Reaktionen auf Bolta-Insolvenz

Politik sichert Unterstützung zu

Am Standort Diepersdorf beschäftigt Bolta rund 1000 Mitarbeiter. | Foto: Buchner-Freiberger2021/09/Bolta-diep-insolvenz-werksgebaude-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND — Die Nachricht, dass die Diepersdorfer Bolta-Werke Insolvenz angemeldet haben, trifft die Politik überraschend. Landkreis und Gemeinde wollen nun den vorläufigen Insolvenzverwalter beim Erhalt von Arbeitsplätzen unterstützen.

Landrat Armin Kroder hat sich am Dienstagnachmittag bestürzt geäußert: „Dieser Schritt kam für mich und uns völlig überraschend und unvorhersehbar. Entsprechend tief sitzt der Schock“, kommentierte der FW-Politiker den Insolvenzantrag.

Die Bolta-Werke sind im vergangenen Jahrzehnt stark gewachsen, sie waren mit 1400 Mitarbeitern zwischenzeitlich sogar das größte Industrieunternehmen im Nürnberger Land. Zwischen 2017 und 2021 ging diese Zahl zwar zurück, dennoch betont Kroder, dass am Insolvenzverfahren nun „unzählige Arbeitsplätze“ hingen, nicht nur bei Bolta, sondern auch bei Dienstleistern und Zulieferern.

Der Landrat will „zeitnah“ das Gespräch mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter suchen und sich für den Erhalt möglichst vieler Jobs einsetzen.

Bürgermeister: „Paukenschlag“

Das kündigt auch der Leinburger Bürgermeister Thomas Kraußer (CSU) an. „Für uns ist das ein Paukenschlag“, so Kraußer im Gespräch mit der Pegnitz-Zeitung. Die Bolta-Werke sind – mit weitem Abstand – der größte Arbeitgeber in der Kommune.

Kraußer: „Wenn Mitarbeiter gehen müssen, hoffe ich, dass es möglichst sozialverträglich abgeht.“

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