Kapazitäten für Corona-Abstriche

Testzentren im Kreis sind noch nicht ausgebucht

Eines der Testzentren wurde in Altdorf im Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule beziehungsweise der ehemaligen Fachakademie für Sozialpädagogik (Hersbrucker Straße 11) eingerichtet. | Foto: Geist2020/12/Altdorf-Corona-Testzentrum-FAKS-16.jpg

NÜRNBERGER LAND – In den beiden Corona-Testzentren des Landkreises Nürnberger Land in Hersbruck und Altdorf werden pro Tag durchschnittlich jeweils rund 50 bis 60 Menschen getestet, bestätigt das Landratsamt auf Anfrage der Pegnitz-Zeitung. An die Belastungsgrenze stößt man damit aber nicht, denn knapp ein Drittel der Kapazitäten sind bislang noch frei.

An der Teststrecke im Hersbrucker Bevölkerungsschutzzentrum und in
der ehemaligen Landwirtschaftsschule in Altdorf arbeiten jeweils zwei Ärzte und je nach Bedarf ein Helfer.

An beiden Zentren könnten täglich auf diese Weise insgesamt bis zu 170 Abstriche auf das Coronavirus durchgeführt werden, so die Kreisbehörde gestern.

In den vergangenen Wochen sei die Zahl der Menschen, die einen Test in einem der Zentren machen wollten, recht konstant geblieben.

Ausgenommen davon seien Reihentestungen von Schulklassen oder auch Testungen in Heimen, die manchmal auch Ärzte des Gesundheitsamts vornehmen und bei denen die Abstriche über die Zentren ausgewertet werden.

Abstrich auch ohne Symptome

Diese stehen allen Menschen offen, die sich auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen möchten, unabhängig davon, ob sie bereits Symptome haben oder nicht.

Wer Krankheitssymptome hat, sollte aber eigentlich einen Corona-Abstrich beim Hausarzt durchführen lassen, bittet das Landratsamt. „Sollten Sie dort allerdings keinen Termin bekommen, können Sie auf die Testzentren zurückgreifen“, sagt Iris Bitzigeio, Pressesprecherin des Landratsamts.

Die erste Teststrecke im Landkreis – damals noch am ehemaligen Hersbrucker Krankenhaus – ist Ende August aufgrund einer Anordnung des Freistaates in Betrieb gegangen (die Pegnitz-Zeitung berichtete).

An der neuen Katastrophenschutzhalle des BRK hinter der Baywa-Tankstelle in Hersbruck (Houbirgstraße 2) befindet sich eines der beiden Testzentren des Landkreises. /Foto: Ruppert2020/12/testzentrum-hersbruck-corona-katastrophenschutzzentrum.jpg

Bayerische Teststrategie

Im Rahmen einer bayernweiten Teststrategie sollten alle Landkreise und kreisfreien Städte bis zum 1. September solche Zentren einrichten, um mehr Kapazitäten für Abstriche zu schaffen. Denn in Bayern werden Coronatests nach wie vor kostenlos durchgeführt – unabhängig davon, ob man Symptome hat oder nicht.

Ob kurz vor Weihnachten die Kapazitäten knapp werden könnten, weil mehr Menschen dieses Angebot annehmen, um einigermaßen sorglos Verwandte besuchen zu können, ist laut Bitzigeio derzeit noch nicht abzusehen. „Ich nehme an, diese würden Ende nächster Woche oder Anfang der Weihnachtswoche kommen, damit das Ergebnis noch einigermaßen aktuell ist“, so die Sprecherin.


Termine auch online

Das Testzentrum in Altdorf in der Hersbrucker Straße 11 bietet Montag, Mittwoch und Freitag jeweils von 9 bis 12 Uhr und Dienstag und Donnerstag jeweils von 13 bis 15 Uhr Abstriche an. Eine vorherige
telefonische Terminvereinbarung unter der Nummer 09123/9506299 ist nötig.

In Hersbruck in der Houbirgstraße 2, wo Abstriche Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr möglich sind, können Termine auch online vereinbart werden. Unter www.landkreis.nuernberger-land.de steht ein Formular zur Verfügung, über das man jeweils zwischen 9 und 10 Uhr ein Zeitfenster frei wählen kann.

Menschen, die sich in Quarantäne befinden, sollten sich direkt mit dem Contact-Tracing-Team des Landkreises in Verbindung setzen, das ohnehin auf sie zukommt.

Ob die Testzentren über die Weihnachtsfeiertage in Betrieb sein werden, ist laut Landratsamt Entscheidung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und der Regierung von Mittelfranken.

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