Hallenkreismeisterschaft

SV Rasch quälte sich in die Zwischenrunde

Der SV Rasch – hier eine Szene mit David Horil (am Ball) gegen Erasbach – geht trotz eines wenig überzeugenden Auftritts bei der Zwischenrunde am 8. Januar in Freystadt wieder aufs Parkett. | Foto: Keilholz2017/01/fussball.jpg

NÜRNBERGER LAND – Während der SV Rasch trotz eines wenig überzeugenden Auftritts als einer von acht Halbfinalverlierern durchs Hintertürchen gerade noch so in die Zwischenrunde der Hallenkreismeisterschaft gerutscht ist, stand sich das Trio SC Feucht II, TSV Feucht und TSV Winkelhaid, das in der Neumarkter Schulsporthalle West am Ball war, selbst im Weg und ist ausgeschieden.

Der SV Rasch, der in Freystadt auflief, begann mit Siegen gegen die A-Klassisten BSV Erasbach (5:3) und DJK Untermässing (3:0) zwar vielversprechend. Die folgende 0:2-Niederlage gegen Ligakonkurrent SV Postbauer hatte im Hinblick auf das Erreichen des Qualifikationsspiels für die Zwischenrunde zwar keine Bedeutung, war aber ein erster Schuss vor den Bug. Das 1:6 im KO-Spiel gegen Gastgeber TSV Freystadt – nach der 1:0-Führung durch Tobias Birkelbach brachen bei Kapitän Florian Kampka und seinen Mitspielern in den letzten sechs Spielminuten alle Dämme – war dann jedoch ein ernüchternder Abschluss des Hallenauftritts des heimischen Kreisligisten.

Während die Rascher Jungs trotzdem mit sechs Punkten und 9:11 Toren als einer von acht Verlierern der KO-Spiele weitergekommen sind und am 8. Januar wieder an gleicher Stelle am Ball sind, kegelte sich beim Turnier in Neumarkt das Trio aus dem Nürnberger Land selbst aus dem Wettbewerb.

Die zweite Mannschaft des SC Feucht, die in ihrem Auftaktspiel durch ein Tor von Kay Vonau den Lokalrivalen TSV Feucht mit 1:0 bezwungen und sich gegen den TSV Winkelhaid mit 1:1 (Tor: Denis Kurakao) die Punkte geteilt hatte, verspielte im abschließenden Gruppenspiel gegen den FSV Berngau (2:2) eine 2:0-Führung. Dabei schien das Team um Kapitän Julian Hampl durch zwei schnelle Tore von Kay Vonau auf dem bestem Weg zum Sieg, doch der Spitzenreiter der Kreisklasse Süd schaffte in der Schlussphase noch den Gleichstand.

Der TSV Winkelhaid, der seinerseits gegen Berngau eine 3:0- und 4:2-Führung ebenso leichtfertig aus der Hand gegeben hatte, kam in seinem letzten Spiel gegen den TSV Feucht nicht über ein 2:2 hinaus und verpasste damit die KO-Runde.

Den Fußballern vom Segersweg ist zugute zu halten, dass sie nach den beiden vorangegangenen knappen Niederlagen – dem 0:1 gegen die SC-Reserve folgte ein äußerst unglückliches 2:3 gegen Berngau – das für sie selbst bedeutungslos gewordene Spiel gegen Winkelhaid nicht her schenkten.

Stattdessen vermasselten Kapitän Sebastian Löhr und sein Team dem Kreisligakonkurrenten die Tour. Kapitän Löhr brachte seine Farben 1:0 in Front, die Rico Neubert zwar postwendend ausglich. Nach der erneuten Führung für die Kicker vom Segersweg durch Oliver White kam der 2:2-Ausgleich von Marcel Diaco 16 Sekunden vor Schluss für Winkelhaid zu spät, um das Spiel noch drehen zu können.

Durch das Unvermögen der Winkelhaider erreichte die zweite Garde des SC Feucht neben Berngau mit fünf Punkten die KO-Runde. Im Duell gegen den TSV Wolfstein um den Einzug in die Zwischenrunde ereilte die SC-Reserve dann aber ebenfalls das Aus.

In einer lange Zeit auf des Messers Schneide stehenden Partie war SC-Torhüter  Sven Gordzielik, der sogar einen Sechsmeter-Strafstoß famos mit dem Fuß pariert, lange der Garant des 0:0. Dann jedoch erwies Lucas Pöperny seinem Team einen Bärendienst, als er gegen eine Schiri-Entscheidung von Andrea Zech (Mörsdorf) vehement protestierte, gelb sah und die Unparteiische weiter verbal anging, bis er auch noch den gelb-roten Karton unter die Nase gehalten bekam. Die Konsequenz daraus war, dass seine Kameraden zwei Minuten in Unterzahl spielen mussten, was nur bis 1:45 Minuten vor Ablauf der Uhr gut ging. Dann war es Jens Beitelstein, der die Lücke fand und die Wolfsteiner jubeln ließ. Dessen Bruder Tim machten 35 Sekunden vor Schluss mit dem 2:0 den Deckel drauf.

Im zweiten KO-Spiel setzte sich A-Klassist SV Stauf mit 5:4 (2:2) nach Sechsmeterschießen gegen den FSV Berngau durch, für den die sechs Punkte aus der Vorrunde jedoch reichten, um bei der Zwischenrunde dabei zu sein.

Beim Turnier in Pleinfeld lösten die SG Ramsberg/St. Veit (1:0 gegen Heideck) und die Sfr. Hofstetten (3:1 gegen DJK Göggelsbuch) das Ticket zur Zwischenrunde. Ebenfalls weitergekommen ist der TSV Heideck.

Halle Neumarkt West

Gruppe 9
TSV Wolfstein – DJK Neumarkt 3:0; SV Stauf – SV Höhenberg 2:0; Wolfstein – Stauf 3:4; Höhenberg – DJK Neumarkt 0:1; DJK Neumarkt – Stauf 6:4; Höhenberg – Wolfstein 1:3
Tabelle: 1. TSV Wolfstein 9:5 (6:4) Tore/6 Punkte; 2. SV Stauf 10:9 (8:9)/6; 3. DJK Neumarkt, 7:7 (6:7)/6;  4. SV Höhenberg, 1:6/0

Gruppe 10
TSV Winkelhaid – FSV Berngau 4:4; SC Feucht – TSV Feucht 1:0; Winkelhaid – SC Feucht 1:1; TSV Feucht – Berngau 2:3; Berngau – SC Feucht 2:2; TSV Feucht – Winkelhaid 2:2
Tabelle: FSV Berngau, 9:8 Tore/5 Punkte; 2. SC Feucht, 4:3/5; 3. TSV Winkelhaid, 7:7/3; 4. TSV 04 Feucht, 4:6/1

Halbfinale
TSV Wolfstein – SC Feucht    2:0
FSV Berngau – SV Stauf     4:5 (2:2) n. 6m-Schießen

Halle Freystadt

Gruppe 11
TSV Freystadt – Türkspor Freystadt 3:0; SG Möning/Rohr – SG Forchheim/Sulzkirchen 1:3; TSV Freystadt – Möning/Rohr 2:1; Forchheim/Sulzkirchen – Türkspor Freystadt 1:1; Türkspor Freystadt – Möning/Rohr 0:1; Forchheim/Sulzkirchen – TSV Freystadt 0:4

Gruppe 12
SV Postbauer – DJK Untermässing 4:0; BSV Erasbach – SV Rasch 3:5; Postbauer – Ersabach 6:3; Rasch – Untermässing 3:0; Untermässing – Erasbach 0:4; Rasch – Postbauer 0:2
Tabelle: 1. SV Postbauer, 12:3 Tore/9 Punkte; 2. SV Rasch, 8:5/6; 3. BSV Erasbach, 10:11/3; 4. DJK Untermässing, 0:11/0

Halbfinale
TSV 06 Freystadt – SV Rasch        6:1

SV Postbauer – SG Forchheim/Sulzkirchen    1:0

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz