Segelfliegen

Starker Saisonstart für die LSG Hersbruck

Bei bestem Segelflugwetter führten die Flüge an Pfingsten bis weit nach Tschechien. Das Foto entstand nördlich von Pilsen (rechts). | Foto: Stefan Harries2020/06/2020-06-02-scaled.jpg

HERSBRUCK – Wie alle anderen Vereinssportarten hatten auch die Segelflieger lange mit dem Saisonstart warten müssen. Zwischendurch befürchtete man sogar, dass das Jahr 2020 komplett abgeschrieben werden muss. Doch nun läuft der Neustart – auch für die LSG Hersbruck.

Seit Mitte Mai dürfen die Hersbrucker wieder fliegen. Und dabei ging es gleich von null auf 100 richtig gut los. Mehrere herausragende Flüge von über 700 Kilometern – unter anderem von Stefan Harries (752 und 735 Kilometer) und Gunther Münzenberg (701 Kilometer) – und viele weitere hervorragende Einzelleistungen besonders der Nachwuchspiloten sorgten für eine prima Bilanz.

In den ersten drei Wochen kamen so neben vielen Schul- und Überprüfungsstarts 62 Streckenflüge mit insgesamt über 18 000 Kilometern zusammen. Besonders die erste Pfingstferienwoche, in der ein mehrtägiges Intensivierungstraining organisiert wurde, bescherte den Hersbruckern zumindest von Montag bis Mittwoch hervorragende Bedingungen.

Gerade die Nachwuchspiloten machten hier große Fortschritte und steckten ihre persönlichen Grenzen immer weiter. So glänzten Matthias Lösch mit einem 447 Kilometer-Flug rund um Nürnberg und Stefan Lutz mit einer neuen persönlichen Bestleistung über 555 Kilometer. Aber auch Nico und Tanja Ziegler sowie Ferdinand Harries, Christoph Hofer und David Schatt lieferten sehr gute und oft auch schnelle Flüge ab.

Ohne Fortune

Hohe Schnittgeschwindigkeiten sind auch Voraussetzung, um in der zweiten Segelflug-Bundesliga den Klassenerhalt zu sichern. Ausgerechnet hier waren die Hersbrucker, die ja schon seit vielen Jahren erfolgreich den ganz großen Segelflugvereinen in Deutschland Paroli bieten, in den ersten beiden Runden glücklos. Waren es in Runde eins sportliche Defizite in Form von Außenlandungen, die lediglich zu einem einzigen Trostpunkt führten, musste in Runde zwei bei Dauerregen zugesehen werden, wie die Vereine in Norddeutschland punkteten.

So blickt Sportreferent Gunther Münzenberg gespannt auf das kommende Wochenende und hofft auf ein Wetterfenster, um die wichtigen Punkte für eine Aufholjagd in der Tabelle sammeln zu können. Sein Saisonziel ist klar der Klassenerhalt in der zweiten Liga. Vor dem Hintergrund von Aufbauarbeit beim Nachwuchs und der dünnen Personaldecke der Hauptmannschaft ein durchaus ambitioniertes Vorhaben.

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