Donnerwetter-Festival in Schnaittach

Lang lebe Rock‘n‘Roll

Ein bisschen Allüren, ein bisschen Humor und waschechter Rock: „Six Finger Jack“ überzeugte beim Donnerwetter-Festival.2013/11/73270_SixFingerJaeckDonnerwetterhochalm_New_1384705867.jpg

SCHNAITTACH — Ein Muss für alle Freunde der Rockmusik ist das Donnerwetter-Festival in Schnaittach: Schon zum siebten Mal organisierte die Musikinitiative Nürnberger Land am Samstag das kostenlose Konzert im Saal des „Tausendschön“ in Schnaittach. Drei Bands heizten den zahlreichen Gästen den ganzen Abend lang ein. Neben den „Enzenstones“ und „Stereotyp“, die ganz auf Coverrock setzten, gaben „Six Finger Jack“ auch eigene Songs zum Besten.

Die „Enzenstones“ sind als Vereinsband der Musikinitiative jedes Jahr ein fester Programmpunkt des Festivals. Die insgesamt etwa 15 Köpfe starke Band präsentierte sich in diesem Jahr mit leicht verändertem Konzept: Denn statt wie bisher nach jedem Lied die Besetzung zu wechseln, zogen sich die einzelnen Musiker nur in den Hintergrund der Bühne zurück. „Wir haben immer mehr Sänger und setzen daher den Background-Gesang verstärkt ein“, erklärte Klaus Klement, zweiter Vorsitzender der Musikinitiative und Mitglied der „Enzenstones“, die neue Ausrichtung.

Musikalisch blieb jedoch alles beim Alten: Die bewährte Mischung aus Rocksongs älteren und jüngeren Datums sorgte auch in diesem Jahr von Beginn an für Stimmung. Die gute Laune der Musiker, die sichtlich viel Spaß bei ihrem Auftritt hatten, übertrug sich auf das Publikum.

Härtere Töne schlug die Vier-Mann-Band „Six Finger Jack“ an. Sie betrat nach professionellem Intro die Bühne und legte sofort mit schnellen Gitarrenriffs und Headbanging los. Vor allem die jüngeren Zuhörer ließen sich von den charismatischen Musikern mitreißen.

In ihren eigenen Songs verbanden die Vier schnellen Hardrock mit eingängigen, melodiösen Tönen und bezogen das Publikum immer wieder mit ein: Bei einem Lied durften Mädchen aus dem Publikum mit dem Sänger auf der Bühne tanzen. Dass sie neben Rockstar-Allüren auch Humor besitzen, bewiesen die Musiker, indem sie den 90er-Jahre-Hit „Larger than life“ der „Backstreet Boys“ coverten und in einen waschechten Rocksong verwandelten.

Als Headliner betrat die Formation „Stereotyp“ die Bühne. Mit Coversongs unterschiedlichster Rock-Richtungen erfüllten die routinierten Musiker die Wünsche des Publikums: Bei dem Programm, das von den „Red Hot Chili Peppers“ über „Pearl Jam“ bis „Motörhead“ reichte, war für jeden Zuhörer, ob jung oder alt, etwas passendes dabei.

Klaus Klement, der das diesjährige Festival mitorganisierte, war mit dem Verlauf zufrieden: „Es kommen jedes Jahr ein bisschen mehr Leute, heuer haben wir wohl etwa 300 Gäste“, erzählte er. Sorgen wegen des bevorstehenden Betreiberwechsels im Tausendschön mache er sich kaum: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das Festival auch weiterhin hier organisieren können. Die Gemeinde achtet darauf, dass etablierte Veranstaltungen weiter stattfinden können.“

Denn das Donnerwetter-Festival, ursprünglich nur als einmalige Veranstaltung als Wiedergutmachung für ein abgebrochenes „Rock-am-Rothenberg“-Open-Air geplant, hat sich im Musikgeschehen der Region längst einen festen Platz erobert.

N-Land Alisa Müller
Alisa Müller