Vorschau Neumarkt/Jura

Herzschlagfinale in der Kreisklasse

Nehmen Patrick Hereth (links), mit 12 Treffern der erfolgreichste Torschütze seiner Elf, und der SV Unterferrieden die Hürde beim 1. FC Altdorf, gibt’s beim Saisonfinale gegen den TSV Feucht ein echtes Endspiel um die Meisterschaft. | Foto: Keilholz2019/05/DSC03350-1-1.jpg

NÜRNBERGER LAND – Nachdem für beide der Klassenerhalt in trockenen Tüchern ist, können der SV Rasch und der FC Ezelsdorf am vorletzten Spieltag der Kreisliga Neumarkt-Jura Nord völlig entspannt in ihr Derby gehen. Allerdings hätten FC-Coach Markus Lewey und seine Elf angesichts der 0:6-Heimschlappe im Hinspiel mit dem Nachbarn noch eine Rechnung offen.

Meister FC Wendelstein ist nach seiner ersten Saisonniederlage in Lauterhofen beim SV Unterreichenbach erneut auswärts gefordert. Vor den letzten 180 Minuten der Saison hält das Team von Ex-Profi Christian Eichler im Fernduell mit dem SV Lauterhofen um Platz zwei zwar die besten Karten in der Hand. Dies würde bei einer Niederlage gegen den Meister allerdings wieder völlig anders aussehen. In diesem Fall setzen sich die Lauterachtaler, die zwei Punkte zurückliegen, mit einem Sieg beim TSV Katzwang wieder auf den Relegationsrang. Katzwang selbst muss gewinnen, um seine theoretische Chance auf den direkten Klassenerhalt zu wahren.

Gewinnt allerdings Pölling in Heng und holt der SC Pollanten beim Tabellenvorletzten Penzendorf, dessen Abstieg besiegelt ist, einen Punkt, muss Katzwang so und so den Weg über die Relegation gehen. Gleiches gilt für den 1. FC Deining, für den selbst mit einem Sieg gegen Wolfstein der direkte Klassenerhalt bereits außer Reichweite sein könnte.

Wolfstein seinerseits hat ebenso wie der SV Rednitzhembach noch eine Minimalchance auf Platz zwei. Bei den „Hembis“ bestreitet Schlusslicht TSV Winkelhaid auf seiner Abschiedstour sein vorerst letztes Kreisliga-Auswärtsspiel.

Hochspannung im Endspurt

Der TSV 04 Feucht hat durch den Dämpfer in Reichertshofen (1:1) unfreiwillig noch einmal für Spannung im Titelrennen der Kreisklasse Ost gesorgt. Im letzten Heimspiel heißt der Gegner TSV Pavelsbach. Die Gäste sind in Sachen Abstieg noch nicht ganz aus dem Schneider und dürften sich deshalb mit Händen und Füßen gegen eine Niederlage stemmen.

Von den beiden sich mit drei Punkten Rückstand in Lauerposition befindlichen Verfolgern kann den Fußballern vom Segersweg vor allem der SV Unterferrieden (siehe auch Spiel der Woche Seite 11) noch gefährlich werden. Allerdings darf auch die DJK Berg noch nicht ganz abgeschrieben werden. Diese hält sich mit einem Sieg gegen Höhenberg die Chance auf die Meisterschaft offen. Und am Ende könnten die Oberpfälzer sogar, falls das Trio punktgleich durchs Ziel geht, lachender Dritter sein. Jedenfalls spricht der in diesem Fall heranzuziehende direkte Vergleich mit dem TSV Feucht und Unterferrieden eindeutig für den Herbstmeister.

Nach seinem vorentscheidenden Sieg in Burgthann reicht dem FC Trautmannshofen gegen Absteiger SV Moosbach am Sonntag bereits ein Punkt, um die Meisterschaft in der A-Klasse Nord-Ost perfekt zu machen.

Der TSV Burgthann, der nach der Vorrunde die Tabelle noch mit sechs Punkten vor Trautmannshofen angeführt hatte und insgesamt 17 Spieltage auf Platz eins gestanden war, schaut dagegen in die Röhre und muss sich mit Platz zwei begnügen. Deshalb haben die letzten beiden Partien gegen den FC Wendelstein II und am kommenden Mittwoch gegen Moosbach nur noch statistischen Wert; ernst wird es für die Ruziski-Elf erst wieder in der Relegation.

Kampf um Klassenerhalt

Im Kampf um den direkten Klassenerhalt ist der FV Röthenbach (23 Punkte) in Zugwang und muss gegen die SG Litzlohe/Pilsach (28) gewinnen, um die Ezelsdorfer und Henger Reserven (jeweils 24 Punkte) unter Druck zu setzen. Wobei sich die FC-Reserve trotzdem in der besseren Ausgangssituation befindet. Alles andere als ein Dreier bei Schlusslicht EKSG Rummelsberg wäre nämlich eine faustdicke Überraschung. Bleiben für den FVR die Ochenbrucker Nachbarn als Hoffnungsschimmer, die bei Heng II ihre Aufwartung machen.

Für den FSV Oberferrieden (6.), der sich auf die Fahnen schreiben kann, den TSV Burgthann zweimal geschlagen und damit die Meisterschaft vermasselt zu haben, und Winkelhaid II (8.) geht es allenfalls noch um die Ehre und eine mögliche Platzverbesserung.

In der B-Klasse Nord-Ost flex beschließt Vize SC Eismannsberg, dem Platz zwei nicht mehr zu nehmen ist, die Punkterunde beim 9er-Team des FSV Oberferrieden.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz