Kreisliga Nord

Winkelhaid lebt noch

Geht da noch was für Winkelhaid? Für Christoph Weghorn (am Ball) und seine TSV-Kollegen war der Sieg in Penzendorf ein ganz wichtiger Dreier im Abstiegskampf. | Foto: Schmitt2019/04/svpenzendorf_tsvwinkelhaid.jpg

SV Penzendorf – TSV Winkelhaid 0:3 (0:2) – Im enorm wichtigen Duell zwischen den beiden Letzten der Tabelle führte Winkelhaid den positiven Trend, der schon in den Spielen gegen Wendelstein und Wolfstein erkennbar war, weiter fort. In den ersten zehn Minuten entwickelte sich ein beidseitig flottes Spiel, wobei die Heimelf schon weit in der Hälfte der Gäste Pressing spielte. Torchancen waren aber noch Mangelware. Nach 15 Minuten die erste Annäherung auf das Tor des TSV. Hier zeigten aber die SVler, das an diesem Tag sehr wenig klare Torchancen generiert wurden. Dies sollte sich auch durchs ganze Spiel ziehen. Das erste Tor für Winkelhaid erzielte dann D. Diaco in der 20. Minute nach klugem Pass von Andörfer machte er mit einer „Bauernspitze“ das Tor. Die einzige Möglichkeit für den SV dann in der 27. Minute. Kurz darauf Glück für den TSV, dass ein Schuss der Heimelf an den Pfosten ins Aus ging. Winkelhaid kämpfte aber weiter und erarbeitete sich immer wieder Abschlussmöglichkeiten. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte konnte D. Diaco nach einem Freistoß von Metschel und Kopfballverlängerung von Leykauf sogar noch das 0:2 erzielen.

Gleich nach Wiederanpfiff hatte Kersten Pech, als sein Lupfer nach einem sehenswerten Konter nur an die Querlatte ging. Winkelhaid übernahm nun mehr und mehr die Spielkontrolle und zeigte weiterhin Kampfgeist. D. Diaco vergab in der 58. Minute nach einem Konter sein drittes Tor. Die Heimelf zeigte zwar oft gute Kombinationen, verzettelte sich aber vor dem Tor von Heuschild das eine ums andere Mal. Winkelhaid machte den „Sack“ dann in der 70. Minute endgültig zu. V. Bachmeier drosch nach einer Ecke das Leder zum 0:3 in die Maschen. Findik vergab kurz darauf nach einem Alleingang eine weitere gute Torchance für den TSV. Das Winkelhaider Spiel war weiterhin clever und taktisch klug, sodass keine Gefahr mehr entstand. Kurz vor Schluss dezimierten sich die SVler dann noch selbst. Ihr Spielführer musste nach einem rüden Foul an Worschech mit Gelb-Rot vom Platz. Winkelhaid kann aufgrund der bisher in der Rückrunde gezeigten Leistung stolz sein und darf weiter auf einen Relegationsplatz hoffen.

SV Rednitzhembach – FC Ezelsdorf 3:1 (0:0) – Die Ezelsdorfer präsentierten sich in Rednitzhembach in der ersten halben Stunde gut, spielten quasi auf Augenhöhe und hatten auch durch Janis Nauhardt eine Riesenmöglichkeit zum Führungstreffer, doch der Keeper der Hembis, Hakan Doganer, reagierte hervorragend. In der letzten Viertelstunde der ersten Hälfte kamen die Platzherren wesentlich besser auf und hatten ebenfalls in der 42. Minute eine glasklare Torchance. Es blieb bis zur Pause beim torlosen Remis. Nach einer guten Viertelstunde in Hälfte zwei gerieten die Ezelsdorfer innerhalb von zwei Minuten schon fast vorentscheidend in Rückstand. Philipp Seyss schloss einen Angriff frei vor dem Ezelsdorfer Kasten mit dem 1:0 ab (62.), und Dominic Schäfer ließ in der 64. Minute das 2:0 folgen. Ab der 70. Minute wurde Ezelsdorf durch einen gelb-roten Karton dezimiert, schöpfte aber dennoch Hoffnung, denn Christian Schönweiß erzielte mit einem Schuss aus halblinks unter die Latte den 2:1-Anschlusstreffer. Zu mehr sollte es nicht mehr reichen, Garret Bogendörfer war dann in der Nachspielzeit mit dem 3:1 erfolgreich (92.).

SV Rasch – TSV Katzwang 3:3 (2:1) – Beide Teams konnten jeweils eine kleine Erfolgsserie aus den letzten Spielen vorweisen und wollten gerne noch weiter nach vorne kommen. Bereits in der dritten Minute gingen die Gäste in Führung, Rene Galee nahm einen Flankenball volley und traf an Freund und Feind vorbei unhaltbar für Torhüter Felix Ortegel zum frühen 0:1-Rückstand für Rasch. Die Platzherren fingen sich relativ bald wieder, der junge Rascher Sturm zog seine Kreise und brachte den Gegner ein ums andere Mal in Verlegenheit. Eine gelungene Kombination von Tim Baumgarten und Benjamin Möhrle schloss Tobias Birkelbach in der 25. Minute mit dem 1:1-Ausgleich ab. Die Möglichkeiten für Rasch häuften sich, der Katzwanger Torhüter verhinderte jedes Mal im letzten Moment. Auch eine Riesenchance von Tobias Birkelbach, die er überragend meistern konnte. In der 44. Minute traf Tobias Birkelbach wieder nur den Innenpfosten, zum Glück sprang der Ball zurück ins Feld, und Benjamin Möhrle machte per Kopf die 2:1-Führung. Die Rascher hätten aufgrund der vielen Tormöglichkeit bis zum Pausenpfiff weitaus höher führen müssen. Die Gäste kamen hochmotiviert aus der Pause und drängten auf den Ausgleich. Dazu bedurfte es aber einer Fehlentscheidung des Referee, der den Gästen einen unberechtigten Einwurf zubilligte, der im unmittelbaren Verlauf den Katzwangern den 2:2-Ausgleich durch Heiko Tiessen bescherte (60.). So beflügelt drängte Katzwang weiter und nach einem Fehler im Rascher Spielaufbau schloss Max Thümler einen Konter mit der 2:3-Führung ab (71.). In der 88. Minute gelang dann Tim Baumgarten nach einem wiederum mustergültig vorgetragenen Angriff der 3:3-Ausgleich. Tobias Birkelbach hatte in der Nachspielzeit den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte aber mit einem Alleingang wieder an Keeper Lukas Mittereiter.

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