Schweres Auswärtsspiel für den SC

Aufgerüstet

Auf ihn ist in Feucht Verlass: Nicolae Oltean hat bisher alle Saisonspiele bestritten. | Foto: Dirk Meier2021/09/SC-Feucht-Oltean-Nicolae-online.jpg

Feucht – 500 Einwohner, aber Spieler mit Drittligaerfahrung und einer Ausbildung im Nachwuchsleistungszentrum von Jahn Regensburg: In Vilzing trifft der SC Feucht auf einen Topfavoriten der Bayernliga, wenn auch einen schwächelnden.

Die nächste Auswärtsaufgabe in der Bayernliga Nord beschert dem 1. SC Feucht am heutigen Samstag die Partie bei der DJK Vilzing. Anpfiff im Manfred-Zollner-Stadion ist um 15 Uhr. Die Gastgeber sind mit sechs Siegen aus sechs Spielen gestartet, haben zuletzt aber an Boden verloren und sind nach drei Niederlagen auf Rang fünf abgerutscht.

Der Sportclub liegt auf Rang sieben nur drei Punkte hinter den Oberpfälzern, die als Topfavorit gelten und unbedingt in die Regionalliga Bayern aufsteigen wollen. Feucht kann indes ohne Übertreibung behaupten, dass der Start als Aufsteiger gelungen ist. Mit 15 Punkten ist die Truppe von Trainer Florian Schlicker zweitbester Aufsteiger, zu den Abstiegs-Relegationsplätzen besteht ein gutes Polster von acht Zählern.

Dass Vilzing, ein 500-Einwohner-Dorf aus dem tiefsten Bayerwald, als Topfavorit in die Bayernliga gehen kann, verdankt es einem nahe gelegenen, weltweit agierenden Elektronikkonzern. Dessen Firmenchef ist regelmäßiger Gast bei den Heimspielen der DJK, die mit André Luge, Kapitän Fabian Trettenbach und dem zu dieser Saison neu verpflichteten Spielgestalter Jim-Patrick Müller drei Spieler in ihren Reihen hat, die schon in der 3. Liga gespielt haben. Auch sonst ist der Vilzinger Kader stark besetzt, neun Spieler haben beim SSV Jahn Regensburg gespielt, sind dort am Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet worden.

Aber nach einem tollen Start stottert der Motor, am Montag kam die Mannschaft zu einer Krisensitzung zusammen, verzichten muss sie heute auf Matthias Müller, der sich vor elf Tagen einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

In der Vergangenheit gab es zwischen 2007 und 2013 schon acht Duelle zwischen Feucht und Vilzing, alle in der Landesliga Mitte. Die Bilanz spricht mit 5:2 Siegen bei einem Unentschieden für Vilzing. In Vilzing hat Feucht dreimal verloren und einmal ein 1:1-Remis geholt, das war am 3. November 2012. „Ein Punkt wäre auch dieses Mal wieder schön. Selbst wenn Vilzing inklusive Pokal viermal in Folge verloren hat, so haben sie wohl in der Liga zweimal Pech gehabt, haben nur das letzte Spiel in Aschaffenburg beim 0:3 schlecht gespielt. Sie haben nach wie vor eine ganz starke Mannschaft und sind top besetzt“, sagt SC-Trainer Schlicker.

Schlicker fehlt es an „Munition“

Personell sind die Feuchter etwas gebeutelt. Ausfallen werden auf jeden Fall Noah Mengi (Bänderriss), Max Höhenberger (Muskelbündelriss) und Patrick Tekeser, der privat verhindert ist. Angeschlagen fehlten am Donnerstag beim Abschlusstraining Max Hering, Jonas Köstler, Fabian Klose, Salim Ahmed und Marco Weber. Junior Betsi Mbetssi ist nach seiner Rotsperre wieder dabei. „Das sind natürlich keine so guten Voraussetzungen, denn unsere Personaldecke ist dünn. Ich würde gerne mit mehr Munition nach Vilzing fahren“, sagt Schlicker, „die Aufstellung ergibt sich erst, wenn ich sehe, wer alles zur Busabfahrt kommt“.

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