Sprühaktion gegen Raupen

So sieht es aus, wenn die Autobahndirektion gegen den Eichenprozessionsspinner vorgeht.  Foto: Privat2010/05/eichenspinner_autobahn.jpg

NÜRNBERGER LAND — Mit einem Großeinsatz geht die Autobahndirektion Nordbayern gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners vor. Betroffen sind auch die A 3 und die A 9 im PZ-Gebiet.

Mit diesem Falter ist nicht zu spaßen: Die Raupen des unscheinbaren Eichenprozessionsspinners entwickeln sogenannte Brennhaare, die ein lösliches Eiweiß enthalten. Dieses kann nicht nur zu Hautentzündungen, sondern sogar zum Kreislaufversagen führen. Betroffen sind davon nicht nur Allergiker; jeden kann es treffen.

Um solche Vorfälle zu vermeiden, lässt die Autobahndirektion nun Bäume und Sträucher entlang der Autobahnen mit einem Insektenschutzmittel einsprühen. Der Einsatz dauert bis Mitte Juni und kostet rund 100 000 Euro. Begonnen wird damit im Schwabacher Raum; das Nürnberger Land – und damit die A 9 rund um Lauf und die A 3 bei Schwaig – ist erst in ein bis zwei Wochen an der Reihe.

Das Insektenschutzmittel wird mit einem Sprühgerät auf den Blättern der Pflanzen verteilt. Von dort nehmen es die gefräßigen Raupen auf. Der Wirkstoff verhindert, dass sie das Verpuppungsstadium erreichen. Anschließend können sie einfach eingesammelt werden. Für den Menschen ist das Biozid nach Angaben der Autobahndirektion völlig unbedenklich.

Allerdings kommt es während des Sprüheinsatzes immer wieder zu Behinderungen. So müssen etwa die Parkplätze, die ebenfalls behandelt werden, stundenweise gesperrt werden.

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