Handball

HC Hersbruck startet gut gegen Tabellenführer

Elias Thiel kämpfte unermüdlich, sorgte damit für Bewegung im HC-Angriff und verkürzte immer wieder. | Foto: Porta2020/02/DSC-2016.jpg

HERSBRUCK (hc) – Werden die Männer des HC Hersbruck das Debakel des Hinspiels gegen den Tabellenführer TS Herzogenaurach wettmachen können? Zur Erinnerung: In der Vorrunde verloren die Schwarz-Weißen krachend mit 24:39.

Obwohl mit Leon Utz und Phillip Zinner zwei Stammkräfte verletzt fehlten, spielte der HC munter auf und ging nach sechs Minuten mit 3:1 in Führung. Besonders das schnelle und konsequente Rückraumspiel, von Oscar Dannhäuser und Norbert Braun gut eingeleitet, schaffte Lücken in der eher defensiv eingestellten Gästedeckung.

Diese nutzten Eric Gast auf der linken Rückraumposition, Elias Thiel am Kreis und Michi Braun sowie Jannis Kohl auf den beiden Außenpositionen konsequent zu Toren. Oft wurden sie auch strafwurfreif gefoult. Immerhin sechs Siebenmeter wurden dem Heimteam daher in der ersten Viertelstunde zugesprochen, wovon allerdings zwei verworfen wurden.

Knapp vorne

Trotzdem bestimmte der HC Hersbruck bis zur 20. Minute die Partie und blieb mit jeweils ein bis zwei Toren in Front. Dann musste jedoch Trainer Randolf Weyland erste Wechsel vornehmen: Der bis dahin in Abwehr und Angriff mit großem Einsatz agierende Norbert Braun brauchte eine Pause, ebenso sein Pendant Eric Gast.

In dem Moment zeigten die Gäste aus der Sportstadt, warum sie an der Tabellenspitze stehen. Sie nutzten die Neuorientierung des HC zu einem 0:4-Lauf und gingen mit 13:10 in Führung. Dem nun wieder im Spiel befindlichen Eric Gast und dem unermüdlich antreibenden Oscar Dannhäuser blieb es vorbehalten, vor der Pause wieder auf 12:13 zu verkürzen.

Eine durchweg positive erste Hälfte, die auf eine Überraschung hoffen ließ. Jedoch schienen die HC-Jungs für das denkbare Szenario der Gäste keinen Plan zu haben. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte wechselte sich erwartungsgemäß der Gäste-Spielertrainer Ingo Kundmüller ein.

Fitter Senior

Obwohl bereits 43 Jahre alt, gelang es ihm, innerhalb weniger Spielminuten zweimal blitzsauber seinen Rechtsaußen freizuspielen, um anschließend selbst zweimal aus dem Rückraum einzunetzen. 13:17 in Minute 36 stand es dann für Herzogenaurach.

Die von Kundmüller geschaffenen Lücken nutzten seine Nebenleute, um sich durchzusetzen oder Strafwürfe zu ziehen. Beim 14:21 in Minute 42 schien die Begegnung gelaufen. Schade, denn von da an verwalteten die Gäste die Partie lediglich leidlich und gönnten sich etliche Fehler.

Auf HC-Seiten war der bis dahin sehr überzeugende Eric Gast nicht mehr im Spiel, somit fehlte dem Team die notwendige Durchschlagskraft. Eine aufgrund der Gästeleistung durchaus mögliche, Aufholjagd fand nicht statt, dafür häuften sich technische Fehler und leichte Ballverluste durch Halbchancen bei den Hersbruckern. Lediglich die unermüdlich kämpfenden Dannhäuser und Thiel sorgten noch für Bewegung im HC-Angriff und verkürzten immer wieder, zuletzt auf 20:24.

Zu stark?

Der Endstand von 21:26 für den Tabellenführer war nach dem Spielverlauf in Ordnung. Für Hersbruck war es auf den ersten Blick nach dem desaströsen Hinspiel auch ein Achtungserfolg gegen einen starken Gegner. Aber an diesem Tag wäre mehr drin gewesen, vor allem in der zweiten Spielhälfte gab die Weyland-Truppe das Spiel zu leichtfertig aus der Hand.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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