Derby in Großschwarzenlohe

SC Feucht: Das Ende einer Serie?

Florian Bauer Florian Schlicker
„Mein Kumpel macht da einen sehr guten Job“, sagt SC-Trainer Florian Schlicker (rechts) über Florian Bauer. | Foto: Zink2019/09/Feucht-Schlicker-Bauer-Zink.jpg

FEUCHT – Die weiße Weste möchte der 1. SC Feucht am heutigen Freitagabend (17.30 Uhr) im Derby beim SC Großschwarzenlohe verteidigen. Zehnmal in Folge sind die Feuchter in der Landesliga Nordost unbesiegt, führen die Tabelle mit bereits fünf Punkten Vorsprung an. Aber auch die Gastgeber sind gut drauf, haben siebenmal in Serie nicht verloren. 

SC-Trainer Florian Schlicker weiß, wovon er spricht: „Es stehen sich wohl die beiden momentan stabilsten Teams gegenüber.“ Dass die Feuchter so souverän sind, das ist eher unter der Kategorie Normalität einzuordnen. Doch der Höhenflug des SC Großschwarzenlohe überrascht nicht nur Schlicker und die Liga, auch beim Vorjahres-Aufsteiger hat damit keiner so richtig gerechnet. „Wir wissen, wo wir herkommen“, sagt Florian Bauer.

Der Trainer des SCG ist ein sehr guter Kumpel von Schlicker und sagt: „Wir selbst wundern uns im Moment auch wie gut es für uns läuft.“ Denn vor dem Saisonstart war das Team aus der Gemeinde Wendelstein zum Kreis der Teams gezählt, die es schwer haben werden. Denn einige gute Kicker gingen, unter anderem der starke Torhüter Dominik Brunnhübner, der nach Schwabach gewechselt ist. Schmerzlich vermisst werden auch Oliver Lahr (TSV Nürnberg-Buch) und Justin Opcin (SG Quelle Fürth).

„Wollen gegen Feucht gewinnen“

So begann die Saison erwartungsgemäß, die ersten drei Partien gingen verloren. Da hagelte es gegen Kickers Selb (0:6), Nürnberg-Buch (2:3) und Vach (2:5) satte 14 Gegentreffer. Doch mit dem 0:0 gegen Schwaig wendete sich das Blatt, nun verlor Großschwarzenlohe kein Spiel mehr und steht jetzt mit 15 Punkten auf Rang acht. „Diese sieben Spiele ohne Niederlage haben unser Selbstbewusstsein gesteigert. Wir gehen mit richtig breiter Brust in das Spiel gegen Feucht. Wir sind so weit, dass wir sagen, dass wir nun auch gegen Feucht gewinnen wollen“, so Bauer.

Der weiß natürlich, dass in dieser engen Liga vieles möglich ist: „Wir bringen im Moment richtig viel PS auf den Platz. Wir haben zwar keine zehn Messis auf dem Platz und auch keinen Fabian Klose, aber wir sind gefestigt. Wir sind heiß, werden am Freitagabend im Derby Vollgasfußball spielen und hoffen auf drei Punkte“, sagt Bauer kämpferisch. Dem fehlen Mika Schmidt (Sprunggelenksverletzung) und der Ex-Feuchter Jannik Schneider wegen einer Schnittwunde.

Statistik spricht für den SC

Die Gäste haben einen Lauf und dieser soll anhalten. Natürlich ist den Verantwortlichen beim SC nicht verborgen geblieben, dass es bei den Platzherren wie am Schnürchen läuft. „Das ist eine sehr positive Überraschung. Mein Kumpel Florian Bauer macht da einen sehr guten Job. Sie werden uns sicher alles abverlangen und wollen unsere Serie brechen. Aber das wollen wir natürlich unter allen Umständen verhindern“, sagt Feuchts Coach Schlicker.

Bisher gab es drei Duelle zwischen diesen beiden Vereinen. Im Pokalturnier siegte der SC mit 1:0 und in der vorigen Saison gab es zwei Feuchter Siege mit 4:2 auswärts und 5:2 daheim. Allerdings sei der Sportclub aus Großschwarzenlohe immer ein unangenehmer Gegner. Daher ist erneut die volle Konzentration erforderlich, um die Pflichtaufgabe erfolgreich zu erledigen. Denn einen Ausrutscher wollen sich die Zeidler auf keinen Fall leisten.

Bei den Gästen fehlt immer noch der erkrankte Philipp Spießl. Julian Schäf und Maximilian Höhenberger sind nach ihrer Auszeit im vorigen Spiel beim 3:1-Erfolg gegen den ASV Vach wieder an Bord, werden wohl aber zunächst auf der Bank sitzen.

N-Land Dirk Meier
Dirk Meier