Handball

Damen des HC Hersbruck feiern den Aufstieg

#stay home #stay safe: Passend zu den in Corona-Zeiten geltenden Hygiene- und Abstandsregeln haben sich die Handballerinnen des HC Hersbruck ein ganz besonderes Meisterschaftsfoto einfallen lassen – nachdem Titel und Aufstieg nun endgültig in trockenen Tüchern sind. | Foto: Esther Thiel2020/05/Collage-HC-Damen-Aufstieg.jpg

HERSBRUCK (hc) – Obwohl die Handballdamen des HC Hersbruck schon vor Beginn der Corona-Krise den Aufstieg in die Bezirksoberliga sicher in der Tasche hatten, mussten sie wegen des sofortigen Abbruchs der Saison 19/20 lange warten, ob dieser große Erfolg tatsächlich Bestand hat. Jetzt – Wochen später – war es unsicher, ob sich dieses Vorhaben nun tatsächlich bewahrheiten würde.

Nach 12 der geplanten 14 Punktespiele standen die „Schwarz-Weißen“ ungeschlagen mit einer Tordifferenz von 307:223 Toren souverän an der Tabellenspitze – und auch rechnerisch von dort nicht mehr zu verdrängen. Nach dem plötzlichen Aus der fast vollendeten Saison mussten sie sich dennoch gedulden und auf den Beschluss des Bayerischen Handball-Verbandes warten, der über die Wertung der Saison entscheiden würde.

Dieser äußerte sich nun am 23. April mit einem Schreiben, dass es nach dem aktuellen Tabellenstand mittels Berechnung eines Quotienten Aufsteiger geben wird, jedoch keine Mannschaft zwingend absteigen müsse. Diese Nachricht garantierte den HC-Damen endgültig den Sprung in die nächste höhere Liga, die BOL.

Ziele „nachjustiert“

Zu Beginn der Saison war es das klare Ziel der „HC-Mädels“, die aus der Jugend kommenden Spielerinnen gut in die Mannschaft zu integrieren und sich unter neuer Leitung des aus Berlin kommenden Randolf Weyland an die kommende Saison heranzutasten. Getrieben von Ehrgeiz und begleitet von anfänglicher Nervosität, fuhren sie trotz einiger Startschwierigkeiten gleich die ersten Siege ein. Nachdem der HC im dritten Saisonspiel auf fünf Stammspielerinnen verzichten musste, aber dennoch einen hart erkämpften 21:20-Heimsieg einfuhr, wurden die Ziele höher gesetzt. So wollte man bereits jetzt bis zum Ende der Saison das obere Tabellendrittel nicht mehr verlassen.

Die Mannschaft kämpfte dann beim Angstgegner Berching/Pollanten lange und hart um einen wegweisenden 28:22-Auswärtssieg und stand am Ende der Hinrunde mit 14:0 Punkten ungeschlagen auf Platz eins. Spätestens jetzt hatte alle Spielerinnen der Ehrgeiz gepackt, der Aufstieg in die Bezirksoberliga war das neue Ziel. Trainer Weyland schwor sein Team imer wieder darauf ein, trotz des Vorsprungs in der Tabelle nicht leichtsinnig zu werden und keinen Gegner zu unterschätzen: „Wir sind nun die Gejagten“, hieß es fortan vor jedem Spiel, und seine Damen folgten aufmerksam den Anweisungen auf der Taktiktafel und stellten in jeder Partie der Rückrunde ihren Team- und Kampfgeist unter Beweis.

Team als Hashtag

Getreu dem Motto „nie ohne mein Team“, was als Hashtag ebenfalls auf den Meistershirts der „Zebrastuten“ – wie sie sich selbst aufgrund ihrer Trikots nennen – zu sehen ist, riss der Zusammenhalt und der Ehrgeiz der Mannschaft zu keinem Zeitpunkt ein und ließ sie immer sicherer werden – bis sie sich mit dem hart erkämpften und lang ersehnten Aufstieg belohnten.

Erfreulich ist, dass sich vier Hersbruckerinnen unter die Top 20 Torschützen der Bezirksliga West mischten: Neben Jana Vampola, Marianne Wachsmann und Lena Endner war Selina Sensen mit 107 Toren in 12 Spielen und damit einem Schnitt von fast 9 Toren pro Spiel die mit Abstand beste Torjägerin der gesamten Liga.

Keine Bange

Nach dem abrupten Abbruch der Saison freut sich die Mannschaft nun auch darauf, sich in kommender Saison eine Liga höher beweisen zu können. „Dies ist der größte Erfolg, den der HC Hersbruck in seiner noch jungen Vereinsgeschichte zu verzeichnen hat. Die gesamte Verwaltung ist stolz auf das Erreichte. Besonders freut mich, dass hier ein Team zusammengewachsen ist, in dem viele Spielerinnen zu Leistungsträgerinnen geworden sind. So wird mir auch vor der kommenden Saison in der Bezirksoberliga nicht bange”, sagt HC-Vorsitzender Jörg Eckert.

Noch vor der nachzuholenden Meisterfeier bedanken sich die Damen bei all denen, die sie die Saison über so kräftig unterstützt hatten. Neben Co-Trainerin Nina Bruckner, die bei Verhinderung des Trainers immer zur Seite stand, sind auch die Pizzeria Francesco, die Mahlzeit und die Bürgerbräu Hersbruck zu erwähnen. Sie sorgten nicht nur für reichlich Verpflegung während der Spiele, nach den Heimspieltagen mussten die Aktiven des HC wie auch deren Anhänger auch nicht verhungern. Die Mannschaften des HC hoffen auch zukünftig auf reichlich Unterstützung und eine gefüllte Halle.

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