SK Lauf unterliegt SV Seligenporten 1:5

Pokal-Aus für den letzten Underdog

Der SK Lauf wirbelte die favorisierten Gäste des öfteren durcheinander, musste sich am Ende aber dem Bayernligisten doch klar geschlagen geben. Das Bild zeigt den Laufer Torschützen Dominik Hofmann (in Grün) im Laufduell mit Seligenportens Kamron Crow. | Foto: A. Gumann2018/08/BFV-Pokal-SKL-SVS-96-net.jpg

LAUF (fh) — Es begann vielversprechend für den SK Lauf, doch am Ende musste sich der letzte im Wettbewerb verbliebene bayerische Kreispokalsieger mit einer mehr als deutlichen Niederlage aus dem Verbandspokal verabschieden. Weder aus dem frühen Führungstreffer noch aus dem Platzverweis für Seligenportens Doppeltorschützen Kobrowski konnten die Laufer an diesem Abend Kapital schlagen. Mit 5:1 setzte sich am Ende der favorisierte Bayernligist SV Seligenporten durch.

Die Anfangsminuten waren eher überschaubar, ehe die Klosterer sich mal über Mergim Bajrami durchkombinierten, jedoch ging sein Versuch aus 17 Metern knapp am linken Pfosten vorbei (4.). Der SK Lauf hatte die erste Ecke von links nach schönem Angriff über Tim Sohr. Am kurzen Pfosten fällte Marco Janz hörbar Alexander Kraus. Schiedsrichter Torsten Wenzlik zeigt auf den Punkt: Dominik Hofmann verlud SVS-Tormann Simon Kunze zur frühen 1:0-Führung des Underdogs (11.). Seligenporten war in den folgenden Minuten bemüht, aber recht harmlos. Mal ein Schuss von Marco Wiedmann, aber kein Problem für SK-Keeper Alexander Mayer.
In der 22. Minute dann aber doch das erste Tor es Bayernligisten: Wiedmann flankt von links in die Mitte, die Laufer Abwehr kann nicht entscheidend klären und Raffael Kobrowski trifft zum verdienten Ausgleich am langen Pfosten.
Beim 2:1 war wieder der Antreiber des SVS entscheidend beteiligt: Wiedmann erobert den Ball in der eigenen Hälfte von Hofmann. Nach Pass auf Kobrowski zieht dieser kurz in die Mitte und steckt durch auf den startenden Mergim Bajrami, der allen davonläuft, vor Mayer die Ruhe behält und diesen überlupft (33.).
Kurz darauf ein Linksschuss im Sechzehner der Laufer durch Marco Wiedmann, aber zu schwach. Vor der Pause haben die Hausherren noch zwei Situationen im SVS-Sechzehner, aber beide verpuffen. In der Nachspielzeit war dann Wiedmann durch, nachdem ein Laufer Verteidiger ausgerutscht war. Statt selbst das 3:1 zu machen, legt er nochmal quer auf Wunderlich, der aus spitzem Winkel dann aber an Mayers Fußabwehr scheitert.
Zur Pause führt der SVS verdient, aber hat sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Spielerisch lief auf beiden Seiten wenig, vom kämpferischen Einsatz war den Mittelfranken aber kein Vorwurf zu machen.
Dann ging es weiter: Andreas Bauer setzt sich am linken Flügel in Höhe des Fünfers durch, aber die Flanke wird vom Laufer Keeper abgefangen (49.). Nach schönem Pass von Tim Sohr hat wieder Dominik Hofmann die Gelegenheit, ein Tor für den Bezirksligisten zu erzielen, aber der Schuss wird von Nico Moos geblockt.
Mergim Bajrami zog dann mal aus 26 Metern Distanz ab; Mayer pariert aber sicher. Im Gegenzug der Laufer Konter, aber Simon Kreisels Ausfahrt hieß SVS-Keeper Simon Kunze. In der 56. Minute dann aber das 3:1 für Seligenporten durch einen schönen Spielzug über Bajrami. Dieser bediente Wiedmann, der weiterleitet zu Raffael Kobrowski, der aus 14 Metern kraftvoll zum 3:1 vollstreckt.
Doch nur zwei Minuten später blieb Raffael der Jubel im Hals stecken. Der Doppeltorschütze musste nach einem dummen Foul vom Platz; Lauf nun eine halbe Stunde in Überzahl, die Klosterer mussten mehr laufen. Michael Pfeifer, der Sportliche Leiter, der SVS-Trainer Hendrik Baumgart an der Seitenlinie vertrat, reagierte: Er nahm Flügelspieler Tim Wunderlich heraus und brachte Außenverteidiger Theodorus Petrakis ins Spiel.
Zehn Minuten mussten sich dieHeimfans gedulden, dann die erste dicke Gelegenheit für Lauf — wieder über eine Standardaktion. Maik Gunawardhana brachte den Ball von links an den langen Pfosten. Janz verschätzte sich, doch Marius Mauder war zu überrascht und setzte den Ball nur rechts neben den Pfosten.
Das Spiel wurde nun ruppiger, immer weniger Fußball, immer mehr Karten. Vor allem Seligenporten probierte es oft mit unfairen Mitteln. Die Klosterer verwalteten die Führung, Lauf nur mit wenigen zwingenden Chancen, die Mittel fehlten dann doch zumeist.
Die Entscheidung in der 81. Minute: Der SVS spielt es klug hinten raus, der eingewechselte Ekren Fletcher zeigt den Laufweg an, Janz bedient ihn mustergültig per langem Ball. Der Stürmer aus Knoxville, Tennessee, geht an allen vorbei und tunnelt Keeper Mayer zum 4:1. Zwei Minuten später macht es Fletcher erneut ganz stark, behauptet den Ball in der Luft, zieht mit rechts ab zum 5:1-Endstand aus Sicht der Klosterer.

Tore: 1:0 (11./FE) Dominik Hofmann, 1:1 (22.) Raffael Kobrowski, 1:2 (32.) Mergim Bajrami, 1:3 (55.) Raffael Kobrowski, 1:4 (81.) Ekren Fletcher, 1:5 (83.) Ekren Fletcher. Gelb/Rote Karte: 57. Raffael Kobrowski (SVS) wegen wiederholtem Foulspiel. Schiedsrichter: Torsten Wenzlik (TSV Velden). Zuschauer: 120.

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