Landkreislauf Regensburg

Shako Rahmanpour, ein „Läufer mit Herz“

So kennt man Shako Rahmanpour vom MTP Hersbruck (links): Schnell unterwegs und immer ein Lachen im Gesicht.
So kennt man Shako Rahmanpour vom MTP Hersbruck (links): Schnell unterwegs und immer ein Lachen im Gesicht. | Foto: S. Frisch2019/09/Shako_Rahmanpour.jpg

REGENSBURG – Soziale Medien verbinden – in diesem Fall ganz besonders erfolgreich getan: Nach einer Facebook-Anfrage von Teamchef Markus Rajzer streifte sich Shabab „Shako“ Rahmanpour vom MTP Hersbruck beim Landkreislauf Regensburg das bunte Trikot der „Läufer mit Herz“ über – und rannte auf dem neunten Teilstück zum Sieg.

Der sportliche Erfolg stand bei dem Rennen allerdings nur an zweiter Stelle. Zu aller erst gingen die Läufer mit den auffälligen, von einem deutlich lesbaren „Mensch“-Schriftzug und einem Regenbogen gezierten Trikots zu Ehren der vor zwei Jahren bei einem Trainingsunfall ums Leben gekommene Julia Viellehner an den Start. Die Triathletin und Marathonläuferin war im Mai 2017 beim Radtraining im italienischen Cesena von einem Lkw angefahren worden und wenige Tage später ihren schweren Verletzungen erlegen.

Das passt genau zum anliegen von „Läufer mit Herz“-Gründer Markus Rajzer, einem leidenschaftlichen Marathonläufer der 2005 an Krebs erkrankte und seitdem seine Passion immer mit einem guten Zweck verbindet und für diese Idee inzwischen viele Mitstreiter gefunden hat.

Mensch sein beim Laufen

Shako Rahmanpour musste denn auch nicht lange überlegen, als er auf Facebook die Anfrage für Regensburg entdeckte. „Das ist cool, klar bin ich da dabei“, sagte sich der 26-jährige Iraner, der 2015 als Asylbewerber nach Happurg kam, „Mensch sein war ja auch Julias Lieblingsspruch.“

Seit einigen Wochen absolviert Shako mit seinem Coach Michael Kraus vom Tri-Team Frankenalb ein hartes Vorbereitungsprogramm auf sein „Herbst-Highlight“, den Frankfurt Marathon Ende Oktober. Da kam der Start auf dem mit 10,1 Kilometer längsten Teilstück – einem nahezu brettebenen Abschnitt zwischen Eltheim und Kiefenholz – als „Härtetest“ gerade recht. Trotz kräftigen Windes absolvierte der Wahl-Happurger die Strecke in guten 34,18 Minuten, gewann damit die neunte Etappe und trug damit seinen Teil zum dritten Platz der „Läufer mit Herz“ im Gesamtklassement bei.

„Das hat einen Mordsspaß gemacht“, erzählte Shako Rahmanpour bei seinem Besuch in der HZ-Redaktion. Nächster Zwischenstopp auf dem Weg nach Frankfurt sind am 29. September die 10 Kilometer von Röthenbach, ein sehr schnelles Rennen, bei dem er mit etlichen Teamkollegen vom MTP Hersbruck nicht fehlen darf.

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