Handball

Hersbrucker Handballer gewinnen sicher gegen Wackersdorf

Blühte in Unterzahl auf und verschaffte dem HC Hersbruck mit seinen zwei Treffern kurz nach dem Seitenwechsel wieder ein wenig Luft: Rechtsaußen Samuel Weiher. | Foto: Porta2019/11/DSC_2090.jpeg

HERSBRUCK (hc) – „Zwei Punkte müssen her“: Diese Devise gaben Trainer Randolf Weyland und die Verantwortlichen des HC Hersbruck ihren Handballherren vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger Wackersdorf, der zu Beginn der Runde mit Erfolgen überraschte, mit auf den Weg. Und die „Jungs“ lieferten prompt ab, erledigten die „Pflichtaufgabe“ mit einem sicheren 26:22-Erfolg.

Vor voller Halle und mit komplettem Kader angetreten, legten Leon Utz und Co. denn auch gleich dynamisch los und ließen es in den ersten drei Minuten zweimal krachen – allerdings nur an den Pfosten. Damit endeten die ersten beiden schön herausgespielten Torchancen ohne Erfolg, was den Gästen die Möglichkeit zu einem 2:0-Start eröffnete.

Den schnellen Ausgleich schafften die „Schwarz-Weißen“ durch Tore von Utz und Elias Thiel, die die beiden dominierenden Spieler der ersten Viertelstunde auf HC-Seiten waren. Sie erzielten alle Tore bis zur ersten 2-Tore-Führung beim 6:4 in der 15. Minute. Zeit für Trainer Weyland, Oscar Dannhäuser für Utz zu bringen, der es schaffte, nahtlos anzuknüpfen, das Spiel zu beschleunigen und seine Nebenleute gut einzusetzen.

Pfosten im Weg

Der Lohn waren reichlich gut herausgespielte Torchancen, lediglich deren Verwertung ließ zu wünschen übrig. So war es ein ums andere Mal der Pfosten oder aber die Fußspitze des guten Gästekeepers Florian Mückl, die ein Davonziehen der Hersbrucker verhinderten.

Die Hausherren waren in dieser ersten Hälfte die klar bessere Mannschaft, Wackersdorf konnte das HC-Tempo bei Weitem nicht mitgehen, dennoch stand es zur Pause nach Toren von Fabian Raum, Norbert Braun, Jannis Kohl und dreimal Dannhäuser „nur“ 13:10 für Hersbruck.

Die Zuschauer waren sich weitgehend einig: In der zweiten Hälfte wird der HC die Oberpfälzer an die Wand spielen. Doch es kam anders: Die Hersbrucker spielten zwar weiter schönen Handball, doch die Schiedsrichter brachten nun Farbe ins Spiel. Zunächst erwischte es Raum in der 33. Minute, die Überzahl nutzte Wackersdorf zum Anschluss. Trotz Unterzahl glänzten nun Samuel Weiher mit zwei schönen Treffern von Rechtsaußen sowie Norbert Braun von der halbrechten Position zum Zwischenstand von 17:13.

Nun wurde Braun des Feldes verwiesen (41. Minute). Unmittelbar darauf wurden zwei Gästespieler mit Zeitstrafen auf die Bank geschickt (42.), in der 44. Minute dann Leon Utz und Philipp Zinner vom HC. Der Spielfluss beider Mannschaften wurde so zerstört, die Unparteiischen waren nun die Hauptakteure auf dem Feld.

Kür von Braun

Die Verunsicherung gerade auf Seiten des HC wurde groß, und Wackersdorf schaffte in der 49. Minute zum 20:19 erneut den Anschluss. Gefährdet war der Sieg für Hersbruck aber nie, in (wieder einmal) doppelter Unterzahl trafen Dannhäuser und Norbert Braun zum 23:19, womit die Begegnung „durch“ war. Die Kür bot Michi Braun dann noch mit einem Dreierpack von Linksaußen innerhalb von drei Minuten. Damit stand am Ende ein 26:22 für den HC Hersbruck auf der Anzeigentafel, für die Gäste ein durchaus schmeichelhaftes Ergebnis.

Vier Sekunden vor Schluss dann auch die dritte und letzte 2-Minutenstrafe für Leon Utz in Ballbesitz. Begründung der Unparteiischen: „Freiwurf an der falschen Stelle ausgeführt“.

Einige Zahlen des Spiels: Fast jeder eingesetzte Hersbrucker trug sich in die Torschützenliste ein – und fast jeder Feldspieler erhielt eine 2-Minuten-Strafe. In dem durchaus fairen Spiel gab es 23 Zeitstrafen, davon 14 gegen Hersbruck. Gleichzeitig wurden nur fünf Siebenmeter gepfiffen, was die Fairness des Spiels unterstreicht. Von der 40. Spielminute an waren beide Teams nur noch ganze 90 Sekunden vollzählig.

Auf den HC wartet nun als letzter Hinrundengegner der aktuelle Tabellenzweite HG Eckental, der am Wochenende beim 33:33 im Spitzenduell zweier bis dahin verlustpunktfreier Klubs bei der TS Herzogenaurach den allerersten Zähler abgab. Mit einer leichten Steigerung sollten die Hersbrucker den großen Titelaspiranten doch zumindest etwas ärgern können.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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