60. Geburtstag

Anspruchsvoller Kurs und knifflige Fragen beim Prellsteinrennen

Beim Prellsteinrennen dürfen nur „Dreiergespanne“ an den Start, auch gemischte – wie hier Moritz Luber, Corinna Bittel und Bastian Pecher (v. links). Dass sie wie vor zwölf Monaten wieder auf einem Schneeteppich laufen können, ist aber eher unwahrscheinlich. | Foto: D. Decombe2020/01/Solidarisch-vom-Start-bis-zum-Ziel-vl.-M.jpeg

NEUTRAS – Auch mit 60 noch frisch wie eh und je: Das Prellsteinrennen mit Start und Ziel in Neutras ist die wohl traditionsreichste Sportveranstaltung im weiten Umkreis. Es findet seit 1961 ununterbrochen immer am letzten Sonntag im Januar statt – heuer also am 26. Januar.

Das Prellsteinrennen wurde vom Verein freier Touristen Nürnberg (VfTN) ins Leben gerufen. Früher zunächst als Skilanglaufrennen geplant, machte das Wetter den Organisatoren – zuletzt unter der Regie von Georg Pauli – jedoch immer häufiger einen Strich durch die Rechnung. So fand der Lauf zwischen 1988 und 1998 nur einmal auf Schnee statt. Deshalb kann mittlerweile je nach Streckenzustand und Wetter mit oder ohne Ski gelaufen werden. Anspruchsvoll und anstrengend bleibt die Strecke aber allemal.

2015 übernahm das Marathon-Team Pegnitztal aus Hersbruck die Organisation, um „ein solch traditionsreiches Rennen nicht einfach sterben zu lassen“, wie die damalige MTP-Vorsitzende Birgit Dischner sagte. Und die „Gelberla“ hauchten der Veranstaltung auf Anhieb neues Leben ein – die Teilnehmerzahlen stiegen wieder auf über 40 Teams mit mehr als 120 Läufern. Werte, die zuletzt 1999 erreicht worden waren. Vor Jahresfrist – als das MTP mit „seiner“ fünften Ausrichtung ein kleines Jubiläum beging – waren es sogar 146 Läufer in 47 Mannschaften. Neuer Rekord. Für die „Party“ zum 60. Geburtstag haben sich bislang 31 Teams angemeldet. Wer noch dabei sein will, sollte sich sputen.

Auf sie warten zwölf Kilometer, die mit mindestens fünf ordentlichen Anstiegen gespickt sind. Bei nassen und eisigen Verhältnissen sind Läufer mit Spikes im Vorteil – doch die Meteorologen lassen wenig Zweifel daran, dass das heuer nicht nötig sein wird.

Quiz mit Aussicht

Der Start erfolgt in Neutras beim Gasthaus „Zum Neutrasfelsen“, die Strecke führt vorbei am Namensgeber des Rennens, dem Kletter- und Aussichtsfelsen Prellstein, und steil hinab zur Cäciliengrotte, wo die Teilnehmer „Quizfragen“ beantworten müssen, ehe sie sich auf den kraftraubenden Weg zurück zur Strecke machen dürfen. Er führt unterhalb des Luginsland und des Höhenglücksteigs wurzelig entlang und ist deshalb technisch anspruchsvoll. Über Bürtel und Heuchling geht es nach fast zwölf Kilometern und über 300 Höhenmetern schließlich zurück ins Ziel nach Neutras.

Gestartet wird immer als Dreiermannschaft in Abständen von jeweils einer Minute. Die Teams können auch gemischt sein – also Männer und Frauen oder Skilangläufer und Läufer. Alle drei müssen innerhalb von zwei Stunden im Ziel sein, die beiden schnellsten Zeiten werden gewertet.

Wer auf der Strecke seine Körner restlos „verschossen“ hat, bekommt nach dem Rennen in den Gaststätten „Zum Neutrasfelsen“ und „Zum Res´n“ Gelegenheit, die Depots mit fränkischen Spezialitäten und Hopfengetränken wieder aufzufüllen.

Das Rennen findet am Sonntag, 26. Januar, statt. Start ab 10 Uhr, Anmeldeschluss um 9 Uhr, jeweils am Gasthof „Zum Neutrasfelsen“. Auf www.prellsteinrennen.de ist die Onlineanmeldung bis Montag, 20. Januar, um 18 Uhr möglich, dort finden sich auch viele weitere Infos.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta