Pater Winfried Yego predigte

Von Lauf direkt nach Afrika

Pater Winfried Yego bei seinem Kurzbesuch in der katholischen Kirche in Lauf. | Foto: MIehling2021/03/Pater-Winfried-Yego-in-Lauf-Foto-Miehling.jpg

LAUF. Auf dem Weg von St. Ottilien zum Flughafen Frankfurt war der afrikanische Pater Winfried Yego am Wochenende kurz nach Lauf abgebogen, um sich vom Laufer Hans-Bößner-Hilfswerk und der Laufer Gemeinde zu verabschieden. Seit 2007 verbindet den Benediktinerpater, der in Würzburg von Münsterschwarzach aus seine theologischen Studien abgeschlossen hatte, eine enge Freundschaft.

Im Oktober 2017, Yego war damals Pfarrer in Kenias Hauptstadt Nairobi, gastierte er mit seinem 20-köpfigen Gospelchor seiner Pfarrei in Lauf (die PZ berichtete über das Konzert) und vor zwei Jahren feierte Yego seinen 50. Geburtstag in der Laufer St. Otto Gemeinde.

Drei Jahre lang war Winfried Yego als Congregationssekretär gleichsam der Außenminister der Erzabtei St. Ottilien und hielt Kontakte zu den 19 selbstständigen Benediktinerklöstern mit ihren 56 Niederlassungen in Afrika, Amerika, Asien und Europa. Nun zieht es ihn wieder zurück in die Heimat.

„Afrika braucht mich“, so Winfried Yego in seiner Ansprache in der Kirche St. Otto. In Nanyuki am Fuße des Mount Kenya wird Winfried Yego die Leitung eines Meditations- und Bildungshauses übernehmen, Exerzitien und geistliche Begleitung anbieten und pastoraler Ansprechpartner für die Bewohner der ganzen Region am Äquator sein. Hin und wieder wird es ihn auch in den Norden des Landes ziehen. Dort hatte er mit finanzieller Hilfe aus Lauf und der Metropolregion im Keriotal leerstehende Werkstätten und Lagerhallen zur St. Benedicts School of ­Peace samt angeschlossenem Internat für 350 Schülerinnen und Schüler umgebaut.

2019 hatte ein Wirbelsturm das Dach abgerissen. Das Laufer Hans-Bößner-Hilfswerk finanzierte die Reparaturarbeiten. Aktuell unterstützt das Hilfswerk den Bau von zehn Wassertanks. „Angesichts des weltweiten Klimawandels, der auch die Bergregion in der Mitte Afrikas betrifft, duldet das Projekt keinen Aufschub und erhält von uns finanzielle Unterstützung“, so Hans Wittmann, Vorsitzender des Hilfswerks.

Mit der Zusicherung, die jahrelange Freundschaft lebendig zu halten, und dem Versprechen „Ich komme wieder nach Deutschland und Lauf“, verabschiedete sich Winfried Yego, um rechtzeitig in Frankfurt den Flieger nach Nairobi zu erreichen. 

Spenden

Die Bankverbindung für Spenden an das Hans-Bößner-Hilfswerk Lauf lautet: Sparkasse Nürnberg, IBAN: DE93 7605 0101 0240 1625 03, BIC: SSKNDE77XXX.

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