Aktion der Leichtathleten

Staffellauf durch das Nürnberger Land

Die Teilnehmer des FC Reichenschwand sowie die der LG Hersbrucker Alb (Bild) trugen den Staffelstab durch den Landkreis. | Foto: privat2021/04/210403-210411-93.-Staffelstab-auf-Reisen.jpg

NÜRNBERGER LAND – Und es gibt ihn doch, den Landkreislauf, auch in Corona-Zeiten. Nicht als Massenevent mit gemeinsamen Starts, sondern als Initiative, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen: So wurde quasi von Haustür zu Haustür ein Staffelholz weitergereicht.

Angespornt durch eine ähnliche Veranstaltung in Baden-Württemberg, hatte Kreisvorsitzende Manuela Bolanz aus Röthenbach die ungewöhnliche Idee an die Vereine herangetragen, die letztendlich auch breiten Zuspruch fand. Schnell einigte man sich auf die Formalitäten. So bekam jeder Verein eine Woche Zeit, um seine Strecken zu absolvieren. Außerdem waren die Vereine und die Athleten angehalten, die Corona-Regeln einzuhalten.

Die Reise startete bei der LG Röthenbach mit 15 Etappen, 20 Läufern und 83 Kilometern. Sie machte dann Station bei der LG Lauf mit 21 Etappen, 150 Kilometern und 29 Läufern, die sich bis nach Osternohe durchschlugen.

60 Läufer auf 41 Etappen

Es folgten sieben Familien-Etappen des FC Reichenschwand, an denen sich in Summe 18 Aktive inklusive deren Angehörige beteiligten. Meist über weitläufige Umwege in und um Reichenschwand kamen so über 97 Gesamt-Kilometer zustande, wobei die längste Einzeldistanz über 22 Kilometer nach Hersbruck führte.

Dort wollten überraschend viele Teilnehmer die LG Hersbrucker Alb unterstützen. So waren es insgesamt 60, die sich auf 41 wohl geplante und organisierte Etappen verteilten. Die meisten Streckenabschnitte wurden bei herrlichem Wetter direkt in Hersbruck und bis nach Offenhausen von der Liste genommen.

Trio im Schnee

Etwas kühler hatten es die Teilnehmer aus Kucha, Oberndorf, Prosberg, Kruppach und Deckersberg. Bei eisigen Temperaturen und Schneefall wagten sich dann nur drei Teilnehmer auf die Piste, allerdings von Happurg über Altensittenbach bis nach Steinensittenbach. Nach einem Tag Schneepause ging es von Enzendorf über Artelshofen weiter nach Vorra – bei immer noch sehr kalter Witterung. Eine deutliche Wetterbesserung wurde genutzt, um von Vorra nach Eschenbach und nach Hohenstadt zu laufen. Dann ging’s weiter nach Weigendorf, zurück nach Hartmannshof und anschließend über Alfeld nach Wettersberg.

Zum Schluss waren zwei Etappen von Wettersberg über den Stausee nach Hohenstadt angesagt, um auf der längsten Etappe das Staffelholz bis nach Ernhofen bei Weißenbrunn zu bringen. Am Ende standen für die LG stolze 221 Kilometer und viel positives Feedback von allen Teilnehmern zu Buche.

In und um Altdorf ging die Veranstaltung mit elf Läuferinnen und Läufern auf zehn Etappen und rund 38 Kilometern zu Ende. Damit hatten alle Sportler gemeinsam 589 Kilometer abgespult.

Bernd Buchwald/
Werner Schrauf

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