16:34-Pleite beim Bayernliga-Auftakt

Lehrstunde für Winkelhaider Aufsteiger

TSV Winkelhaid HSV Bergtheim
TSV-Coach Sebastian Wilfling hat noch viel zu tun, um seine Spielerinnen Bayernliga-tauglich zu machen. | Foto: Zink2019/09/20180415_stadeln_winkelhaid_juera_0028-2.jpg

WINKELHAID – Das Abenteuer Bayernliga beginnt für die Handballerinas des TSV Winkelhaid gleich mal mit einem ordentlichen Dämpfer. Nach einem Spiel mit vielen technischen Fehlern verloren die TSV-Mädels beim HSV Bergtheim verdient mit 16:34 (16:10).

Zu Beginn konnten die Winkelhaiderinnen noch mithalten. Aufbauend auf einer guten Abwehr erzwangen die Gäste einfache Fehler der Heimmannschaft. Leider konnten sie schon in dieser Phase keinen Profit aus diesen Ballgewinnen schlagen. Im Angriff vertändelten sie reihenweise den Ball und belohnten sich so nicht für die gute Abwehrleistung.

Da aber auch die Heimmannschaft keine Souveränität zeigte, stand es nach 17 Minuten noch 5:5. Dies nötigte die Trainerinnen der Heimmannschaft, Gerlinde Lichtlein und Michaela Lehnert, zu ihrem ersten Team Time Out. Die Auszeit zeigte Wirkung, und Bergtheim konnte mit Toren von Lisa Seibert und Tina Hartl zum Stand von 8:5 eine erste Führung herausspielen.

Winkelhaids Auszeit verpufft

Mit der eigenen Auszeit versuchte Winkelhaids Trainer Sebastian Wilfling, seine Mannschaft noch einmal wachzurütteln und appellierte an alle, die technischen Fehler endlich zu minimieren. Allerdings vergebens. Weiterhin rannten sich die Damen des TSV in der guten Abwehr der Bergtheimerinnen fest oder produzierten ohne Not technische Fehler oder nahmen unvorbereitet Rückraumwürfe. Dies nutzten die schnellen Außenspielerinnen der Heimmannschaft gnadenlos aus. Folgerichtig ging es mit dem Stand von 16:10 in die Halbzeit.

Nach der Pause glich das Spiel dem wieder der ersten Hälfte. Technische Fehler am laufenden Band und schlechte Chancenverwertung im Angriff sowie mangelnder Zugriff auf die Gegenspielerinnen in der Abwehr ermöglichte den Bergtheimerinnen, das Spiel nach zehn Minuten nach Wiederanpfiff dann endgültig für sich zu entscheiden (Stand 23:13). Die Heimmannschaft zeigte den Bayernliga-Neulingen eindrucksvoll, wie Handball aussehen kann. Jede Spielerin schaffte es, Dominanz auszuüben und gleichzeitig ihre freie Nebenfrau zu finden.

TSV behäbig und ideenlos

Dahingegen sah der Winkelhaider Angriff behäbig und ideenlos aus. Selbst Pässe über zwei Meter verfehlten zu oft ihr Ziel und luden die Bergtheimerinnen zu einfachen Toren ein. Nach 60 Minuten zeigte die Anzeigentafel ein desaströses 34:16.

Das erste Bayernliga-Spiel der Winkelhaiderinnen seit vier Jahren ging deutlich schief. Jede Akteurin musste jetzt selbst erfahren, dass der Unterschied zwischen Bayernliga und Landesliga groß ist und die technischen Fehler schnellstmöglich verringert werden müssen. Unter der Woche werden die Damen speziell an diesem Punkt arbeiten und alles dafür geben, dass das erste Heimspiel auch die ersten Punkte in dieser noch jungen Spielzeit bedeutet.

Trainer Wilfling setzt auf Lerneffekt

„Das Spiel war sehr lehrreich für uns alle. Wir sind gegen einen guten Gegner in die Saison gestartet und haben verdient verloren. Trotzdem hat meine Mannschaft durch dieses Spiel viel gelernt und wird gestärkt aus dieser Niederlage hervorgehen“, so Trainer Sebastian Wilfling.

Für den TSV Winkelhaid spielten: Tanja Seger, Lena Bauer (beide im Tor). Räbel (1); Seidel; Götz, V. (8/2); Meyer; Paech; Götz, K. (4/1); Spychala (1); Bachmeier (1); Wanzek (1).

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