Start beim Lieblingsrennen

Shako Rahmanpour beim Hilpoltsteiner Halbmarathon in bestechender Form

Lange lief Shako Rahmanpour (gelbes Trikot) beim „HiRo Run“ einträchtig neben Johannes Weizinger (Nr. 645), dann gab der Wahl-Happurger mächtig Gas. | Foto: Sabine Frisch2019/04/received_419712135484904.jpeg

HILPOLTSTEIN – Sieben Tage nach seinem „Leidensweg“ beim Hannover Marathon hat Shahab „Shako“ Rahmanpour bei seinem Lieblingsrennen eine neue Halbmarathon-Bestzeit aufgestellt – auch für ihn selbst völlig überraschend.

Viel wichtiger noch als die neue Bestmarke von 1:13:57 Stunden über die 21,1 Kilometer ist dem für das Marathon Team Pegnitztal aus Hersbruck startenden Iraner aber eines: „Ich will Spaß haben beim Laufen“. Und den hatte der 26-Jährige trotz der recht hügeligen Strecke mit ihren knapp 100 Höhenmetern, davon zeugen alle Fotos von unterwegs, auf denen er fast ausnahmslos mit einem breiten Lächeln im Gesicht zu sehen ist.

„Wenn’s läuft, läuft’s halt“, sagt Shako. Er wollte bei seiner Lieblingsveranstaltung – bei der er vor zwei Jahren seinen allerersten Halbmarathon überhaupt bestritt – eigentlich nur „ausprobieren, wie es meinen Beinen geht“. Die hatten ihm eine Woche zuvor in der niedersächsischen Landeshauptstadt noch wiederholt den Dienst versagt.

Beim „HiRo-Run“ aber funktionierten sie blendend. „Ich konnte richtig Gas geben“, erzählt er. Für die ersten zehn Kilometer benötigte er etwas über 35 Minuten. Danach zog er sein Tempo noch ein wenig mehr an und lief das „Loch“ zum zuvor schon deutlich enteilten Jürgen Wittmann aus Coburg zu.

Mit letzter Kraft

Mit seinem langen „Zielsprint“ hätte Shako Rahmanpour dann beinahe auch noch den lange führenden Peter Riccardo Santangati Rang drei weggeschnappt. Gerade einmal 15 Sekunden fehlten ihm am Ende auf den lange Führenden. Dieser musste auf den letzten Kilometern den späteren Sieger Stefan Böllet (1:12:09) und den 2018 bei der Leichtathletik-EM gestarteten Sebastian Reinwand (1:12:44) passieren lassen. Reinwand will übrigens beim Roth Challenge-Triathlon im Juli die Acht-Stunden-Marke knacken.

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