HC Hersbruck siegt über Erlangen-Niederlindlach II

Schlussspurt über 30 Minuten

Jannis Kohl tat sich in der Partie gegen die HSG/SGS Erlangen-Niederlindlach II als treffsicherer Siebenmeterschütze hervor. | Foto: Porta2020/03/DSC-1995.jpg

HERSBRUCK (hc) – Eine starke zweite Halbzeit reichte dem HC Hersbruck, um den Tabellenachten aus Heßdorf mit einer klaren Niederlage nach Hause zu schicken.

Zu Beginn der Partie brachte Trainer Randolf Weyland auf der Linksaußenposition Fabian Raum, ansonsten liefen die Herren des HC Hersbruck in der gewohnten Formation auf. Die Abwehr stand sicher, auch waren die Gäste relativ harmlos, Torchancen entstanden eher aus Zufall.
Allerdings zeigte sich auch der HC-Angriff eher statisch. Die Schwarzweißen vermochten die durchaus träge Abwehr der Gäste nicht in Bewegung zu bringen, nahmen sich zu oft „Halbchancen“, die der Keeper der HSG/SGS Erlangen-Niederlindlach II ein ums andere Mal entschärfte.

In der 17. Minute stand es noch 4:5 gegen Hersbruck, als Jannis Kohl und Oscar Dannhäuser aufwachten und mit einem Dreierpack den ersten Zwei-Tore-Vorsprung zum 7:5 herstellten. Der erwartete Schub dadurch blieb aus, bis zur Halbzeit sahen die zahlreichen Zuschauer im Sportzentrum ein beidseitiges Quälen (9:9).

Fünf von sechs

In Hälfte zwei bot sich plötzlich ein völlig anderes Bild: Leon Utz war nun für den glücklos agierenden Eric Gast auf dem Feld. Er nutzte die Lücken der Gästeabwehr ein ums andere Mal, wurde entweder strafwurfreif gefoult, oder traf selbst. Als neuer Siebenmeterschütze zeichnete sich Jannis Kohl aus, er brachte in knochentrockener Art fünf von sechs Strafwürfen im Kasten unter; den sechsten verwandelte er im Nachwurf.

Spielmacher Oscar Dannhäuser zog variabel die Fäden, setzte die einstudierten Abläufe um, um die Abwehr in Bewegung zu bringen, und spielte Kreisläufer Elias Thiel immer wieder schön an. Der dankte es seinem Team mit sicherer Ausbeute. Beim Stand von 19:12 in der 45. Minute glaubte man, das Spiel im Sack zu haben.

Wieder Ballverluste

Allerdings schlichen sich nun wieder Ballverluste und Nachlässigkeiten im Abwehrverband ein. Die HSG verkürzte auf drei Tore Rückstand (21:18). Nach einer Auszeit vier Minuten vor Spielende legten die Hausherren wieder einen Zahn zu und stellten das dem Spielverlauf entsprechende Endergebnis von 24:18 sicher.

Der HC Hersbruck festigte damit seine Position im Spitzenquartett der Tabelle, allerdings ohne Tuchfühlung nach ganz oben.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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