SC Feucht: Fabian Klose und Tim Ruhrseitz sind fraglich

Vorsicht ist geboten

Julian Schäf soll nach überstandener Verletzung heute Abend gegen den Würzburger FV in die Mannschaft des SC Feucht zurückkehren und der Defensive die nötige Stabilität verleihen. | Foto: Melanie Zink2021/09/SC-Feucht-Julian-Schaef-scaled.jpg

FEUCHT – Mit dem Würzburger FV ist um 19 Uhr der Tabellensechzehnte zu Gast im Waldstadion. Ihre Punkte
 holten die Unterfranken bislang allesamt auswärts. SC-Feucht-Trainer Florian Schlicker warnt: „Eine junge, talentierte Truppe“.

Schade, dass wir es bislang auswärts noch nicht so auf den Platz bringen“, hatte Feuchts Trainer Florian Schlicker vor dem vergangenen Auswärtsspiel beim TSV Karlburg noch gesagt. Worte, die seine Mannschaft offenbar erreicht haben. Denn beim anschließenden 2:0-Auswärtssieg vergangenen Sonntagabend zeigte seine Mannschaft eine konzentrierte Leistung von Beginn an und legte, durch die beiden schnellen Treffer von Torjäger Stephan König (6., 16.), bereits in der Anfangsviertelstunde den Grundstein für den zweiten Auswärtserfolg in dieser Saison.

Defensiv stand der SC Feucht im ersten Durchgang felsenfest, im Spiel nach vorne vollzogen die Zeidler häufige Positionswechsel, die es den Gastgebern schwer machten, Zugriff auf den Gegner und das Spiel zu bekommen.

Das alles unter den aufmerksamen Augen von Harald Funsch. Der neue Cheftrainer des Würzburger FV, der vor fünf Wochen die Mannschaft vom geschassten Berthold Göbel übernommen hatte, machte sich auf den Weg nach Karlburg, um den bevorstehenden Gegner unter die Lupe zu nehmen. Funschs Fazit? „Der SC Feucht hat eine tolle Truppe und ist sicherlich kein typischer Aufsteiger. Man merkt ganz klar, dass da gewisse Mittel vorhanden sind. Die Qualität der Mannschaft ist für einen Aufsteiger schon außergewöhnlich gut“, beschreibt Funsch die Leistung der Zeidler.

„Viel Erfahrung weggebrochen“

Mit Blick auf seine eigene Mannschaft sagt der erfahrene Trainer, der bereits den FC Würzburger Kickers, den TSV Karlburg, den TSV Kleinrinderfeld sowie den ASV Rimpar trainierte: „Uns sind viele wichtige Stützen und damit auch viel Erfahrung weggebrochen. Darum brauchen wir eine neue Hackordnung, eine neue Hierarchie in der Mannschaft. Außerdem hatten wir zuletzt einige verletzte Leistungsträger, die erst nach und nach zurückkommen.“ Mit sieben Zählern belegt Würzburg aktuell Tabellenplatz 16, das rettende Ufer (Platz 13, 1. FC Sand) ist fünf Punkte entfernt. „Wir laufen momentan der Musik hinterher“, weiß Funsch.

Auffallend: Alle sieben Punkte der laufenden Saison holte Würzburg in der Fremde. Eine Bilanz, die Funsch heute Abend nur allzu gerne ausbauen würde, aber: „Die Trauben hängen hoch in Feucht. Es wird eine schwierige Aufgabe für uns, der SC hat eine starke Truppe. Uns nur hinten reinzustellen wird nicht reichen, wir werden schon versuchen, Tore zu erzielen. Denn ohne ein Tor kann man schließlich kein Fußballspiel gewinnen“, kündigt Funsch einen mutigen Auftritt seiner Mannschaft an. Das wiederum dürfte Florian Schlicker wenig überraschen. Von nackten Ergebnissen lässt sich der Feuchter Trainer ebenso wenig blenden wie vom aktuellen Tabellenstand des heutigen Kontrahenten.

Achtung vor dem Umschaltspiel

Würzburg verfügt über eine junge und sehr talentierte Truppe“, sagt er, ehe er tiefer in die Gegneranalyse einsteigt: „Ich habe mit vielen Trainern, die heuer schon gegen sie gespielt haben, gesprochen. Viele von ihnen sind verwundert, warum Würzburg bislang erst sieben Punkte geholt hat. Denn sie stehen defensiv kompakt und beherrschen ein gutes Umschaltspiel. Es ist eine Mannschaft, die man erst einmal knacken muss.“ Vielleicht, so mutmaßt Schlicker weiter, sei die fehlende Konstanz der Würzburger Mannschaft nur der Jugendlichkeit geschuldet.

Um gegen das Team aus dem Tabellenkeller keine böse Überraschung zu erleben, hat Schlicker versucht, die Spannung im Training unter der Woche aufrechtzuerhalten. „Es war eine gute Trainingswoche von uns. Wir wollen unseren generellen guten Lauf, insbesondere den zu Hause, natürlich fortführen“, sagt Schlicker. Personell plagen Schlicker jedoch weiterhin große Sorgen. Nachdem Offensivspieler Fabian Klose unter der Woche krankheitsbedingt nicht trainieren konnte, ist mit einem Einsatz des 28-Jährigen auch heute Abend nicht zu rechnen. Auch Tim Ruhrseitz blieb den Trainingseinheiten fern, ein Einsatz des fünffachen Torschützen erscheint derzeit ebenso fraglich und dürfte sich wohl erst kurzfristig entscheiden.

Gute Nachrichten erreichen Schlicker hingegen aus der Defensivabteilung: Neben Lukas Ziegelmeier kehrt auch der etatmäßige Rechtsverteidiger Julian Schäf in die Mannschaft zurück. Mit 133 Regionalliga- und 40 Bayernligaspielen verfügt er über die Erfahrung, die dem Gegner in dieser Saison weitestgehend abgeht.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren