Millionenprojekt Seespitzschule

Der Südflügel der Seespitzschule: Seine Sanierung und die des Verwaltungstrakts kostet über zwei Millionen. Foto: Sichelstiel2008/10/20081016_seespitzschusanierungsued_big.jpg

RÖTHENBACH (ass) — Es ist ein millionenschweres Projekt, das sich die Stadt Röthenbach vorgenommen hat: Die Generalsanierung der Seespitzschule soll im nächsten Jahr mit dem Südflügel begonnen werden. Schon jetzt hat der Stadtrat dafür Fördermittel vom Freistaat beantragt.

Insgesamt 2,2 Millionen Euro für neue Fenster, Decken und eine zeitgemäße Wärmedämmung – so viel kostet es, allein diesen Gebäudeteil der Grundschule inklusive Verwaltungstrakt auf Vordermann zu bringen. „Wir waren von der Höhe der Summe überrascht“, beschreibt Bürgermeister Günther Steinbauer die Reaktion im Rathaus auf die jüngste Schätzung eines Architektenbüros.

Denn immerhin steht auch noch die Sanierung der Turnhalle an, die ebenfalls nicht billig werden dürfte. Zu viel also für einen Jahreshaushalt: Die Arbeiten an dem Schulhaus aus dem Jahr 1963 sollen in mehreren Abschnitten stattfinden. Wenn die Regierung ihr Okay gibt und Fördermittel in Höhe von 40 Prozent der Gesamtsumme zuschießt, können die Handwerker bereits 2009 anfangen.

„Wir rechnen mit fünf Jahren“, meint Steinbauer. Dann soll die komplette Seespitzschule wieder in neuem Glanz erstrahlen – im Nordflügel gibt es dabei nur wenig zu tun, hier wurde schon in der Vergangenheit ausgebessert und renoviert. Und weil die Sanierung vor allem nach „energetischen Gesichtspunkten“ erfolgen wird, bekommt das Schulhaus am Erlenplatz wahrscheinlich ein Satteldach – es soll das alte Flachdach ersetzen. Dadurch sinken die Heizkosten.

Schulleitung, Lehrer und Eltern der Seespitzschule dürfen sich also freuen. Sie hatten oft über den schlechten Zustand der Klassenzimmer geklagt. Schon vor sieben Jahren stand die Sanierung auf der Tagesordnung des Stadtrats. Damals entschied sich das Gremium allerdings dagegen, weil die Hürden für eine staatliche Förderung zu hoch lagen.

Daran hat sich nun etwas geändert: Mussten die Kosten 2001 noch bei mindestens 50 Prozent der Neubausumme liegen, um Mittel zu kassieren, so beträgt das Limit jetzt nur 25 Prozent. Mit dem Hinweis auf diesen geänderten Schwellenwert wehrt sich die SPD-Fraktion im Stadtrat auch gegen Vorwürfe aus der CSU, man habe die Sanierung verschleppt.


Wolfgang Gottschalk, der CSU-Fraktionsvorsitzende, verweist vor allem auf die gestiegenen Baukosten. „Man hätte dem Steuerzahler viel erspart, wenn man bereits 2001 saniert hätte“, formuliert er seine Kritik. Die Verwaltung hatte die Grundsatzentscheidung über die Sanierung in den nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung am Dienstag legen wollen. Erst nach Intervention der CSU wurde öffentlich diskutiert.

Mittel für den Brandschutz an der Seespitzschule übrigens sind bereits im aktuellen Haushalt vorgesehen: Die Stadt gibt schon im Vorfeld der Generalsanierung ganze 780000 Euro für Metalltreppen an der Außenseite des Gebäudes und zusätzliche Glastüren in seinem Inneren aus. Damit soll die Sicherheit der Schüler gewährleistet werden. Man werde die Treppen und Türen so anbringen, dass sie auch im renovierten Schulhaus noch ihren Zweck erfüllten, verspricht der Bürgermeister.

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