SC Feucht empfängt den ATSV Erlangen

„Ultraschwierig“, aber machbar

Nach der Punkteteilung gegen die DJK Gebenbach (2:2) visieren Julian Schäf (Nummer 16) und der SC Feucht im Heimspiel gegen den ATSV Erlangen drei Punkte an. | Foto: Daniel Frasch2021/11/SC-Feucht-Julian-Schaef-gegen-Gebenbach-scaled.jpg

Bayernliga Nord: Das 2:2 gegen Gebenbach bedeutet für den SC Feucht das vierte sieglose Spiel in Folge. 
Gegen den Aufstiegsaspiranten ATSV Erlangen soll diese Serie enden – Trainer Florian Schlicker sieht Grund für Optimismus.

Ist das Glas nun halb voll oder halb leer? Eine Frage, die sich nach dem 2:2-Unentschieden gegen die DJK Gebenbach unter der Woche viele der rund 250 Zuschauer gestellt haben dürften. Einerseits blieb der SC Feucht auch im zehnten Heimspiel der Saison ungeschlagen (sechs Siege, vier Unentschieden). Andererseits sorgte Gebenbachs Michael Jonczy mit seinem Ausgleichstreffer zum 2:2 sieben Minuten vor dem Ende dafür, dass die sieglose Serie des SC Feucht andauert. Seit nunmehr vier Partien wartet der Aufsteiger auf einen Dreier, von möglichen zwölf Zählern heimste die Elf von Trainer Florian Schlicker zuletzt nur zwei magere Punkte ein.

Das nagt natürlich an uns, die Jungs sind sehr kritisch im Umgang mit sich selbst“, hatte Schlicker bereits vor drei Wochen nach der enttäuschenden 0:1-Niederlage bei Don Bosco Bamberg gesagt. Nach der jüngsten Punkteteilung am vergangenen Dienstagabend klingen Schlickers Aussagen ähnlich. „Es ärgert uns, natürlich würden wir sehr gerne mal wieder drei Punkte einfahren. Aber man muss die vergangenen Wochen schon auch im Ganzen betrachten: Wenn du wochenlang nur mit neun, zehn Mann im Training arbeiten kannst und versuchst, möglichst verlustfrei durchzukommen, dann bekommst du solche Spiele wie gegen Gebenbach nun mal nicht über die Zeit“, sagt Schlicker.

Alle vier Innenverteidiger fehlten

Ein Beleg: Mit Tamino Gratz, Jonas Köstler, Max Hering und Junior Betsi Mbetssi stand dem Feuchter Coach gegen Gebenbach keiner der vier etatmäßigen Innenverteidiger zur Verfügung. Und dennoch sah Schlicker seine Mannschaft bis zur gelbroten Karte von Tim Ruhrseitz in der 70. Spielminute klar im Vorteil: „Bis dahin haben wir nur ganz wenig zugelassen und hatten eine Vielzahl an guten Möglichkeiten. Leider haben wir es verpasst, das 3:1 zu machen.“ Zufriedener als mit der Chancenverwertung war Schlicker dagegen mit der Moral seiner Truppe, ließ sie sich durch das 0:1 nicht aus der Ruhe bringen, sondern drehte die Partie bis zur Pause in eine 2:1-Führung. Ein Mutmacher für das bevorstehende Derby gegen den ATSV Erlangen (Freitag, 19 Uhr).

Wie dem Aufstiegsanwärter beizukommen ist, haben die Zeidler im Hinspiel Anfang August bewiesen, als sie nach schwacher erster Hälfte aus einem 0:1-Rückstand im zweiten Durchgang vorübergehend eine 2:1-Führung machten. Am Ende reichte es in der Hugenottenstadt beim 2:2 immerhin zu einem Punkt. „Es wird ein ultraschwieriges Spiel für uns“, lautet Schlickers Einschätzung vor dem Duell am Freitagabend. Vor der Saison hatten sich die Erlanger unter anderem mit den drei früheren Bayreuther Regionalliga-Spielern Christopher Kracun, Philip Messingschlager und Alexander Piller verstärkt.

Trainer mit Bundesliga-Erfahrung

Unter der Saison verpflichtete Erlangens Abteilungsleiter Jörg Markert dann mit Fabian Adelmann (29) einen neuen Trainer, der beim 1. FC Nürnberg unter Michael Köllner und Boris Schommers bereits Bundesligaluft schnuppern konnte. Erwartungsgemäß befindet sich der ATSV in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen (Rang vier), der Rückstand auf Spitzenreiter FC Eintracht Bamberg beträgt nur drei Zähler. Die Favoritenrolle liegt demnach bei den Gästen – zumindest auf dem Papier. Denn da ist ja immer noch die starke Heimbilanz der Zeidler.

Optimistisch stimmen Feuchts Trainer Florian Schlicker nicht nur die guten Ergebnisse im Waldstadion („zuhause sind wir stark“), sondern auch die Tatsache, „dass wir uns zuletzt eine Menge guter Tormöglichkeiten erspielt haben“. Will Schlickers Elf sechs Wochen nach dem letzten Sieg wieder drei Punkte bejubeln, müssen die gegen Erlangen in Tore umgemünzt werden. Dann hätte nicht nur die Sieglosserie ein Ende, dann dürften auch die Gläser im Anschluss an die Partie selten leer sein.

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