Wechsel in der CSU-Fraktion im Rückersdorfer Gemeinderat

Zech folgt auf Kaltenhäuser

Peter Zech (rechts) wurde als Nachfolger Heidrun Kaltenhäusers von Bürgermeister Manfred Hofmann vereidigt. | Foto: Kohl2016/05/Rdf-Gemeinderat-peter-Zech-vereidigung.jpg

RÜCKERSDORF — Der Wechsel in der CSU-Fraktion des Rückersdorfer Gemeinderats ist vollzogen: Peter Zech wurde in der Mai-Sitzung als Nachfolger von Heidrun Kaltenhäuser vereidigt. Ihren Rückzug aus der Politik hatte die langjährige Gemeinderätin und Zweite Bürgermeisterin im April überraschend angekündigt (die PZ berichtete). Nun wurde sie offiziell aus dem Gremium verabschiedet. Die CSU plant eine eigene Feier.

Kaltenhäuser habe ihr Amt zum 30. April niedergelegt, sagte Bürgermeister Manfred Hofmann zu Beginn der Verabschiedung im Rathaus. „Gekündigt“, erklärte sie, bevor Hofmann ihr Urkunde und ein Dank-Geschenk der Gemeinde übergab. Der parteilose Rathauschef (der von RUW, SPD und Grünen unterstützt wird, während die CSU bei der letzten Wahl ihre langjährige Mehrheit aufgeben musste), sah über solche Bemerkungen hinweg. Er hielt einen sachlichen Rückblick auf Kaltenhäusers beachtliches Engagement.

Sie gehörte dem Gemeinderat seit Mai 1984 an, also 32 Jahre lang. Vom 3. März 1994 bis 30. April 2014 war sie Zweite Bürgermeisterin. Eine Aufgabe, die ihr viel abverlangte, auch wenn sie von Gemeinderat und -verwaltung kräftig unterstützt wurde. 2005 musste sie fünf Monate lang den erkrankten Bürgermeister Werner Pleyer in Vollzeit vertreten. Von 29. Juli 2013 bis 30. April 2014 vertrat sie, ebenfalls in Vollzeit, den erkrankten Bürgermeister Peter Wiesner.

„Ungezählt sind die Stunden, die Sie für die Gemeinde tätig waren, die Sitzungen, an denen Sie teilgenommen haben, und die Kilometer, die Sie für die Gemeinde mit dem Auto oder auch per pedes unterwegs waren“, sagte Hofmann. Dafür gab es zweimal herausragende symbolische Anerkennungen: 2002 die Dankurkunde des Freistaats Bayern für langjähriges Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung und 2013 die bronzene Medaille für besondere Verdienste um dieselbe.

Hofmann sprach den Dank seiner Amtsvorgänger Anton Hess, Werner Pleyer und Peter Wiesner aus – und seinen eigenen. Dass das Bürgermeisteramt Menschen zu großem Engagement animiert, sie aber auch verschleißt, wurde an diesem Abend deutlich. Heidrun Kaltenhäuser sagte über ihre damalige Nominierung für den Gemeinderat: „Wie die Maria zum Kind gekommen ist, so kam ich zu dem Job.“ Sie lobte die Unterstützung vor allem durch die Ersten Bürgermeister Pleyer und Wiesner. „Ich habe versucht, überall hin zu gehen und die Gemeinde zu vertreten“, was keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Vier „M“ sind nach ihrer Meinung oberste Regel für kommunalpolitisches und gesellschaftliches Engagement: „Man muss Menschen mögen.“

Die unmittelbare CSU-Listennachfolgerin wäre Erika Hanik gewesen, sie lehnte aber mit Hinweis auf ihr Alter ab. Jetzt übernimmt Peter Zech Kaltenhäusers Aufgaben im Gemeinderat und seinen Ausschüssen. Der 50-jährige verheiratete Familienvater, beruflich als angestellter Projektleiter tätig, ist vor allem durch sein Engagement in der evangelischen Kirchengemeinde und für die Waldschule bekannt.

Auf einen Wechsel in der Gemeindeverwaltung wies CSU-Gemeinderat Johannes Ballas hin – wohl auch geprägt durch die häufige Namensverwechslung: Thomas Balles, bisheriger Leiter des Hauptamts, verlässt das Rückersdorfer Rathaus. Er wird Geschäftsstellenleiter in der Gemeinde Lichtenau bei Ansbach.

Heidrun Kaltenhäuser hat Belastungen im Amt standhaft ertragen, wurde durch ihre Aufgaben aber auch geformt. Rathauschef Manfred Hofmann würdigte ihr Wirken.
Heidrun Kaltenhäuser hat Belastungen im Amt standhaft ertragen, wurde durch ihre Aufgaben aber auch geformt. Rathauschef Manfred Hofmann würdigte ihr Wirken. | Foto: Kohl2016/05/ruckersdorf-gemeindrat-heidrun-kaltenhauser-abschied-hofmann.jpg

N-Land Thomas Kohl
Thomas Kohl