Lauf: Simon Schwarz rannte allen davon

Altstadtfestlauf auf gutem Niveau

Läufer und Walkerin begegnen sich am unteren Marktplatz, kurz vor der Zielgeraden2013/06/65661_AltstadtfestlaufDSC_9688Kopie_New_1372525564.jpg

LAUF — Seit Monaten rührte Andreas Janker im Auftrag der Lebenshilfe-Stiftung tüchtig die Werbetrommel für den Altstadtfestlauf, den er selbst noch vor zwei Jahren gewonnen hatte. Die Bemühungen waren erfolgreich, denn das Teilnehmerfeld war hochklassig besetzt. Der Schnellste unter den 311 Läufern und 18 Walkern war der Röthenbacher Simon Schwarz, bei den Frauen Eva Scheu und bei den Walkern Alfred Reitenspieß.

Bei seiner ersten Beteiligung überflog der Röthenbacher Simon Schwarz, zurzeit für den TSV Gräfeling startend, die zehn Kilometer vom Start weg regelrecht und ließ der Konkurrenz keine Chance. Obwohl im Alleingang unterwegs, gelang Schwarz, der bereits drei Mal in selber Manier die zehn Kilometer seiner Heimatstadt Röthenbach gewonnen hat, eine Glanzleistung: 32:59 Minuten auf der nicht flachen Strecke und über zwei Minuten Vorsprung auf Marco Benz (Team Bock) bedeuteten die schnellste Siegerzeit seit 2002.

Als Sieger beim Happurger Stausee-Lauf, Moritzberg-Lauf und Leinburger Kirwa-Lauf ist der Neumarkter Marco Benz auch kein Unbekannter bei uns. Den dritten Platz belegte Uwe Bäuerlein (TSV Staffelstein) in 35:34 Minuten. Auf Platz vier kam der schnellste Teilnehmer eines heimischen Vereins: Florian Lang (DAV Röthenbach) in 36:24. Sonst ist er mit dem SV Simonshofen auf Fußballplätzen unterwegs.

Ihre Altersklassenwertungen gewannen in der Zeitenreihenfolge in der M45 Thomas Rink (Ski-Club Lauf) in 36:45; in der M40 Matthias Röser (Emuge Franken Runners) in 37:24; in der M50 Thomas Federsel (Zeitlauf GmbH) in 38:16, in der MJU18 Moritz Luber (MTP Hersbruck) in 39:01; in der M60 Hartmut Häber (Triathlon Hub) in 40:41 und in der M55 Karl Seel (Kreuz Bad&Heizung Schnaittach) in 47:03 Minuten.

Favoritin auf Platz zwei

Bei den Damen musste Mitfavoritin Silke Bittel (LAC Quelle Fürth), vor knapp zwei Wochen Siegerin beim Metropol Marathon Fürth in 3:12:15 Stunden, der frischeren Eva Scheu (Team Bock) den Vortritt lassen. Die ersten Podestplätze erliefen also Eva Scheu in 40:59, vor Silke Bittel in 42:21 und Marianne Odörfer (Wasserwacht Weißenbrunn) in 43:05 Minuten. Diese drei sind in derselben Reihenfolge Altersklassensiegerinnen in der W30, 35 und 40.

Für die Nordic Walker war anstatt zwei nur eine Fünf-Kilometer-Runde zu absolvieren. Die voriges Jahr eingeführte Ergänzung zum Altstadtfestlauf ist ein inklusiver Wettbewerb für Menschen mit und ohne Behinderung. Schnellste Dame wurde dabei Michaela Dressel (Loew läuft) in 37:18 mit über einer Minute Vorsprung auf Elisabeth Begert (MTP Hersbruck).

Bei den Herren dominierte Alfred Reitenspieß (TV Altdorf) mit einer Endzeit von 34:07 die Konkurrenz, wie schon Mitte Mai beim Leinburger Kirwa-Lauf. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Thomas Helfrich (Emuge-Franken-Runners) in 36:00 und Fritz Wölfel (DAV Hersbruck), Altersklasse M75, in 38:10 Minuten. Besonders applaudiert auf der Strecke und am Ziel wurde auch für das gesamte GewoGo-Lebenshilfe-Team mit Markus Porst als schnellster Teilnehmer.

Eine Episode am Rande: Ein Läufer war etwa 800 Meter vor dem Ziel mit einem Kreislaufkollaps zusammengebrochen. Gestern ging es dem Mann schon wieder gut, wie der Veranstalter berichtete. Siegfried Knauf vom DAV Röthenbach hatte geholfen und lief erst weiter, nachdem klar war, dass es dem Sportlerkollegen wieder besser ging. Er kam erst ins Ziel, nachdem die Zeitnahme bereits beendet war.

Bei der Siegerehrung bedankte sich dann Norbert Scheckenhofer im Namen der Lebenshilfe Stiftung bei Andreas Janker und seinem Team für die perfekte Organisation und das Moderieren aber auch bei allen Teilnehmern, Sponsoren und Helfern von der Polizei, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Sanitätsdienst und der Sparkasse für die Siegerprämien.

Scheckenhofer erinnerte daran, dass der Erlös der Veranstaltung zu 100 Prozent Menschen mit Behinderung zufließt und verdeutlichte für alle Anwesenden den Begriff Inklusion mit den Worten „normal ist es, verschieden zu sein“.

Die Ergebnisliste folgt in einer der nächsten PZ-Ausgaben.

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