23:24 gegen Forchheim

HC gibt sicheren Sieg aus der Hand

Zu Beginn der Partie kaum zu stoppen: Oscar Dannhäuser, mit acht Treffern erfolgreichster HC-Werfer. In der zweiten Hälfte vermochte aber auch er keine Impulse mehr zu setzen. | Foto: Porta2019/10/DSC_2102.jpeg

HERSBRUCK – Eine absolut unnötige Heimniederlage haben sich die Handballer des HC Hersbruck eingefangen – trotz teils deutlicher Führung schenkten sie dem bis dato sieglosen HC Forchheim II beim 23:24 den Sieg.

Die Partie begann erwartungsvoll. Nach schönem Laufspiel fand Oscar Dannhäuser die Lücke und traf bereits in der ersten Minute. So ging es weiter: Die HC-Jungs spielten echten Powerhandball, Norbert Braun (2), Samuel Weiher von der Rechtsaußenposition und wieder Dannhäuser erhöhten auf ein komfortables 6:3 nach zehn Minuten.

Nun kam Leon Utz auf der halblinken Position ins Spiel, und damit begann die stärkste Phase der Hersbrucker. Scheinbar spielerisch setzte er sich ein ums andere mal durch, erzielte selbst Tore oder schuf Platz für seine agilen Nebenleute, wodurch Dannhäuser innerhalb von zwei Minuten ein Hattrick gelang – und ein komfortabler 12:7-Vorsprung auf der Anzeigentafel stand.

Gäste schienen schon K.o.

In dieser Phase des Spiels hatten die Gäste aus Forchheim nicht den Hauch einer Chance und schienen bereits in dieser frühen Spielphase stehend K.o. Hersbruck spielte munter weiter und erarbeitete sich Chancen, diese wurden aber nicht mehr konsequent verwandelt. Zuerst verwarf Dannhäuser einen Strafwurf, wenig später scheiterten Braun und Kohl aus aussichtsreicher Position.

Auf der anderen Seite gelang es den Gästen nun immer öfter, ihren mit Abstand stärksten Spieler, Kreisläufer Felix Zirngibl, ins Spiel zu bringen. Er traf ein ums andere Mal verkürtzte und auf 12:11.

Nun tat der Gästetrainer dem HC einen Gefallen, indem er den Lauf seines Teams durch eine Auszeit in der 27. Minute stoppte. Zeit wohl für die Schwarz-Weißen, sich zu sammeln. So sorgten Kreisläufer Elias Thiel, Utz und Jannis Kohl für eine beruhigende 15:12-Pausenführung.

Zu viel Raum gelassen

In der zweiten Hälfte hielt der HC zunächst mit leicht geänderter Aufstellung zunächst den 3-Tore-Vorsprung. Der ins Spiel gekommene Eric Gast traf zwei Mal aus dem Rückraum, doch wirklich überzeugend war der Auftritt nicht mehr. Vor allem ließ die viel zu offensive Abwehr des HC – Forchheim hatte keinen Rückraumwerfer dabei – immer wieder Raum für den Kreisspieler und viel zu gute Winkel für die Außenstürmer zu.

So stand es in der 45. Minute 21:18 für den HC. Bereits jetzt drohte das Spiel zu kippen. Völlig unverständliche Ballverluste ermöglichten den Oberfranken nun sogar Tempogegenstöße. Doch dank Torwart Konstantin Stein, der innerhalb von zwei Minuten einen Siebenmeter und einen Tempogegenstoß entschärfte, überstand der HC eine 2-Minuten-Strafe von Gast unbeschadet.

Wieder vollzählig, nun mit Fabian Raum für Gast, mühte sich Hersbruck gegen inzwischen sehr defensiv agierende Gäste, allerdings ohne echte Ideen. Resultat: Zeitspiel, technische Fehler, Fehlwürfe und Ballverluste des HC, die Mannschaft schien wie ausgewechselt und blieb ganze elf Minuten – von der 45. bis zur 56. Minute – ohne eigenes Tor.

Siegtreffer mit der Schlusssirene

Auf der anderen Seite witterten die eigentlich längst am Ende ihrer Kräfte angekommenen Forchheimer ihre Chance. Tor um Tor, jetzt vor allem von der rechten Außenposition, schlossen sie auf und gingen in der 56. Minute erstmals mit 21:22 in Führung. Nun endlich löste sich die HC-Torblockade: Samuel Weiher glich zum 22:22 aus und läutete damit eine dramatische Schlussphase ein.

Erst traf Forchheim, dann wurde Elias Thiel im Gegenstoß rüde gefoult, wofür Forchheims Julian Hoffmann regelkonform die rote Karte sah. Warum den fälligen Strafwurf nun allerdings der gefoulte Thiel selbst warf, fragten sich viele Zuschauer. Und prompt verwarf er.

In Überzahl gelang dem HC der nächste Ballgewinn, der Tempogegenstoß wurde jedoch frei vor dem Torwart vergeben. Endlich, 16 Sekunden vor Spielende, gelang Dannhäuser von Linksaußen das 23:23. Doch, bezeichnend für das Spiel, reichten den Gästen die verbleibenden Sekunden. Nach nur einem Anwurfpass setzte sich Elias Berner auf der linken Außenposition durch und erzielte mit der Schlusssirene den Siegtreffer.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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