Führung durch die Sammlungspräsentation

Tag der „Hersbrucker Spinnstube“ im Hirtenmuseum

Der „Leder-Soergel“ ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
Der „Leder-Soergel“ ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen. | Foto: Ingrid Pflaum2026/01/Der_LederSoergel_ist_nur_im_Rahmen_einer_Fuehrun.jpg

HERSBRUCK – Um Licht zu sparen, hatten sich früher die jungen Frauen im Dorf in den „Licht- oder Spinnstuben“ getroffen und gemeinsam mit Handarbeiten wie spinnen, weben oder sticken ihre Aussteuertruhe gefüllt. Gesellig ist es trotzdem zugegangen, wenn die jungen Männer zur Unterhaltung musizierten. Um die Aussteuer geht es heute zwar nicht mehr, aber das gesellige Handarbeiten miteinander gefällt wieder.

Daher finden sich im Hirtenmuseum zwar finden nicht am Abend, dafür aber jeden ersten Sonntag im Monat Frauen ein, um mit der Handspindel und am Spinnrad aus gewaschener Rohwolle Garn zu spinnen. Die „Spinnerinnen“ treffen sich am 1. Februar von 11 bis 16 Uhr. Die Besucher des Museums können sich gerne mit dazu gesellen, Wissenswertes über die Woll-/Fadenherstellung erfahren und auch so manche Anekdote aus der Geschichte hören.

Führung durch das Hirtenmuseum

Am gleichen Tag um 15 Uhr haben Einzelbesucher die Chance, an einer Führung teilzunehmen, ohne sich anmelden zu müssen, erklärt das Hirtenmuseum in einer Pressemeldung. Dabei erhalten die Besucher Einblicke in das – einfache und trotzdem vielseitige – Leben der Gemeindehirten. Letztere waren bis in die 1960er Jahre bei den Gemeinden angestellt und nahmen eine wichtige Rolle ein. Nach den ältesten Abteilungen der Dauerausstellung geht es in den „Leder-Soergel“, der sein umfangreiches Warenangebot an Handwerksbetriebe, aber auch an Laufkundschaft verkaufte – ein Laden, wie es ihn heute nicht mehr gibt. Das originalgetreu eingebaute Geschäft ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen.

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