Zufrieden mit Besucherzahlen

Schöner Freibadsommer geht zu Ende

Zumindest im Laufer Freibad war die Stimmung an den letzten Tagen dieser Saison gut. Am Montag ist noch einmal geöffnet, danach beginnt die Winterpause. | Foto: Haase2019/09/Freibad-lauf-Bilanz-Wasser-Sommer-schwimmen.jpg

LAUF – Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter: Der Sommer geht dem Ende entgegen. Kommende Woche schließt das Laufer Freibad seine Pforten. Die anderen Bäder folgen. Es war eine gute Freibadsaison. Besonders die letzte Woche im Juni lockte bei heißen Temperaturen viele Besucher.

Meerjungfrauen und Wassermänner nutzten jetzt noch die letzten sonnigen Tage. Im Laufer Freibad zogen sie fleißig Bahnen, sprangen in Schnaittach vom Fünf-Meter-Turm und stürzten sich in Röthenbach in die kühlen Fluten. In den nächsten Tagen werden wohl nur noch wenige Mutige und Hartgesottene ihre Bahnen im bis dahin wohl recht kühlen Wasser ziehen.
Rekorde wurden nicht geknackt.

Tolle Saison

Es war eine tolle Saison – da sind sich Badegäste und Badbetreiber der Freibäder in Lauf, Röthenbach und Schnaittach einig. Die Besucherrekorde vom heißen Sommer 2018 mit 137 165 Besuchern allein in Lauf konnte allerdings keines der Schwimmbäder überbieten. Bis Ende August haben insgesamt 113 472 Menschen das Laufer Freibad besucht. Das sind knapp 23 000 weniger als 2018, wo der Sommer durch viele heiße Wochen in Folge die Menschen in die Bäder trieb.

Fabian Reicher, vom zuständigen Referat der Stadt Lauf, ist aber trotzdem sehr zufrieden: „Es war eine schöne Saison, ohne besondere Vorkommnisse oder größere Verletzungen.“ Nicht nur auf das Laufer Bad trifft diese Aussage zu. Auch Röthenbach und Schnaittach erging es ähnlich. Mit rund 54 000 Badegästen in Röthenbach und etwas über 50 000 Besuchern in Schnaittach können sich auch diese Freibäder nicht über mangelnden Zulauf beklagen.

Wenige Unfälle

Weil es wenige Unfälle oder schlimmere Verletzungen gab, war es eine ruhige, angenehme Saison, auch für die Angestellten der Bäder. Viele Freibadgäste wurden allerdings von Wes­pen gestochen, mancher zog sich beim Badbesuch eine Platzwunde zu. Schlimmere Verletzungen blieben in allen drei Bädern aus. „Es kam nur der übliche Kleinkram an Wunden vor“, bringt es Hannelore Hönecke auf den Punkt. Seit 16 Jahren sitzt sie im Schnaittacher Bad an der Kasse.

Bewährt haben sich zwei Neuerungen in den Bädern: Im Laufer Freibad wurden zu Saisonbeginn zwei Bahnen für Schwimmer eingezogen, was laut Fabian Reicher von der Stadt Lauf bei allen Badegästen sehr gut ankam. Schnaittach hat in diesem Jahr zum ersten Mal eine mobile Sauna für verfrorene Schwimmer aufgestellt. Diese wird noch bis zum Ende der Schnaittacher Badesaison am 15. September beheizt.

Richtig Schwimmenlernen liegt im Trend

Außerdem legten viele Eltern Wert darauf, dass ihre Kinder ordentlich Schwimmen lernen: die Nachfrage in allen drei Bädern war groß. In Schnaittach führte der Wunsch nach dem Seepferdchenabzeichen sogar dazu, dass sich am Prüfungstag laut Kassendame Hönecke eine lange Schlange vor der Bademeisterkabine bildete.

Schaut man sich die aktuellen Besucherzahlen genauer an, stechen zwei Tage im Juni ins Auge. 5464 Badegäste kühlten sich am besucherreichsten Tag am 30. Juni im Laufer Freibad ihre überhitzten Körper. Röthenbach konnte sogar einen kleinen Rekord brechen. Am 26. Juni kamen 3647 Badegäste. Einen solchen Besucherandrang an einem Tag hat es bis dahin laut Betriebsleiter Horst Schulz „zumindest in den letzten zehn Jahren nicht gegeben“. Das alles überrascht nicht, denn der Juni hatte es in sich: Laut deutschem Wetterdienst war es der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881.

Noch bis Montag, 9. September, lädt das Laufer Freibad ein, ins kühle Nass zu springen. Dann endet die Saison. Röthenbach und Schnaittach schließen voraussichtlich am Sonntag, 15. September.

Rebecca Haase

N-Land Pegnitz-Zeitung
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