HERSBRUCK – 70 Jahre verheiratet: Diesen außergewöhnlichen Meilenstein haben Friederike und Gerhard Armbruster aus Hersbruck erreicht, wie die Stadt mitteilt.
Anfang der 1950er Jahre lernten sich die beiden im Kirchenchor der katholischen Pfarrei Mariä Geburt in der Amberger Straße kennen, vier Jahre später heirateten sie. „Wie es der Name dieses besonderen Ehejubiläums verrät, ist es für Sie wirklich eine Gnade, eine so lange Zeit miteinander verbringen zu dürfen“, sagte Bürgermeister Robert Ilg beim Besuch des Paares, das den besonderen Tag demnächst mit zwei Söhnen, zwei Töchtern, elf Enkelkindern und fünf Urenkeln groß feiern möchte.
Viele Hersbrucker kennen Friederike Armbruster als „gute Seele“ im Vorzimmer des früheren Finanzamtsleiters Dr. Aigner und als Mitgründerin des Johannesclubs der katholischen Kirchengemeinde. Gerhard Armbruster ist untrennbar verknüpft mit der heutigen Richard-Glimpel-Schule. Als der Volksschullehrer in den 1950er Jahren von der Absicht hörte, ein Sonderschulwesen aufzubauen, ging er für ein entsprechendes Fachstudium nach München. In Hersbruck unterrichtete er Kinder mit besonderem Förderbedarf zunächst noch im Stadthaus, ehe er zusammen mit dem Elternbeirat erreichte, dass 1981 beim Plärrer das Förderzentrum gebaut wurde.
Dessen Rektor blieb der begeisterte Tennisspieler und für seine farbenfrohen, mitunter satirischen Ölgemälde bekannte Hersbrucker bis zu seiner Pensionierung 1995. Jetzt hoffe er auf einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde, so Gerhard Armbruster – als „wohl einziger Lehrer weltweit, der den Aufbau und Abriss seiner Schule erlebt“.
