Spielberichte der Kreisklasse Ost:

Balsam für die Seele

Alexander Haas hatte maßgeblichen Anteil am 2:1-Sieg seines SV Unterferrieden gegen den SV Höhenberg. Mit seinem Tor zum 2:1 elf Minuten vor dem Abpfiff brachte er die Gastgeber auf die Siegerstraße. | Foto: Mathias Hochreuther2021/10/SV-Unterferrieden-Alexander-Haas-scaled.jpg

Kreisklasse Ost: Der SV Unterferrieden schlägt im ersten Spiel nach dem Tod seines Spielertrainers Höhenberg mit 2:1.
 Der TSV Winkelhaid macht aus einem 1:3 ein 3:3, Kay Vonau rettet dem TSV Ochenbruck einen Punkt gegen den SV Pölling.

1. FC Deining – TSV Winkelhaid 3:3 (2:1)

Mit einer Energieleistung in der Schlussviertelstunde konnte der TSV Winkelhaid im Verfolgerduell beim 1. FC Deining ein bereits verloren geglaubtes Spiel noch zu einem glücklichen Punktgewinn drehen. Die Gäste begannen überaus nervös und zeigten in der ersten Hälfte ihre bislang schlechteste Saisonleistung. Die Heimelf war von Beginn an die entschlossenere Mannschaft und lief die Abwehr der TSVler immer wieder aggressiv an. Winkelhaid verursachte unzählige Fehlpässe im Aufbauspiel, Torhüter Heuschild bewahrte den Tabellenzweiten nach zehn Minuten vor dem Rückstand.

Eher zufällig die erste Gelegenheit der Gäste in der 16. Minute, als Jan Veitengruber einen Fehlpass am Strafraum belauerte, den Ball allerdings nicht über den herauseilenden Torhüter spitzeln konnte. Die erste Hälfte war geprägt von hohen Bällen beider Teams, die Deining jedoch wesentlich besser schlug als die Blau-Weißen. Bei einem Freistoß aus dem Mittelfeld konnte die Winkelhaider Defensive einen hohen Ball nicht klären und David Sippl köpfte zur verdienten Führung für Deining ein (32.). Nach einem Abwehrschnitzer kassierten die Gäste nur sechs Minuten später 0:2 durch den quirligen Deininger Stürmer Thomas Herrmann (38.). Mit einem unnötigen Foul an Jan Veitengruber bekam Winkelhaid mit dem Halbzeitpfiff einen Elfmeter zugesprochen, den Rico Neubert sicher zum 1:2-Halbzeitstand verwandelte.

Nach der Pause kamen Philipp Winter und Marcel Diaco in die Partie, die dem Spiel der Gäste fortan gut taten. Winkelhaid kombinierte nun besser und versuchte, das Spiel zu drehen. Mit einem erneuten Fehlpass im Mittelfeld lud man die Deininger in der 53. Minute aber zum nächsten Konter ein und geriet durch Thomas Herrmann mit 1:3 ins Hintertreffen. Deining verstand es danach jedoch nicht, den Sack zuzumachen und vergab zwei hundertprozentige Torchancen zum Winkelhaider Knockout. Mit den Einwechslungen von Leon Bachmeier und Wolfgang Beck setzte TSV-Coach Klaus Alder aufs Ganze, ab der 75. Minute dominierten die Gäste das Geschehen.

Die Schlussviertelstunde wurde mit Chancen von Sebastian Dambaur, Marcel Diaco und Valentin Bachmeier innerhalb einer Minute eingeläutet. Nach einer herrlichen Ballstafette über vier Stationen brauchte Armin Goss in der 80. Minute nur noch seinen Fuß hinzuhalten, als er von Rico Neubert bedient wurde – 2:3. Winkelhaid setzte nach und kam nach einem Getümmel im Sechzehner durch Valentin Bachmeier zum Ausgleich in der 84. Minute. Winkelhaid entführte endlich einmal wieder Zählbares aus Deining, auch wenn die Siegesserie dadurch gestoppt wurde. Am Ende konnte der TSV das 3:3 aufgrund der vielen Abspielfehler und der schwachen Leistung in Halbzeit eins als Punktgewinn feiern.

TSV Ochenbruck – SV Pölling 2:2 (0:1)

Man merkte, dass es sich beim Gegner um ein Team des vorderen Tabellenbereichs handelte, dementsprechend traten die Pöllinger auch auf. In der 33. Minute fingen sie einen Abschlag der Ochis ab, der Ball wurde auf Michael Knipfer durchgesteckt und der TSV lag mit 0:1 hinten. Aufregung dann in der 36. Minute: Nach einem Standard wurde der Ochenbrucker Matthias Eisenkolb unglücklich und ohne Vorsatz vom Pöllinger Keeper verletzt. Dem ersten Anschein nach droht Eisenkolb längere Zeit auszufallen.

15 Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da hieß es 0:2 aus TSV-Sicht. Nach einem abgefangenen Freistoß von Julian Heyn wurde erneut Michael Knipfer bedient, der sich die Chance nicht nehmen ließ und traf. Danach plätschert die Partie vor sich hin, beide Teams schienen sich mit dem Ergebnis abgefunden zu haben. Doch es kam anders: Mit dem ersten richtigen Abschluss erzielte Christian Hacker mit einem Sonntagsschuss in der 77. Minute den 1:2-Anschlusstreffer. Kurz danach wechselte Trainer Alper Klein mit Kay Vonau seinen letzten Joker ein – und der stach. Acht Minuten nach seiner Einwechslung erzielte er nach einem langen Ball mit dem Kopf den nicht mehr erwarteten 2:2-Ausgleich.

SV Unterferrieden – SV Höhenberg 2:1 (0:1)

Als die Gastgeber in die Kabine gingen, durften sie hadern. Denn eigentlich hatte Unterferrieden in den ersten 45 Minuten mehr vom Spiel, lag aber nach einem Abwehrfehler, den Höhenbergs Michael Wegerer dankend ausnutzte (10.), zurück. Auf der anderen Seite flogen Kopfbälle von Max Hirschmann (5.) und Daniel Herrmann (14.) knapp vorbei, der Schuss von Alexander Mall aus kurzer Distanz wurde auf der Linie noch geblockt (21.). Und kurz vor dem Pausenpfiff hatte der SVU dann bei zwei Chancen von Jonas Haertl sogar noch Glück (45., Aluminiumtreffer) und Geschick (40., Fußabwehr von Torwart Manuel Hirschmann) auf seiner Seite.

Mit einem ziemlich sinnfreien Foulspiel und folgendem Strafstoß für den SVU begann Hälfte zwei, Max Hirschmann verwandelte sicher (48.). Auch danach ließen es beide Teams nicht an Engagement vermissen, die besseren Möglichkeiten boten sich aber den Höhenbergern. Bei der Verwertung dieser Chancen konnte man aber erahnen, warum sie im Tabellenkeller stehen. Der Anteil von SVU-Torwart Manuel Hirschmann, der einige Mal sehenswert parierte, war auch nicht gering.

Dass es nach der langen Pause doch noch zu einem Sieg reichte, lag auch an Alexander Haas. Nach einer Parade von Höhenbergs Torwart Dominik Forster gegen einen satten Distanzschuss von Mall sprang ihm der Ball vor die Füße. Er behielt die Übersicht und schoss zum Siegtreffer ins lange Eck ein (79.). Kurz darauf stürzte Lars Battke die Höhenberger mit seiner vergebenen Riesenchance zum Ausgleich ins Dilemma, der SVU konnte sich zumindest über drei Punkte in schwierigen Zeiten freuen.

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