Handball Bezirksliga

HC Hersbruck schlägt die HG Hemau/Beratzhausen

Auch Norbert Braun (hier gegen Eckental) trug mit seinen zwei Treffern zum 31:27-Erfolg der Hersbrucker über die HG Hemau/Beratzhausen bei. | Foto: Porta2019/11/DSC_8247.jpeg

HERSBRUCK (hc) – Nach zuletzt zwei Niederlagen waren die Männer des HC Hersbruck gefordert: Mit einem 31:27 stoppte die Weyland-Truppe den selbst ernannten „HG-Express“ und darf damit wieder etwas nach oben schielen.

Stark begannen die Gastgeber über Dannhäuser und Thiel, die bereits nach fünf Minuten vier Treffer und damit einen Vorsprung erspielten, der bis zum Ende Bestand haben sollte. Die offensive Abwehrformation der Gegner, die dem HC oft Probleme bereitete, war nicht aggressiv genug, um den Hersbrucker Angreifern in der Folgezeit Paroli zu bieten.

Geschickt nutzten alle HC-Akteure die defensiven Lücken, die sich ihnen boten, und netzten zuverlässig ein. Auch die Gästetorhüter erwischten nicht ihren besten Tag; demgegenüber entschärfte Alex Vogel im Hersbrucker Kasten doch einige Würfe. Eine rote Karte für den Hemauer Goalgetter Dennis Mößl, der sich bei einem Gegenstoß von Phillip Zinner regelwidrig verhielt, schwächte die Gäste zusätzlich. Die Folge war eine Vier-Tore-Führung des HC zur Halbzeit.

Mann gegen Mann

Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich wenig: Die Gästeabwehr agierte nun zwar nicht mehr so offensiv wie anfangs, dennoch ergaben sich Lücken, die der HC Hersbruck immer wieder nutzte. Allerdings ließ nun auch die Hersbrucker Defensive nach und eröffnete dem Gegner immer wieder Lücken. Das Spiel war nun auf beiden Seiten geprägt von Eins-gegen–eins-Aktionen.

Die fehlende Aggressivität und die mangelhafte Abstimmung im Deckungsverbund führten zu insgesamt 17 Zwei-Minuten-Strafen sowie zwei Disqualifikationen – beide auf Hemauer Seite. Die für den HC Hersbruck daraus resultierenden Strafwürfe nutzte Michi Braun zuverlässig und netze sechs von sieben Möglichkeiten ein. Bis zur 51. Minute war die Begegnung dennoch offen (25:23), ehe Leon Utz in den letzten Minuten das Heft in die Hand nahm und praktisch im Alleingang den Deckel draufmachte.

Sehenswerte Anspiele, provozierte Strafwürfe sowie drei eigene Treffer sorgten letztlich dafür, dass die Zuschauer nicht befürchten mussten, dass die Begegnung noch einmal kippen könnte.

Schöner Schein

Das 31:27 war am Ende verdient, darf aber nicht über die eher durchschnittliche Leistung gegen einen Gegner, der es dem HC Hersbruck relativ leicht gemacht hat, hinwegtäuschen. Um im nächsten Heimspiel am Samstag, 9. November, um 19.30 Uhr gegen den Tabellendritten, die SG Auerbach/Pegnitz II, zu bestehen, ist eine Leistungssteigerung nötig.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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