Halbmarathon in Dresden

Bestleistung um über drei Minuten verbessert

In trauter Eintracht zogen Shako Rahmanpour vom MTP Hersbruck und Miriam Dettke aus Regensburg lange Zeit ihre Runden durch den Großen Garten in Dresden. | Foto: Norbert Wilhelmi2020/11/nw-201108-10-52-51-4.jpg

DRESDEN – Was für ein dickes Ausrufezeichen hinter ein ganz besonderes Jahr: Shahab „Shako“ Rahmanpour vom MTP Hersbruck hat beim „Laufszene Invitational Run“ in Dresden seine Bestzeit im Halbmarathon um über drei Minuten auf jetzt 1:10,33 Stunden verbessert.

„Unglaublich, ich bin sehr, sehr glücklich“, sagte der 27-jährige Happurger mit iranischen Wurzeln nach dem Rennen auf dem flachen 2,5 Kilometer langen Rundkurs im Großen Garten in Dresden. Schon vor dem Start war klar, dass an diesem Tag Tempo gefragt war – bestand das Starterfeld doch samt und sonders aus Topathleten, weil die Veranstalter zu ihrem Lauf nur Einladungslauf nur Sportler einluden, die im Marathon, Halbmarathon und über die 10 Kilometer eine Qualifikationszeit erreichen wollten – zum Beispiel für den nationalen Kaderstatus oder auch die Olympischen Sommerspiele 2021 in Tokio.

Teilnahmeberechtigt waren nur Athleten, die die Marathondistanz schon unter 2:45 Minuten (Frauen 3 Stunden), den Halbmarathon in 1:15 (1:30) und dei 10 000 Meter unter 35 Minuten (40 Minuten) absolviert hatten. Auch für Shako Rahmanpour durchaus eine beachtliche Hürde, stand seine Bestzeit über die 21,1 Kilometer doch bei 1:13,47 Stunden.

Frau zieht davon

Vom Start weg drehte der amtierende Trailrun-Vereinsmeister der „Gelberla“ mit Miriam Dettke von der LG Regensburg seine flotten Runden durch die Parkanlage im Herzen von „Elbflorenz“ – bis Kilometer 15. Dann habe seine Begleiterin „Gas gegeben“, um die ein paar 100 Meter enteilte Sarah Lahti aus Schweden noch einzu- und überzuholen. Am Ende stoppte die Uhr für Dettke bei der neuen bayerischen Rekordzeit von 1:09,42.

„Ich habe mein Tempo gehalten“, sagt Shako Rahmanpour, „keine Ahnung, wie sie so davonlaufen konnte. Erschwerend sei noch hinzugekommen, dass er die letzten sechs Kilometer allein laufen musste. Trotzdem sollte der Tag für den Ausnahmeläufer des MTP Hersbruck ebenfalls ein glückliches Ende nehmen: Mit 1:10,33 unterbot auch er seine persönliche Bestzeit um mehr als drei Minuten. Und schickte anschließend vor allem an einen seinen ganz besonderen Dank – an seinen Trainer Konstantin Wedel. „Die Arbeit mit ihm hat sich für mich mehr als gelohnt“, sagte er, „außerdem ist er zu einem guten Freund für mich geworden. Das bedeutet mir wirklich sehr viel.“

Jetzt soll dieses auch für Läufer so außergewöhnliche Jahr – wegen der Corona-Pandemie fanden nur wenige der sonst anstehenden Rennen statt – für Shako Rahmanpour langsam ausklingen. „Ich mache jetzt erst einmal Pause und freue mich dann auf neue Ziele im nächsten Jahr.“

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