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Wochen der Wahrheit

Tobias Birkelbach hat in dieser Saison siebenmal für Rasch getroffen. | Foto: Manfred Keilholz2019/03/Rasch.jpg

NÜRNBERGER LAND – Im letzten Fußballkreis Mittelfrankens rollt nach viereinhalb Monaten Winterpause wieder der Ball. In den kommenden etwas mehr als zwei Monaten wird sich zeigen, wer von der Kreisliga bis zu den B-Klassen im Meisterschaftsrennen und im Kampf gegen den Abstieg den längeren Atem hat.

Vor allem in der Kreisliga kann bei dem engen Feld – den Rangdritten TSV Wolfstein trennen vom FC Deining auf dem ersten Abstiegs-Relegationsrang gerade einmal sechs Punkte – die Rangfolge noch kräftig durcheinander gewirbelt werden. Wobei in der Kreisliga Nord eine Entscheidung bereits in Stein gemeißelt sein dürfte: Der FC Wendelstein ist noch ungeschlagen und befindet sich mit einem Vorsprung von 13 Punkten bereits auf der Zielgerade zur Meisterschaft. Zum Auftakt aus der Winterpause gibt der designierte Meister seine Visitenkarte beim TSV Winkelhaid ab, dem der Absturz in die Kreisklasse droht.

Das Team von Trainer Matthias Krafft hat nur eines seiner letzten zwölf Spiele gewonnen und ziert mit neun Punkten das Tabellenende. Der letzte Strohhalm, an den sich der Ex-Bezirksligist noch klammern kann, ist die Tatsache, dass der Rückstand zum TSV Katzwang auf dem ersten Abstiegs-Schleuderrang nur fünf Punkte beträgt.

Der SV Rasch und der FC Ezelsdorf, die beide mit nur einem Zähler Vorsprung auf die Gefahrenzone überwintert haben, stehen vor schweren Auswärtsspielen. Die Rascher (8.) müssen zum Henger SV (4.), der bei einem Punkt Rückstand zum SV Unterreichenbach auf Platz 2 schielt. In der Vorrunde hat es für die Rascher gegen den Oberpfälzer Nachbarn eine empfindliche 0:3-Heimniederlage gesetzt. Doch Fußball-Abteilungsleiter Fritz Merkel gibt sich optimistisch: „Wir haben noch alle Jahre, wenn es drauf angekommen ist, unsere Punkte geholt“. Nicht minder schwer wird das Gastspiel des FC Ezelsdorf (9.) beim Tabellennachbarn SC Pollanten. Gegen den Aufsteiger gelang in der Hinrunde zwar ein 5:0-Kantersieg, doch die Sulztaler haben sich zwischenzeitlich an die raue Kreisligaluft gewöhnt und sich aus der Abstiegszone herausgekämpft.

Derby beim TSV Feucht

In der Kreisklasse Ost kommt es zum Auftakt gleich zum Kreisderby zwischen dem TSV 04 Feucht und 1.FC Altdorf. In der Vorrunde behielten die Wallensteinstädter knapp mit 2:1 die Oberhand. Zum damaligen Zeitpunkt war das Team von Spielertrainer Philipp Knogl noch härtester Rivale der DJK Berg um die Tabellenführung. Zwischenzeitlich hat sich das Blatt jedoch gedreht: Während der FCA inzwischen auf Rang vier abgesackt ist, stehen die Jungs vom Segersweg fest auf Platz zwei. Zwischen beiden Teams rangiert der SV Unterferrieden. Am Röthweiher hat es allerdings trotz der sportlich vielversprechenden Perspektiven, wie bereits vermeldet, in der Winterpause einen Trainerwechsel gegeben. Als erste Herausforderung wartet auf das drittbeste Auswärtsteam (15 Punkte) die SpVgg FB Reichertshofen (Hinspiel 1:1), die auf dem Abstiegs-Schleuderrang steht.

Burgthann auf dem Weg zum Aufstieg

Für den führenden TSV Burgthann ist in der A-Klasse Nord-Ost auf seinem Weg zum Wiederaufstieg die SG Litzlohe/Pilsach der erste Prüfstein. Nachbar TSV Ochenbruck (3.), der ebenso schnell wie möglich die A-Klasse wieder hinter sich lassen will, empfängt im Verfolgerduell den FV Wendelstein (5.).

Während es für die zweite Mannschaft des TSV Winkelhaid (7.) im Reserveduell gegen den FC Wendelstein II (5.) nicht chancenlos erscheint, fährt der FV Röthenbach (11.) als krasser Außenseiter zum Rangzweiten FC Trautmannshofen. Vom heimischen Schlusstrio geht es für den Vorletzten SV Moosbach angesichts acht Zählern Rückstand auf Vordermann FC Ezelsdorf II im direkten Duell fast schon um die letzte Chance.

Gleiches gilt für Schlusslicht EKSG Rummelsberg (5 Punkte) bei der Zweiten des Henger SV. Der SC Eismannsberg, der die Tabellenführung der B-Klasse Nord-Ost flex an die Zweite des TSV Ochenbruck abgeben musste, bekommt es gegen den FC Wendelstein II ebenso mit einem schlagbaren Gegner zu tun wie die Reserve der Ochis, die auf die Zweite des FV Wendelstein trifft.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz