Geister und andere Gruselgestalten

Wie hier in Heuchling zogen überall Kinder von Tür zu Tür und forderten "Süßes oder Saures!" Foto: Fischer2008/11/20081102_halloweenkinder_big.jpg

NÜRNBERGER LAND — Hexen, Geister, Zombis – allerlei düstere Gestalten spukten am Freitagabend zu Halloween durch die nächtlichen Straßen und Gassen im Nürnberger Land. Sie klopften und klingelten an jeder Tür, um „Süßes oder Saures“ von den Bewohnern einzufordern und zogen mit prall gefüllten Tüten wieder von dannen.

Zwar gab es viel Lärm und Krach, doch von Ausschreitungen wusste die Polizei im PZ-Gebiet glücklicherweise nicht zu berichten.

In Röthenbach tummelten sich rund 50 kleine Geister, Untote und Skelette in der gruselig geschmückten Röthenbacher Stadtbibliothek. Die Mitarbeiter der Bücherei hatten dort einen Halloween-Abend vorbereitet und die Räume dazu mit Spinnennetzen und unheimlichen Masken dekoriert. Büchereileiter Konrad Kopp erklärte, woher der Halloween-Brauch überhaupt stammt.

Denn dieser kommt nicht, wie oft vermutet, aus Amerika, sondern hat seine Wurzeln im keltisch-irischen Volksglauben. Weil die Kelten davon überzeugt waren, dass sich in der Nacht des 31. Oktober Leben und Tod begegnen, entwickelte es sich zum Brauch, Süßes zu Ehren der Toten zu verteilen, so Kopp.

Mitarbeiter Roland Legenfelder spukte anschließend als unheimlicher Graf Dracula durch die Bücherei und wusste sozusagen als Fachmann allerhand Interessantes über die Welt der Vampire zu berichten.

Wer sich zwischen all den unheimlichen Gruselgeschichten, welche die Bücherei-Mitarbeiterinnen vorlasen, kurz stärken wollte, konnte dies am Halloween-Büffet tun. Dort gab es abgerissene Finger (Wiener Würstchen), blutige Gespensterbowle mit Johannisbeersaft und unheimlich dekorierte Mohrenköpfe.

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