Nachholspiele im Kreis Neumarkt/Jura

SV Rasch: Nichts zu holen am Gründonnerstag

Die Abwehraktion von Daniel Eckersberger vom SV Rasch (rechts) war vergebens, der Wendelsteiner Jonas Rösch (Rot) erzielt das 0:1 für den Tabellenführer. | Foto: DV2017/04/svraschfgwendelstein.jpg

NÜRNBERGER LAND – Der Gründonnerstag war heuer aus sportlicher Sicht eher ein schwarzer Donnerstag. Denn sowohl der SV Rasch als auch der SC Eismannsberg mussten am Nachholspieltag heftige Pleiten einstecken, womit sich die Situation der beiden Vereine aus dem Altdorfer Stadtgebiet noch weiter verschärft hat.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: SV Rasch – FG Wendelstein 0:3 (0:1) – Im Nachholspiel vom 13. Spieltag hatten die Rascher gegen den Tabellenführer, der allerdings aus formellen Gründen nicht aufsteigen darf, herzlich wenig zu bestellen. Nach anfänglichem Abtasten hatten die Gastgeber sogar die ersten Tormöglichkeiten, Andreas Firlus taucht in der 6. Minute allein vor dem Tor auf, verzieht aber überhastet, ebenso in der 10. Minute der Spielertrainer Florian Schmidt, der von Tobias Birkelbach bedient wurde. Drei Minuten später tankte sich Andreas Firlus nochmals durch die Wendelsteiner Abwehr, sein Torschuss fiel jedoch zu schwach aus, um den Wendelsteiner Keeper Martin Tschinkel aus der Ruhe zu bringen.

Die Gastgeber versuchten weiterhin, mit konzentriertem Spielaufbau nach vorne zu kommen, aber wesentlich effektiver agierten die Gäste mit ihren schnellen Angreifern. In der 26. Minute war Nicolas Kuttruff mit einer ersten Möglichkeit an der Reihe. Wenige Minuten später wieder einer der schnell vorgetragenen Angriffe der Wendelsteiner über die linke Seite, den Querpass nahm Jonas Rösch direkt und ließ trotz Bedrängnis dem Rascher Torhüter Felix Ortegel beim 0:1 keine Abwehrchance.

Die Aktionen der Gäste wurden immer zwingender, die Rascher Defensive geriet zusehends unter Druck. Nach einem Eckstoß musste David Horil auf der Linie per Kopf retten (35.), die letzte Chance für den SV hatte Tobias Birkelbach, der bei einem Entlastungsangriff in der 42. Minute aus 18 Metern über das Tor schoss.

Nach Wiederanpfiff hoffte der Rascher Anhang darauf, dass sich ihre Jungs in der Pause etwas gegen den starken Gegner einfallen haben lassen. Sie wurden aber dann jäh enttäuscht, denn Wendelstein legte in der 49. Minute mit dem 0:2 nach. Sidi Hertl passt kurz vor dem Rascher Strafraum auf Alexandar Sekulic, der dreht sich einmal um die eigene Achse und trifft unhaltbar genau in den linken oberen Winkel. Rasch versuchte sich danach gegen die Niederlage zu stemmen, aber es wurde klar erkennbar, dass es an diesem Tag einfach nicht sein sollte. Die Wendelsteiner waren durch die Bank schneller, aggressiver und auch balltechnisch überlegen, beim SV gingen einfach viel zu viele Bälle schon im Spielaufbau verloren. In der 56. Minute musste der Rascher Keeper Kopf und Kragen gegen den durchgebrochenen Angelo Mahler riskieren. Danach hatte Rasch doch noch zwei Möglichkeiten, Christian Waiz trifft aber nicht (60.) und ein 25-Meter-Freistoß von Tobias Birkelbach findet den Wendelsteiner Torhüter auf dem Posten.

Der in der 55. Minute eingewechselte Jonas Ungermann sorgte mit ungestümen Einsatz dafür, dass Wendelstein nach Gelb und Gelb-Rot für ihn die letzten 20 Minuten in Unterzahl spielen musste. In der 77. Minute dann die Entscheidung, Rasch verlor in der Vorwärtsbewegung im Mittelfeld das Leder, ein schneller und genauer Konter über drei Stationen und Alexander Sekulic musste nur noch einschieben. In der 86. Minute rettete der Rascher Keeper nochmal vor einem noch höheren Rückstand, in der Schlußminute wurde ein Treffer von Tobias Birkelbach wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben. Können die Sorgenfalten der Rascher eventuell doch noch am Ostermontag geglättet werden? Das Lokalderby gegen den FC Ezelsdorf verspricht jedenfalls äußerst spannend zu werden.

 

A-Klasse Nord Ost: TSV Stöckelsberg – SC Eismannsberg 5:0 (1:0) – Die durch Verletzungen und Spielersperren arg gebeutelten Eismannsberger mussten im Nachbarschafts-Derby in Stöckelsberg antreten. Die Vorzeichen waren insofern nicht grad günstig und zu allem Überfluss kam dann auch wieder mal Pech dazu. Nach einem Freistoß wollte ein Eismannsberger retten und lenkte das Leder zum frühen 0:1-Rückstand ins eigene Tor ab. Ansonsten verkauften sich die Gäste bei verteiltem Spiel in der ersten Hälfte noch recht wacker. Das Unheil begann dann gleich nach Wiederanpfiff, Benjamin Mertl erhöhte gleich in der 46. Minute auf 2:0, danach brach das Mannschaftsgefüge der Gäste zusehends auseinander, was sich dann auch in drei weiteren Toren innerhalb von 15 Minuten niederschlug. Rene Biliku (60.), Lukas Stenker (65.) und Martin Gruber in der 75. Minute erhöhten zum Endergebnis von 5:0. Am Ostermontag kommt es zum Kellerduell beim TSV 04 Feucht II.

N-Land Der Bote
Der Bote