Relegation zur Landesliga

FC Hersbruck braucht ein Wunder

Dominik Kreuzer (Mitte, weiß-schwarzes Shirt) sorgte mit seinem Ausgleichstor bei den Hersbruckern und ihrem Anhang zwischenzeitlich für Hoffnung auf eine bessere Ausgangsbasis für das Rückspiel. | Foto: J. Ruppert2018/05/IMG_4576-1.jpg

HERSBRUCK (fc/jr) – Der Traum von der Landesliga scheint schnell ausgeträumt zu sein. Die Kicker des FC Hersbruck mussten im ersten Vergleich mit dem SV Etzenricht eine herbe 1:5-Schlappe einstecken. Beim Rückspiel am  Sonntag um 16 Uhr braucht der „Club“ nun mindestens fünf Tore, um die zweite und entscheidende Runde der Aufstiegsrelegation zu erreichen. Dies scheint angesichts des ersten Vergleichs eine „Mission impossible“ zu werden. Denn der FC Hersbruck war lediglich in zwei Phasen die bessere Mannschaft: Beim 1:1, als die Abseitsfalle der Etzenrichter gekonnt überlaufen wurde, und bei einem kurzen Aufbäumen nach dem 1:3. Ansonsten waren die Gäste zweikampfstärker und konnten immer wieder einen Gang hochschalten. Der zahlreiche heimische Anhang unter den rund 600 Zuschauern vermisste vor allem Tordrang und Torschüsse der eigenen Elf.

FC Hersbruck – SV Etzenricht 1:5
Die Gäste stellten bereits früh ihre Abgeklärtheit unter Beweis. Bei einem weit gezogenen Flankenball in den Hersbrucker Strafraum ließ man Andre Klahn zu viel Freiraum. Der auffälligste Etzenrichter Akteur wusste diesen mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck zur frühen Führung zu nutzen. Hersbruck zeigte sich aber relativ unbeeindruckt von diesem Nackenschlag. Die knapp 600 Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit eine Heimelf, die zumindest ebenbürtig war. Es sollte aber bis zur 32.Minute dauern bis man sich für die couragierte Leistung bis dahin belohnte.

Auf der linken Außenbahn wurde Jens Ertel schön in Szene gesetzt und seine präzise Hereingabe von der Grundlinie verwandelte Dominik Kreuzer energisch zum Ausgleich. Die Oberpfälzer schlugen aber schnell zurück. Der FC verpasste bei eigenem Angriff den Abschluss und der Gegner schaltete blitzschnell um. Erneut war es der schnelle und trickreiche Klahn, der in den Sechzehner eindrang, zwei Abwehrspieler aussteigen ließ und seine Farben wieder in Front brachte.

Der SV präsentierte sich in Sachen Effektivität von seiner allerbesten Seite und das machte den Unterschied aus. Mit Gabriel Karnoll musste dann eine der tragenden Säulen im Hersbrucker Spiel verletzungsbedingt ausscheiden. Dennoch blieben die Gastgeber zunächst ganz ordentlich im Spiel. Torchancen waren aber rar und auch die Standardsituationen blieben ungenutzt. Etzelricht drückte aber mit zunehmender Spieldauer dem Spiel seinen Stempel auf und als ein Ball aus dem Hersbrucker Strafraum geklärt wurde, fasste sich Helmut Jurek ein Herz und zog aus zirka 25 Metern direkt ab. Der Ball schlug unhaltbar ein und dieser Treffer raubte den Schwarz-Weißen sichtbar den Glauben noch einmal zurückzukommen.

Während der SV mit der sicheren Führung im Rücken immer selbstbewusster agierte und kaum Fehler machte, schwand beim FC nach den vielen Englischen Wochen zunehmend auch die Kraft um sich noch einmal aufzubäumen. Zwei weitere Treffer für den Landesligisten waren die Konsequenz. Letztlich ein verdienter Sieg, der aber wenn man das gesamte Spiel betrachtet doch etwas zu hoch ausgefallen ist.. Auch wenn die Spieler mit hängenden Köpfen das Feld verließen bleibt festzuhalten, dass die außergewöhnliche Saisonleistung dadurch keinerlei Kratzer abbekommen hat.

Tore: 0:1 André Klahn (11.), 1:1 Dominik Kreuzer (32.), 1:2 André Klahn (39.), 1:3 Helmut Jurek (61.), 1:4 Andreas Weihermüller (72.), 1:5 Stephan Herrmann (79.); SR: Jonas Beinhofer (TSV Murnau).

FCH: Bauernfeind, Bongers, Brüx, Dill, Maas, Bauerfeld, Kreuzer (71. Schimpfhauser), Mertel (79. J. Schneider), Ertel, Ascher, Karnoll (46. Günther).

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung