Handball

Herren des HC Hersbruck kassieren deutliche Niederlage in Auerbach

Auch seine zwölf Tore konnten die Niederlage des HC Hersbruck bei der SG Auerbach/Pegnitz II nicht verhindern: Marco Schmidt. | Foto: Porta2019/03/DSC_8252.jpeg

AUERBACH/HERSBRUCK (hc) – „Das war eine verdiente Niederlage“ mussten sich Spieler und Trainer nach der deutlichen 26:33-Klatsche beim Tabellennachbarn aus der Frankenpfalz, der SG Auerbach/Pegnitz II, eingestehen. Den Herren des HC Hersbruck wollte nicht besonders viel gelingen.

So legte die routiniert und dynamisch aufspielende Spielgemeinschaft gleich zu Beginn an vor (2:0), bis die Hersbrucker endlich aufwachten. Dann folgte die einzige Phase der Partie, in der berechtigte Hoffnung bestand, die Begegnung zu drehen. Marco Schmidt traf sage und schreibe fünf Mal innerhalb von sieben Minuten, Oscar Dannhäuser und Leon Utz eiferten ihm nach. In der 17. Minute glich der HC auf 10:10 aus.

Doch die Herrlichkeit war gleich wieder vorbei. Der Sturmlauf hatte Kraft gekostet und das Trainerduo Dannhäuser und Meyer musste erste Wechsel vornehmen. Die Gastgeber verhinderten clever, dass die eingewechselten Akteure Tritt fassten, und zogen auf 12:10 davon. Trotz Überzahl kassierten Phillip Zinner und Chris Farr kurz hintereinander eine Zeitstrafe.

Diese Einladung ließen sich die auch individuell durchaus überlegenen Gastgeber nicht nehmen. Sie erhöhten auf 16:11 in der 24. Minute. Die Ergebniskorrektur zum Halbzeitstand von 18:15 war einem Dreierpack von Schmidt und einem schönen Rückraumwurf von Zinner zu verdanken.

Die Tatsache, dass Chris Farr kurz vor der Pause eine zweite Zeitstrafe bekam, nutzten die Auerbacher, um gleich nach Wiederanwurf Nägel mit Köpfen zu machen: In nur fünf Minuten erhöhten sie auf 23:16 gegen einen völlig planlos agierenden HC Hersbruck. Die Jungs um Jannis Kohl gaben zwar nicht auf und verkürzten auf 23:20, doch dann legten die Gastgeber ihre ganze Routine auf die Platte und zogen wieder auf 31:22 in der 55. Minute davon. Die Entscheidung war gefallen.

Das Endergebnis von 26:33 war in dieser Höhe in Ordnung. Wo lagen die Unterschiede? Auffällig war, dass die Auerbacher auf jeder Position torgefährlich waren, während auf HC-Seite praktisch nur die linke Seite Gefahr ausstrahlte, analysieren die Verantwortlichen. Deutlich unterschiedlich war auch die Trefferquote von den Außenpositionen: Die SG-Außen Weisser und Hackenberg trafen stolze 14 Mal bei einer Quote von annähernd hundert Prozent, während die HC-Außen nur vier Kisten schafften, davon auch noch zwei auf Rückraumpositionen.

Auf der Torhüterposition brachten Stein und Vogel keinen Fuß auf den Boden, während die keineswegs überragenden Hüter der SG durch unorthodoxes Verhalten den einen oder anderen freien Wurf entschärften, kritisieren die Trainer. Damit steht fest, woran die HC-Männer arbeiten müssen, um das nicht zu unterschätzende Heimspiel am Samstag gegen Herzogenaurach zu gewinnen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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