Flutlichtspiel im Waldstadion

„Das kann eklig werden“

Die Lücken schließen sich: Personell wieder etwas besser aufgestellt geht der SC Feucht in das Heimspiel heute Abend gegen Abtswind. | Foto: Dirk Meier2021/09/SC-Feucht-Mannschaftskreis.jpg

Heute Abend trifft der SC Feucht zu Hause auf einen direkten Konkurrenten. Wie der SC haben auch die Gäste aus Abtswind am vergangenen Wochenende eine knappe Niederlage einstecken müssen.

Für den 1. SC Feucht steht am heutigen Freitagabend am elften Spieltag in der Bayernliga Nord eine Heimaufgabe an, und die ist knifflig. Um 19 Uhr wird im heimischen Waldstadion die Partie gegen den um zwei Punkte und zwei Plätze besser platzierten TSV Abtswind angepfiffen. Die Gäste, die 2018 als Neuling in diese Spielklasse aufgestiegen sind, haben sich gut verstärkt und sollten mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Feucht ist daheim nach wie vor ungeschlagen, Abtswind hat in der Fremde schon zweimal gewonnen.

Es ist das erste Mal, dass sich diese beiden Teams gegenüberstehen. Die Gäste aus dem Wein-Landkreis Kitzingen in Unterfranken spielten viele Jahre unterklassig. Erst 2006 gelang der Aufstieg in die Bezirksoberliga Unterfranken. 2012, zum Zeitpunkt der Ligareform, war der TSV Gründungsmitglied der neu eingeführten Landesliga Nordwest. Fünfmal versuchten die Unterfranken vergeblich, den Sprung in die Bayernliga zu packen, wurden dreimal Dritter und zweimal Vierter.

2018 wurde dann die Meisterschaft gefeiert und es ging endlich rauf in Liga fünf. Unterstützt wird der Verein von der Firma Kräuter Mix. Der Ort Abtswind, die Spielstätte Kräuter-Mix-Arena und die Firma liegen an der A 3 in Sichtweite der Autobahn bei Geiselwind. Geldgeber ist Kräuter Mix-Firmenchef Christoph Mix (69), der auch der Manager des Vereins ist.

Verstärkung aus Würzburg

Nach Platz zehn 2018/19 wurde es in der Corona-Saison 2019/21 Rang zwölf. Doch in diesem Sommer wurde das Team kräftig verstärkt und mit Claudiu Bozesan (55) ein neuer Trainer verpflichtet, der über Jahre sehr gute Arbeit bei den Würzburger Kickers geleistet und auch deren U21 in der Bayernliga Nord gecoacht hat, bis diese 2019 kurz vor dem Saisonstart abgemeldet wurde. Nun tummeln sich dort einige ehemalige Würzburger Spieler. Bozesan ist bekannt als Taktik-Fuchs, der ein schlagkräftiges Team formen kann. Nach vier Siegen in Folge gab es zuletzt allerdings einen Dämpfer mit einer 1:2-Niederlage beim TSV Großbardorf. Doch 17 Punkte aus zehn Partien sind eine ordentliche Ausbeute.

Dementsprechend groß ist der Respekt im Feuchter Lager: „Wer 17 Punkte geholt hat, der hat eine starke Mannschaft. Hut ab, das ist aller Ehren wert. Da erwartet uns eine schwere Aufgabe, das kann eklig werden. Aber wir freuen uns darauf und wollen die drei Punkte holen, wollen unsere Heimserie ausbauen“, sagt Feuchts Trainer Florian Schlicker. Den ärgerte zur Wochenmitte immer noch die eigentlich unnötige 0:2-Niederlage am Samstag in Vilzing: „Wenn wir da in Führung gegangen wären, was ja mehrfach möglich war, dann hätten wir etwas mitnehmen können. Ich finde, dass die Mannschaft da einen guten Auftritt hingelegt hat, sich nur nicht belohnen konnte. Das wollen wir gegen Abtswind besser machen.“

„Es läuft ordentlich, wenn auch nicht optimal“

Insgesamt verläuft die Saison für den Aufsteiger aus Feucht aber zufriedenstellend: „Natürlich will man als Trainer immer das Optimale rausholen, und so hätten wir sicher schon ein paar Punkte mehr haben können. Aber wir können doch zufrieden sein, denn es läuft ordentlich, wenn auch nicht optimal“, bilanziert Schlicker nach einem knappen Saisondrittel. Den Gast aus Abtswind im fränkischen Duell zu besiegen, wäre wichtig: „Na klar, die drei Punkte sollen hier bleiben, wir werden auf Sieg spielen. Aber ich warne: Wer 17 Punkte geholt hat, der hat auch eine gute Mannschaft. Da werden wir mit aller Macht alles dagegenschmeißen müssen, um Erfolg zu haben.“

Personell sieht es gegenüber der Partie in Vilzing wieder besser aus. Schlicker hat durch die Rückkehr von Max Hering und Patrick Tekeser in den Kader in der Defensive wie auch in der Offensive zwei weitere Optionen. Ob Spielgestalter Fabian Klose zurückkehren wird, ist fraglich, seine Bandscheibenbeschwerden sind anhaltend. „Das wird eine Fünfzig-Fünfzig-Entscheidung“, meint Schlicker und wird erst kurz vor Spielbeginn wissen, ob der 28-Jährige grünes Licht gibt.

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