Schlicker mit Start zufrieden

„Wir sind angekommen“

Viele Spiele, wenig Zeit zur Regeneration: Kaum verwunderlich also, dass Großbardorfs Trainer Andreas Brendler ebenso mit Personalsorgen zu kämpfen hat wie SC-Coach Florian Schlicker (Foto). | Foto: Zink2021/08/Feucht-SC-Schlicker-online.jpg

Feucht – Vor der Partie gegen Großbardorf zieht SC-Trainer Florian Schlicker ein erstes Fazit zum Start in die Bayernliga. Gegen ersatzgeschwächte Gäste aus Unterfranken erwartet er von seiner Mannschaft den nächsten Dreier.

Gegen einen alten Bekannten tritt der 1. SC Feucht am heutigen Samstag in der Bayernliga Nord an. Der Aufsteiger empfängt ab 16 Uhr im heimischen Waldstadion den unterfränkischen Vertreter TSV Großbardorf. Während der SC nach acht Spieltagen mit zwölf Zählern auf Platz acht zu finden ist, haben die Grabfeld-Gallier, so ihr Spitzname, am Dienstag dieser Woche noch ein Nachholspiel ausgetragen. Gegen die SpVgg Bayern Hof gewannen sie mit 2:1, fanden in der Tabelle wieder Anschluss, liegen aber immer noch auf Abstiegs-Relegationsplatz 14.

Es ist das alte Lied, das fast bei jedem Verein in diesen Tagen gesungen wird. Die Personalknappheit ist überall ein großes Thema. Nach der achtmonatigen Corona-Pause, einer für viele zu kurzen Vorbereitungsphase und vielfach überfordert durch den Marathon-Spielplan der letzten Wochen stellen sich bei den Spielern mehr und mehr Verletzungen ein. Betroffen davon sind auch die beiden Kontrahenten, die sich in Feucht gegenüberstehen.

Auf Seiten der Gastgeber sind Maximilian Höhenberger (muskuläre Probleme) und Marco Weber (Kniebeschwerden) betroffen. Patrick Tekeser und Tamino Gratz sind erkrankt, ihr Einsatz ist fraglich. Noah Mengi ist am Dienstag im Training umgeknickt, auch sein Mitwirken steht auf der Kippe. Zudem ist Junior Betsi Mbetssi noch für dieses Spiel gesperrt. „Wir müssen da bis zum Anpfiff noch abwarten, wer sich als spielfähig meldet“, sagt Feuchts Trainer Florian Schlicker.

Hausnummer mit Mängeln

Ähnlich betroffen von der Personalnot ist der TSV Großbardorf: „Unser Problem ist es, dass bei uns alle Neuzugänge zum Teil langwierige Verletzungen mitgebracht haben, die noch nicht auskuriert sind. Weil wir aber einige Abgänge hatten, stellt sich die Mannschaft bisher fast immer von alleine auf. Mir fehlen einfach die Alternativen und das lässt sich ja auch an unserem Tabellenstand ablesen“, sagt TSV-Coach Andreas Brendler. Denn Großbardorf, das war über Jahre hinweg eine Hausnummer in der Bayernliga Nord. Die Unterfranken waren bei Einführung dieser Spielklasse 2012 Gründungsmitglied und belegten seither die Plätze 3, 6, 5, 4, 8, 4 und noch mal 4. „Wir müssen unsere Ansprüche in dieser Saison zurückschrauben, denn wir haben viele junge Spieler dazubekommen, denen es noch an der notwendigen Erfahrung fehlt“, ergänzt Brendler.

Hälfte der Vorrunde fast durch

So gehen beide Teams angeschlagen in diesen neunten Spieltag, die Gäste wahrscheinlich etwas mehr. Für den SC bedeutet das, dass er natürlich einen Heimdreier anpeilt: „Es ist unser Anspruch, dass wir daheim drei Punkte holen. Gelingt uns das, dann ist ja bereits die Hälfte der Vorrunde gespielt, dann können wir von einem guten Start sprechen“, sagt Schlicker, der mit dem bisherigen Abschneiden recht zufrieden ist: „Wir hatten Startschwierigkeiten, aber das ist für einen Aufsteiger fast normal. Inzwischen, das können wir mit Fug und Recht behaupten, sind wir aber in der Bayernliga angekommen.“ Bis auf das 1:4 in Gebenbach waren die Ergebnisse des SC immer knapp, mal abgesehen vom jüngsten 5:0-Kantersieg im Aufsteigerduell bei Vatan Spor Aschaffenburg.

Bisher gab es acht Duelle zwischen Feucht und Großbardorf: vier in der alten, eingleisigen Bayernliga und vier in der Bayernliga Nord. Feuchts einziger Sieg liegt mittlerweile mehr als 16 Jahre zurück. Viermal zog man den Kürzeren, dreimal trennten sich die beiden Klubs mit einem Remis.

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