Fußball Bezirksliga:

Seriensieger Schwaig auch im Derby nicht zu stoppen

Tobias Ascher (rechts) leitete mit dem Führungstreffer in der 22. Minute den schwer erkämpften Erfolg des FC Hersbruck gegen den Hinterbänkler ASV Fürth ein. | Foto: Jürgen Ruppert2018/11/fch.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND — Der SV Schwaig ist in der Bezirksliga weiterhin nicht aufzuhalten. Der SVS setzt ein weiteres Ausrufezeichen und gewinnt das Spitzenspiel mit 3:0 gegen die SpVgg Hüttenbach. Damit landetet die Rahner-Elf den 13. Sieg in Serie. Auch beim FC Hersbruck läuft es wieder rund. In Fürth blieben die Schützlinge von Stefan Erhardt im vierten Spiel nacheinander ungeschlagen und gewannen 2:1. Der FC Hersbruck führt damit in der Tabelle das Mittelfeld an. Der SK Lauf musste eine 1:5-Heimniederlage gegen den FC Kalchreuth hinnehmen. Die Partie TV 48 Erlangen gegen Diepersdorf entfiel, weil eine defekte Bewässerungsanlage den Platz unter Wasser gesetzt hatte.

 

SV Schwaig – SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf 3:0 (2:0) — Hüttenbach begann forsch. Einen Freistoß aus dem Halbfeld faustete Keeper Oliver Haßler aus der Gefahrenzone. Stefan Gruner hatte im Anschluss die Führung auf dem Kopf, doch sein Kopfball nach einem Eckball strich am Tor vorbei. Im Gegenzug wurde Fabian Waldmann nach einem Einwurf im Strafraum gefoult. Christoph Weber verwandelte den Strafstoß nach drei Minuten souverän zum 1:0. Der Treffer gab Schwaig noch mehr Selbstvertrauen. Fabian Dreßendörfer setzte sich am Flügel durch. Der in der Mitte postierte Marco Marciano scheiterte an Keeper Sebastian Hartmann. In der zwölften Minute durfte Schwaig erstmals eine Ecke ausführen. David Rubio bediente seinen Kapitän Waldmann, der freistehend über das Tor köpfte. In der Folge wurde es hitzig. Mit der ersten Gelben Karte für sein Team war SpVgg-Coach Kevin Trauner überhaupt nicht einverstanden. Das machte er lautstark deutlich. Schiedsrichter David Wagner schickte ihn hinter die Bande. Nur eine Minute später sah Tadic auf Seiten der Heimelf die erste Gelbe Karte. Der Unparteiische hatte mit seiner eigenen Linie , die zumindest diskutabel war, immer wieder alle Hände voll zu tun. Hüttenbach näherte sich dem Ausgleich an. Nico Elterlein prüfte Haßler mit einem Freistoß. Nach einer halben Stunde nahm das Tempo erstmals etwas ab. Der nächste Aufreger dann in der 39. Minute. Marciano wurde über rechts auf die Reise geschickt, Keeper Herrmann kam deutlich zu spät und räumte den Stürmer um. Elfmeter. Weber scheitert im ersten Versuch an Hartmann. Doch Schiedsrichter Wagner ließ den Elfmeter zum Unmut der Hüttenbacher wiederholen. Einige Spieler waren zu früh eingelaufen. Den zweiten Versuch verwandelte der Torjäger zum 2:0. Unmittelbar vor der der Pause die Riesenchance auf das 1:2. Haßler agierte nach einer Ecke unsicher. Andreas Gruner setzte den Ball jedoch am verwaisten Tor vorbei. Somit blieb es beim 2:0-Halbzeitstand. Hüttenbach begann im zweiten Durchgang druckvoller, aber erstmal ohne zwingend zu werden. Fehler im Spielaufbau bescherten den Gastgebern immer wieder Entlastung. Der Tabellenführer verpasste nach 60 Minuten die Vorentscheidung. Einen Fehler nutzte Dreßendörfer. Allein vor dem Keeper entschied er sich gegen den Querpass und setzte den Ball vor Herrmann am Tor vorbei. Hüttenbach hatte mehr vom Spiel, die Chancen aber Schwaig. Drunter und drüber ging es im SpVgg-Strafraum. Mehrmals wurden die Schüsse der Schwaiger geblockt. In der 66. Minute die Vorentscheidung. Schwaig blieb bissig und eroberte sich die Murmel in der gegnerischen Hälfte. Weber bediente den völlig freien Dreßendörfer. Diesmal blieb er cool und setzte den Ball ins lange Eck zum 3:0. Ein Abschluss von Julian Schramm ging deutlich über das Gehäuse von Haßler. Die vielen Standards konnte der präsente Haßler ein ums andere Mal runterpflücken. Steven Spiegel verpasste den Anschlusstreffer. Sein Schuss ging rechts am Tor vorbei. Hüttenbachs Aufbauspiel verbesserte sich nicht wirklich, so dass Schwaig immer wieder gefährlich wurde. Auch im zweiten Durchgang hatte der Schiedsrichter durch seine besondere Linie alle Hände voll zu tun. Kurz vor dem Ende wurde Lorenz nach wiederholten Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. nby
Tore: 1:0 (3./Elfmeter) Christoph Weber, 2:0 (38./Elfmeter) Christoph Weber, 3:0 (67.) Fabian Dressendörfer. Gelb/Rote Karte: 90. Lorenz (SVS) wegen wiederholtem Foulspiel. Zuschauer: 350. Schiedsrichter: David Wagner.

Im Duell der beiden Spitzenteams der Bezirksliga Nord hatte der SV Schwaig (in Gelb) gegen die SpVgg Hüttenbach das nötige Quäntchen Glück und kam durch zwei Elfmetertore von Christoph Weber entscheidend in Front. | Foto: A. Gumann2018/11/Schwaig-Huba-net-4413.jpg

ASV Fürth – FC Hersbruck 1:2
Zum Rückrundenauftakt wollte der Club seine positive Bilanz der letzten Spiele weiter aufpolieren. Beim Kellerkind ASV Fürth sollte dieses Unterfangen nicht aussichtslos sein. Auf dem engen Kunstrasenplatz wollten die Hausherren frühzeitig das Hersbrucker Angriffsspiel unterbinden und mit langen Bällen in die Spitze den Erfolg. Der FC war um spielerische Lösungen bemüht, agierte dabei aber nicht immer präzise genug. Dennoch ging man in Führung. Tobias Ascher zog sehenswert vom Strafraumeck ab. ASV-Keeper Döllfelder streckte sich vergebens und der Ball schlug im langen Eck ein. Jetzt war der Gast eindeutig Herr der Lage. Man brachte sich aber selbst wieder in Bedrängnis. Copier sorgte durch energischen Einsatz am Fünfmeterraum im zweiten Nachfassen für den Ausgleich. Die Gäste waren hier einfach nicht gedankenschnell genug. Dennoch sollte der FC mit einer Führung im Rücken in die Pause gehen. Nach Vorlage von H. Herrmann lief Dominik Kreuzer in den Strafraum und verwandelte per Kopf gegen die Laufrichtung.

Nach dem Wechsel waren die Fürther deutlich offensiver. Hatten auch die erste gute Gelegenheit, behinderten sich aber gegenseitig beim Abschluss. Den Hersbruckern boten sich jetzt eigentlich die Räume, um mittels Konter die Entscheidung herbeizuführen. Man spielte an diesem Tag aber die Angriffe nicht clever genug aus. Bis zum Ende stand der Auswärtserfolg somit auf des Messers Schneide und in der Schlussminute rettete der eingewechselte Tayyip Kara mit einem gelungenen Tackling gegen einen einschussbereiten Stürmer der Heimelf. Damit war der Auswärtserfolg endgültig in trockenen Tüchern.

Tore: 0:1 Tobias .Ascher (21.), 1:1 Mettin Copier (27.), 1:2 Dominik Kreuzer (44.); Schiedsrichter: Tobias Müller (1. FC Herzogenaurach). Zuschauer: 50.

FCH: Bauernfeind, Hermann, J. Schneider, Bongers, Herrmann (72. M. Mertel), Maas, Bauerfeld, D. Kreuzer, J. Ertel (79. T. Kara), T. Ascher (46. Brüx), Karnoll.

 

SK Lauf – FC Kalchreuth 1:5 (1:2) – Zum Abschluss der Hinrunde gerät der SK Lauf zu Hause gegen Kalchreuth mit 1:5 unter die Räder. Die Partie startete eigentlich nach Plan für die Gastgeber. Kreisel bediente in der neunten Minute Schober und Laufs Stürmer schloss erfolgreich ab. Anschließend gestaltete sich ein Spiel auf Augenhöhe, der Ausgleich fiel per strittigem Strafstoß. Kalchreuts Stürmer schloss ab, der Ball landete neben dem Tor, und abschließend gab es einen Zusammenstoß mit Laufs herauseilendem Torhüter Enzensberger. Nach einigem Zögern zeigte Schiedsrichter Bittner zur Laufer Verwunderung auf den Elfmeterpunkt. Gressel ließen die Proteste kalt und verwandelte aus elf Metern. Diesen Rückschlag konnte Lauf nicht abschütteln und haderte zu lange mit dem Elfmeter. Kalchreuth nutzte diese Unkonzentriertheit und Siefert besorgte den 1:2- Pausenstand. Auch nach dem Seitenwechsel wirkte Lauf noch aufgewühlt. Zwar versuchten die Gastgeber es nach vorne, vernachlässigten die Abwehr aber zeitweise. Ein erneuter Doppelschlag brachte die Vorentscheidung zur 60. Minute. Das 1:5 fiel mit dem Schlusspfiff.
Tore: 1:0 (9.) Schober; 1:1 (32./FE) Gressel; 1:2 (36.) Siefert; 1:3 (55.) Nerreter; 1:4 (60.) Siefert; 1:5 (90.) Blank SR: Marcel Bittner Zuschauer: 70.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert