Schmankerl für Freunde von Lanz & Co.

2010/09/Bulldogfest_2.jpg

Für Freunde nostalgischer Landtechnik hat Dehnberg eine gute Adresse: den Rühl’schen Hof, Haus Nummer 6. Dort hat der „Bulldogverein Dehnberg e.V.“ sein Zuhause. Beim Tag der Regionen am 3. Oktober öffnet er seine Tore für Besucher. Viele sind schon gespannt, ob man dann auch das markante „bub – bub – bub“ eines alten Lanz hört.

Mit seinen Oldtimern ist der Bulldogverein ein gern gesehener Gast bei Ausstellungen und Festzügen. Manche glauben, dass es in Dehnberg ein richtiges Bulldog-Museum gibt. Nun, das wäre etwas zu hoch gegriffen, aber eine ordentliche Sammlung ist es schon.

Vorstand Thomas Müller-Rühl gibt einen Blick in die Chronik:

Die Wiege des Vereins liegt in der Bulldogsammlung des Ehrenvorsitzenden Thomas Rühl Senior. In ihrer Glanzzeit, Ende der achtziger Jahre, umfasste sie 80 funktionstüchtige Ackerschlepper und eine Vielzahl von landwirtschaftlichen Geräten wie Bindemäher, Grasmähmaschinen, Stiftendreschmaschinen und über Riemen angetriebene, hölzerne Dreschmaschinen. Fast jede Traktormarke war auf dem Hof vertreten, darunter auch Lanz und einige alte Unimogs.

Sein Hof drohte aus allen Nähten zu platzen. So entschied er sich, bis 1994 seine Sammlung auf etwa 35 Stück zu verkleinern. Um sie einem breiteren Publikum näher zu bringen, kam er auf die Idee, ein Fest zu veranstalten. So fand im Mai 1995 das erste Bulldogfest in Dehnberg auf dem Rühl’schen Hof statt. Thomas Rühl präsentierte seine Bulldogs, „Die Haberloher“ machten Musik, Angehörige und Freunde kümmerten sich um die Bewirtung.

Dieses Konzept war vier Jahre erfolgreich. Doch 1999 waren nicht mehr genügend Leute bereit, für das immer größer werdende Fest ihre Freizeit zu opfern. So schlummerte die Rühl’sche Bulldog-Sammlung bis 2001 im Verborgenen.

Ende 2001 fanden sich ein Dutzend Dehnberger, darunter auch junge Leute, die das damalige landwirtschaftliche Leben mit seinen Maschinen und Traktoren der Nachwelt erhalten und näherbringen wollten. Der Bulldogverein wurde gegründet. Thomas Rühl war darüber so erfreut, dass er dem Verein spontan einen Fahr-Bulldog Baujahr 1962 stiftete. Er wurde noch in der Gründungsversammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

„Da der Fahr unser erster vereinseigener Bulldog war – und bis heute noch der einzige ist – wird er von den Mitgliedern liebevoll „Number One“ genannt, sagt Thomas Müller-Rühl. Dieser gut gepflegte Oldtimer tritt regelmäßig beim Dehnberger Bulldogfest am ersten Mai-Wochenende  auf – und sicher auch beim Tag der Regionen.

Bulldogverein Dehnberg e. V., Thomas Müller-Rühl, Dehnberg 6, 91207 Lauf, Tel. 09123 / 96 31 26, E-Mail: [email protected], www.bulldogverein-dehnberg.de

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren
N-Land Thomas Kohl
Thomas Kohl