Niederlage für den SC Feucht

Halbe Chancen, keine Punkte

Erstmals in der Startelf und gleich erfolgreich: Ivan Milicevic (rechts) beendet die Torflaute der DJK Vilzing. | Foto: Dirk Meier2021/09/SC-Feucht-Vilzing-Milicevic-Ivan-gegen-Zieglmeier-online.jpg

Feucht – Gut mitzuspielen, das war am Ende doch zu wenig: Der SC Feucht verliert bei der hochgehandelten DJK Vilzing mit 0:2.

Die vorige Woche hatte nach der peinlichen 0:3-Schlappe beim bis dato punktlosen Schlusslicht in Aschaffenburg für Vilzing im Krisenmodus begonnen. Am Montagabend gab es eine Aussprache mit Mannschaft, sportlicher Leitung und Trainerstab. Damit war das Thema dann aber auch abgehakt.

Für die Partie gegen die Mittelfranken hatte Coach Beppo Eibl ordentlich durchgemischt. Milicevic neu in der Startelf, Nico Dantscher und Ben Kouame kehrten nach Verletzungen in die Anfangsformation zurück. Der SC hatte gleich fünf Mann aus der ersten Garde zu ersetzen, unter anderem fehlte Spielmacher Fabian Klose wegen Bandscheibenbeschwerden.

Die Hausherren begannen schwach, die ersten 15 Minuten liefen in etwa im Aschaffenburg-Modus ab. Viele Abspielfehler kennzeichneten den Verlauf aus Sicht der Heimelf. Feucht hingegen trat unerschrocken auf, war richtig mutig und kam auch zu ein paar Halbchancen. Ein Kopfball von Stephan König war gefährlich (5.). Bei einer Flanke von Salim Ahmed verpasste vor dem Tor Nico Wessner knapp (10.). Vilzing hatte seine erste Möglichkeit mit einem Freistoß durch Milicevic, der aus 17 Metern abzog, aber Keeper Andreas Sponsel konnte den Ball mit den Fäusten klären (20.). Auf der anderen Seite hatte Philipp Spießl aus 20 Metern abgezogen, aber Max Putz im DJK-Tor glänzte mit Faustabwehr, hielt seinen Kasten sauber (23.).

In Minute 35 dann aus Sicht der Gastgeber die Erlösung. Mario Kufner tankte sich auf dem linken Flügel durch, passte von der Grundlinie vor das Tor und da stand Milicevic, der aus wenigen Metern zum 1:0 einschoss und eine Flaute von 433 Pflichtspielminuten ohne Tor beendete. „Da haben wir nur Begleitschutz geleistet, haben nicht richtig gestört“, monierte SC-Trainer Florian Schlicker.

Auch nach der Pause gehörte die Anfangsviertelstunde dem SC. Aber die Abschlüsse der Gäste waren nicht zwingend genug. „Wir hatten acht Halbchancen, daraus hätten wir mal ein Tor machen müssen“, meinte Schlicker. Vilzing verteidigte gut, und hatte noch ein paar Möglichkeiten. Bei einem Ausflug von Tormann Sponsel verpasste Milicevic mit einem Heber das 2:0 (65.). Als die Hausherren dann ihren Spielmacher Jim-Patrick Müller sowie die beiden Außenstürmer Tobias Kordick und Andreas Kalteis auf den Rasen brachten, wurde das Offensivspiel druckvoller. Als Müller über halblinks kam und dann nach rechts auf den frei einlaufenden Kalteis passte, war das 2:0 per Schuss aus zehn Metern perfekt.

In der 94. Minuten gab es im Vilzinger Strafraum nach einem Foul von König an Christian Kufner noch ein Gerangel, in deren Folge König und Dantscher mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurden.

„Hätten einen Punkt verdient“

„Das war heute ein Arbeitssieg. Wir haben in den Drucksituationen des Gegners gut verteidigt, haben keine klaren Chancen zugelassen. Ich muss Feucht loben, sie haben es gut gemacht und so war es schwer für uns“, bilanzierte der Vilzinger Trainer Beppo Eibl. Schlicker war sichtlich enttäuscht: „Wir haben in beiden Halbzeiten gut begonnen, hatten einige Halbchancen. Aber uns ist leider kein Tor gelungen. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wir aufgrund der Spielanteile und der Chancen einen Punkt verdient gehabt hätten.“

Für den SC spielten: Sponsel, Betsi Mbetssi, Gratz, Oltean, Ahmed (88. Weber), Schäf (69. Zieglmeier), Spießl, Spielbühler, Wessner, Ruhrseitz (78. Jessen), König
Tore: 1:0 Milicevic (35.), 2:0 Kalteis (90. + 2)
Zuschauer: 547
Schiedsrichter: Patrick Krettek

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