Inklusionsturnier am Samstag

Kicken für mehr Respekt und Toleranz

Beim Begegnungscup haben die Inklusionsfußballer des SV Altensittenbach (blaue Trikots) in den vergangenen beiden Jahren schon beeindruckt – jetzt spielen sie mit anderen Inklusionsteams um den ersten „Social Cup“. | Foto: Porta2019/11/DSC_9894.jpeg

HERSBRUCK  – Der „Motor“ des bayerischen Inklusionsfußballs läuft weiter auf Hochtouren: Am kommenden Samstag startet der SV Altensittenbach mit seinem „Social Cup“, einem Hallenturnier für Inklusionsteams aus dem ganzen Freistaat, gemeinsam mit dem Bayerischen Fußballverband (BFV) die neue Initiative „Fußball für alle“.

Seit Jahren setzt sich der SV Altensittenbach intensiv für den Inklusionsfußball ein. Vor allem in Person seines Nachwuchstrainers Anargiros „Giri“ Tsopouridis. Der Teamleiter und Gesundheitstrainer der Lebenshilfe-Außenwohngruppe in der Poststraße kämpft mit viel Herzblut und Überzeugungskraft um dieses „Stück Normalität zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen“. Stichwort: echte, gelebte Inklusion auf dem Sportplatz.

Die steckt gerade im Freizeitbereich vielerorts noch in den Kinderschuhen. Während in Werkstätten beschäftigte Behinderte dort auch Sport treiben können, bleibe allen anderen häufig nur, sich vor den Fernseher oder den Computer zu setzen. Auch auf Seiten der Vereine gab und gibt es oft genug Vorbehalte, weiß Tsopouridis. Nicht so beim SVA, der für seinen Einsatz im Frühjahr mit der renommierten Sepp-Herberger-Urkunde des DFB ausgezeichnet wurde und im September das Auftaktturnier zur ersten offiziellen Bayerischen Inklusionsmeisterschaft des BFV austragen durfte.

Zuhause für alle

Der „Social Cup“ ist eine weitere Kooperation mit dem BFV und der Lebenshilfe Nürnberger Land/ Gewo Gesundheits-Challenge. Das Benefizturnier soll die vom Inklusionsbeauftragten des BFV, Frank Schweizerhof, angestoßene neue soziale Kampagne „Gemeinsam & Fair“ für „Respekt und Toleranz“ unterstützen. „Wir wollen ein Fußball-Zuhause für alle sein, die Lust haben zu kicken“, sagt Tsopouridis – wohl wissend, dass Sport und Bewegung allgemein nicht nur ein „Ausgleich zum Alltag“, sondern auch wichtige Faktoren sind, um auf lange Sicht die immensen Gesundheitskosten zumindest ein wenig einzudämmen.

Beim „Social Cup“ am Samstag ab 12 Uhr (Begrüßung ab 11.30 Uhr) laufen einige vom Rasenturnier Ende September gut bekannte Teams auf: Neben den beiden Mannschaften der Gastgeber sind auch zwei Teams der Sturmkicker Niederroth/TSV 1860 München dabei, dazu die EBK Olching, die Lebenshilfe Moritzberg Werkstätten, die SpVgg Ramspau Inklusiv und der FV 1912 goolkids Bamberg. Die einzelnen Partien dauern jeweils zehn Minuten, die Platzierungsspiele sollen gegen 14 Uhr beginnen, die Siegerehrung ist für 16 Uhr geplant.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta