen Tätergruppierung“, wie es in einer Pressemitteilung des Zollfahndungsamts München heißt, hat der Zoll bereits Mitte Februar bundesweit 17 Wohnungen, Lagerstätten und Geschäftsräume durchsucht, unter anderem in Hersbruck.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhehlerei richten sich gegen insgesamt 16 männliche Beschuldigte im Alter von 23 bis 43 Jahren, einer davon stammt aus Happurg. Der Steuerschaden soll mehr als eine halbe Million Euro umfassen.
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Der 23-jährige Hauptverdächtige, der aus Kulmbach kommt, war bereits Tage vor den Durchsuchungen von der Bundespolizei verhaftet worden, als er aus Tschechien einreisen wollte. Bei der Tatausführung soll der Mann in mehreren Fällen mit zwei weiteren Beschuldigten, einem 29-Jährigen aus Güstrow sowie einem 30-Jährigen aus Happurg zusammen gearbeitet haben.
Seine Abnehmer hatte der 23-Jährige dem Zoll zufolge vor allem in Chemnitz, Straubing und Hersbruck, „wo ebenfalls umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden konnten“. Gefunden wurde deutschlandweit nicht nur Tabak, sondern auch Marihuana. Die Rede ist von „gut 200 Gramm“. Im Einsatz seien 160 Kräfte der Zollfahndungsämter München, Dresden, Essen und Hamburg sowie der Hauptzollämter Landshut, Schweinfurt, Nürnberg und Köln gewesen.
