Feldbogenschießen

Mit Pfeil und Bogen durch Wald und Flur

Fritz Ortner BS Feucht wurde Bezirksmeister in seiner Klasse. | Foto: Schuster2019/04/IMG_0824.jpg

FEUCHT – Athleten aus Feucht und Moosbach traten bei den Bezirksmeisterschaften im Feldbogenschießen an. Einige dominierten in ihrer jeweiligen Klasse sogar das Turnier.

Zum allerersten Mal haben sich die besten 62 Feldbogenschützen zu einer Bezirksmeisterschaft getroffen. In Feld, Wald und Wiese traten sie im hügeligen Gelände südlich des Bronner Sportgeländes an. Fünf Kilometer lang war der Parcous. „Die Sicherheit steht für uns an erster Stelle, an diesem Sonntag fliegen schließlich rund 5000 Pfeile durch die Luft“, erklärte Kampfrichter Benjamin Reißinger.

Ein Pfeil ging verloren

Anders als bei der Wertung auf der Bogenwiese oder in der Halle, zählen beim Feldbogenwettkampf die Treffer ins Gold hier nur fünf oder sechs Ringe.

Stand 20 am ehemaligen Steinbruch. Für viele Schützen schwierige Aufgabe. Rechts Hans Brunner BS Feucht. Foto: Schuster2019/04/IMG_4154.jpg

Bergauf, bergab dem Gelände angepasst, waren vier verschiedene Scheibengrößen zu treffen. Unterschiedliche Entfernungen zwischen fünf und 60 Metern mussten geschätzt werden. Wenngleich auch die alten Hasen unter den Schützen die Distanz berechnen, so landen doch immer wieder Pfeile neben der Zielauflage die 20 bis 80 cm im Durchmesser betragen kann. So passiert auch bei Fabian Obst. Ein Pfeil des routinierten Schützen aus Feucht wurde nicht mehr gefunden.

Für alle Schützen war das Auf und Ab im Gelände genauso erschwerend wie das Licht und Schattenspiel zwischen den Bäumen. Jeder Schütze muss innerhalb von drei Minuten seine Pfeile lösen.

Kälte sorgt für Probleme

Fritz Ortner erkämpfte sich mit seinem Compoundbogen die Tagesbestleistung mit 360 Ringen und wurde Bezirksmeister. Dennoch hatten ihm Kälte und mangelnde Trainingsmöglichkeiten zu schaffen gemacht. „Ich hab ja noch nicht im Freien trainiert und die Hallensaison ist gerade erst zu Ende gegangen“, merkt der Feuchter im Gespräch an.

Ebenfalls mit dem Compoundbogen war sein zwei Jahre jüngerer Vereinskamerad Claus Riedel aktiv. In seiner 4er-Gruppe waren zwei Blankbogen- und ein Recurveschütze dabei. Somit hatte er im Wettkampfverlauf keine Vergleichsmöglichkeiten bei seinen Treffern. Am Ende wurde Riedel Vizemeister in seiner Klasse.

In der Masterklasse mit dem olympischen Recurvebogen musste Jürgen Reinfelder vom SV Moosbach gegen starke Konkurrenten antreten. Für ihn gab es bei der Siegerehrung Bronze.

Obst wird Vizemeister

Für die Neumarkter Bogenschützen nahm in der Herrenklasse Fabian Obst teil. Der Feuchter hatte bereits Erfahrungen bei Deutschen Feldbogenmeisterschaften sammeln können. Hierbei stand er 2016 schon mit Bronze auf dem Podest.  In Bronn unterlag er knapp Johannes Wiesheier vom BSC Schnaittach und wurde Vizemeister bei den Herren.

N-Land Udo Schuster
Udo Schuster