HC Hersbruck siegt gegen TSV Röthenbach

Handballer hatten mehr Mühe als gedacht

David Benaburger kam wie Michi Braun erst spät auf die „Platte“, steuerte aber trotz der kurzen Einsatzzeit noch vier Treffer zum klaren Auswärtssieg bei. | Foto: Porta2019/03/DSC_8272.jpeg

RÖTHENBACH – Deutlich härter als es das eindeutige Ergebnis von 38:19 vermuten lässt, taten sich die Handballer des HC Hersbruck bei ihrem Gastspiel in Röthenbach.

Die Partie beim Aufsteiger TSV Röthenbach zur ungewohnten Spielzeit am Sonntagabend sollte eigentlich eine klare Sache für den HC werden – haben die Gastgeber in der laufenden Spielzeit doch lediglich zwei Pünktchen ergattert und stehen bereits drei Spieltage vor Schluss als Absteiger fest, während sich Hersbruck unter den starken Teams der Liga etabliert hat. Dennoch warnte Trainer Axel Dannhäuser eindringlich davor, diesen Gegner zu unterschätzen.

Weil die Gäste neben den verletzt oder erkrankt ausgefallenen Chris Farr und Leon Utz aus beruflichen Gründen auch auf Eric Gast verzichten mussten, war das Abwehrzentrum nicht mehr komplett. Sicher einer der Gründe, warum die Begegnung aus Gästesicht sehr zäh begann. Axel Dannhäuser entschied sich aus diesem Grund für eine offensive 3-2-1-Abwehr, um die athletisch und technisch deutlich unterlegenen Gastgeber zu Ballverlusten zu provozieren und zu schnellen Gegenstoßtoren zu kommen.

Lücken genutzt

Doch so leicht machten es die Röthenbacher den Schwarz-Weißen nicht. Engagiert nutzten sie die sich bietenden Lücken, und die HC-Akteure ließen die Bereitschaft zu starker Beinarbeit, die eine offensive Abwehr braucht, vermissen. So gelangen dem TSV immer wieder leichte Tore. Hersbruck stellte bis zur 15. Minute dennoch eine 10:5-Führung her, wofür vor allem Marco Schmidt mit bis dahin sechs seiner insgesamt 14 Tore maßgeblich verantwortlich zeichnete.

In der Erwartung, der Lauf ginge so weiter, gönnte der Hersbrucker Coach Schmidt und Jonny Fabry eine Pause. Prompt nutzten die Einheimischen die wenig eingespielte Formation des HC, um in der 24. Minute den Anschlusstreffer zum 12:13 zu erzielen. Zeit, wieder die „erste 7“ aufs Feld zu schicken, die dann auch eindrucksvoll zum 20:13-Pausenstand davonzog.
Mit einem Trauerspiel auf beiden Seiten begann Halbzeit zwei. Beide Mannschaften leisteten sich nun eine gefühlt unendliche Zahl an Ballverlusten, Fehlwürfen und technischen Fehlern – und die vielen mitgereisten HC-Fans rieben sich verwundert die Augen. Lediglich Zufallstreffer ermöglichten ein leichtes Verkürzen der Röthenbacher auf 16:20.

Drei Tore in 40 Sekunden

Erst in der 41. Minute markierte Marco Schmidt den ersten Hersbrucker Treffer nach der Pause zum 21:16. Das war dann auch die Initialzündung für das gewohnte Tempospiel des HC, dem die Gastgeber nicht folgen konnten. In nur 40 Sekunden erzielten Fabry, Schmidt und Dannhäuser drei Tore zum 24:16. Weitere acht Minuten später stand es 30:19, der TSV schien stehend k.o.

Auch eine Auszeit des Heimteams in der 50. Minute half nichts mehr. Den Röthenbachern gelang in der Schlussphase kein einziges Tor mehr, wohingegen beim HC nun alle an einem Strang zogen. So waren es am Ende die ins Spiel gekommenen David Benaburger und Michi Braun, die sich mehrmals in die Torschützenliste eintrugen, und Ulli Meyer, der in der Vorarbeit glänzte. So reichten dem HC zwei „starke Viertelstunden“, um zu einem deutlichen Sieg zu kommen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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